Mikromorphe Siliziumsolarzellen

Mikromorphe Siliziumsolarzellen bestehen aus Schichten aus mikrokristallinem und amorphem Silizium - daher kommt das zusammengesetzte Wort “mikromorph”. Sie werden auch Tandem-Solarzellen genannt.

Mikromorphe Siliziumsolarzellen gehören zur Dünnschichttechnologie. Das bedeutet, dass Sie extrem dünn und leicht sind. Daher eignen sie sich besonders für Fassadenanlagen und Dächer, die wenig zusätzliche Last tragen können.

Die unterschiedlichen Silizium-Schichten sind für verschiedene Wellenlängen des Sonnenlichts ausgelegt: Mikrokristallines Silizium absorbiert das rote Licht und amorphes Silizium das blaue. Mikromorphe Siliziumsolarzellen nutzen dadurch ein größeres Spektrum des Sonnenlichts als andere Zellen in der Photovoltaik. Somit entstehen für Dünnschichtmodule relativ hohe Wirkungsgrade um die zehn Prozent.

Durch die sehr dünnen Absorber-Schichten, verbrauchen mikromorphe Solarzellen weniger Silizium als die marktbeherrschenden monokristallinen und polykristallinen Dickschichtmodule. Dadurch sind sie kostengünstiger.

Außerdem besitzen sie einen hervorragenden Temperaturkoeffizienten. Das bedeutet, dass sie bei hohen Betriebstemperaturen nur geringfügig Leistung einbüßen.