Off-Grid

“Off-Grid” sind Photovoltaikanlagen [Link: Photovoltaikanlage], wenn sie nicht an das öffentliche Stromnetz angeschlossen sind. Sie nennen sich auch Inselanlage [Link: Inselsystem].

 

Mit einer Inselanlage sind Sie unabhängig von Energieversorgern. Dafür müssen Sie jedoch in jedem Fall alleine für Ihren Energieverbrauch aufkommen. Sie benötigen hierfür eine Solarbatterie [Link: Speicherlösung], die Strom aus Ihrer Photovoltaikanlage speichert. Diesen können Sie dann an weniger sonnigen Tagen oder nachts nutzen. Eine Off-Grid-Anlage lohnt sich also nur, wenn Sie an einem Ort mit einer hohen Sonneneinstrahlung [Link: Sonneneinstrahlung] wohnen. Denn nur dann produzieren Sie überschüssigen Strom, um auch den Speicher zu füllen. Beim Speichern können bis zu 30 Prozent des produzierten Stroms verloren gehen.

Off-Grid-Anlagen kommen in Industrieländern wie Deutschland heutzutage eher selten vor: hauptsächlich bei entlegenen Gebäuden wie Ferienhäusern oder mobilen Anlagen (zum Beispiel auf Wohnmobilen). Das liegt einerseits daran, dass die Versorgungssicherheit für Verbraucher sehr wichtig ist. Falls die Solaranlage [Link: Solaranlage] den eigenen Energiebedarf nicht deckt, kann man bei einer On-Grid-Anlage [Link: On-Grid] immer auf öffentlichen Strom zugreifen. Zweitens haben sich Energieversorger daran angepasst, dass immer mehr Privatpersonen Photovoltaikanlagen besitzen. Die Infrastruktur ist bei uns soweit ausgebaut, dass die Kopplung ans öffentliche Netz kein Problem darstellt. In Entwicklungsländern hingegen fehlen diese Möglichkeiten oft, weswegen hier Off-Grid-Anlagen große Bedeutung zukommt.