Phasenverschiebung

In einem Wechselstromnetz ändert der Strom ständig seine Richtung. Dadurch schwingen Spannung und Stromstärke in gleichmäßigen sinusförmigen Wellen hin und her. Eine Phasenverschiebung bezeichnet den Zustand, wenn Spannung und Stromstärke nicht mehr parallel schwingen.

Bei manchen Verbrauchern, etwa Elektromotoren, wird elektrische in magnetische Energie umgewandelt. Durch diese Transformation entsteht eine Zeitverzögerung bis die elektrische Energie verbraucht ist. Das gleiche passiert auch umgekehrt, wenn das Magnetfeld wieder abgebaut wird. Dann wird magnetische Energie in elektrische umgewandelt und zurück zum Kraftwerk geschickt. Aufgrund der Zeitverzögerung verschieben sich die Schwingungen. Stromstärke und Spannung pendeln nicht mehr parallel zueinander. Diesen Vorgang bezeichnet man als Phasenverschiebung.

Durch eine Phasenverschiebung kann es passieren, dass die höchste Stromstärke anliegt, aber die Spannung gleich Null ist. Dieser Strom wird nicht umgesetzt - er wird als Blindleistung bezeichnet.