E-Mobilität
13.12.2023

Warum gehen die Zulassungszahlen von E-Autos zurück?

Ich verstehe es nicht. Noch vor einem Jahr plagten uns Lieferengpässe (Chip-Krise, Logistik-Probleme im Asien-Verkehr) und man musste Ewigkeiten auf eine E-Auto warten. Das ist vorbei. Das E-Auto steht - je nach Marke - in wenigen Wochen oder Monaten vor der Tür und dennoch gehen die Zulassungen zurück. 


Laut Kraftfahrtbundesamt wurden im November 2023 knapp 45.000 E-Autos angemeldet. Im Vorjahresmonat waren es knapp 58.000. Auch die Anträge für den Umweltbonus bei der BAFA sprechen Bände: Im November 2023 noch knapp 23.000 Anträge. Im Jahr zuvor hammermäßige 91.000 im November. Was ist nur los? Wer ein E-Auto will, wird es doch wohl auch bestellen, oder?


4 Kommentare
2023-12-14T08:41:17Z
Donnerstag, 14.12.2023 um 09:41 Uhr
stimmt auffallend. Ich kann nur für mich sprechen, muss aber sagen, dass ich nach 1.5 jahren ID3 nie wieder einen Verbrenner kaufen möchte, und das trotz der miesen software von vw. 


ich kann nur spekulieren: vielleicht liegt es an der unsicheren förderlage, an den mangelnden vorgaben der unternehmen für ihre eigenen firmenwagen und der vorliebe dort für langstreckentaugliche autos. 


der preis selbst kann es nicht sein. die deutschen hatten noch nie ein problem damit, teure autos zu kaufen. 


das einzige, was mich wirklich noch stört, ist der hohe winterberbrauch und das damit verbundende langsame laden. unter null grad verbraucht der ID3 30kw statt 18kw, und das laden erreicht in der spitze 70kw/h, um dann auf 50kw/h runterzugehen. da braucht man schon viel liebe zur emobilität, um das noch gut zu finden. 


aber der restliche verbrauch, das leise fahren, der günstige unterhalt: alles top soweit.  

2023-12-14T12:56:21Z
Donnerstag, 14.12.2023 um 13:56 Uhr
Ich könnte mir auch vorstellen, dass stark schwankenden Strompreise im letzten Jahr eine gewisse Skepsis der Elektro-Mobilität gegenüber ausgelößt haben.

Eines der Kaufargumente für ein Elektro-Auto ist nun mal oft, dass die Kosten auf 100km weit unter den Kosten für einen vergleichbaren Verbrenner liegen. Nun sind jedoch die Stromkosten im Letzten Jahr stark angestiegen und gleichzeitig wurden auch noch die Förderprogramme gekürzt, was sich negativ auf den Anschaffungspreis auswirkt.

Ich denke dass die Zahlen sogar noch weiter zurück gehen könnten, da die Förderungen für E-Mobilität und Solar nun früher als geplant eingestellt werden sollen.
Gleichzeitig fällt der Benzinpreis tendentiell immer weiter und die Stromkosten bleiben gleich.




2023-12-14T13:34:36Z
Donnerstag, 14.12.2023 um 14:34 Uhr
guter punkt: die schwankenden strompreise haben durchaus eindruck hinterlassen. momentan ist aber ja das kein zwingendes argument mehr. und bei 20kw/h zahle ich aktuell weniger als 8 euro je 100km. das wären auf diesel oder benzin gerechnet gerade mal 4l verbrauch. welcher verbrenner schafft das schon?
2023-12-15T18:21:21Z
Freitag, 15.12.2023 um 19:21 Uhr
Dirk Kunde:
Ich verstehe es nicht. 

Preise, Preise, Preise...! Ich habe mein BEV seit 2 Jahren. Das Fzg. war damals für einen Listenpreis von rd. 49T€ erhältlich. Mit der hohen Förderung konnte man das Fzg. also für rund 40T€ erwerben. 

Wo stehen wir jetzt? Der Listenpreis von 49T€ hatte sich zwischenzeitlich auf 62T€ erhöht. Mittlerweile ist er auf 55T€ wieder gefallen. Aber im nächsten Jahr gibt's wohl keine Prämie mehr. Also kann das unveränderte Fzg.(!) im nächsten Jahr für 15T€ mehr erworben werden.

Der Gebrauchtmarkt ist m.E. aktuell auch tot.  Der Standardpreis für einen Jahreswagen (mein Fzg.) liegt bei 49T€. Für das Gebrauchtfzg. wird also mehr verlangt als für ein Neufzg. Warum ist man nicht früher schon auf so eine Idee gekommen?

Beispiel e-C4 (Citroen). Den gab's vor einem Jahr für rd. 25T€. Der lokale PSA-Händler bietet den Jahreswagen jetzt für 32T€ an. 

Herr Kunde - ich verstehe...
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