Inbetriebnahme

Grundsätzlich wird als Inbetriebnahme einer technischen Anlage der Zeitpunkt bezeichnet, an dem die Anlage das erste Mal bestimmungsgemäß arbeitet. Testläufe oder Probedurchgänge gelten dabei nicht. Bei Photovoltaikanlagen ist eine genaue Definition jedoch schwierig: Das EEG klärt nicht exakt, ab wann eine Solaranlage als “in Betrieb genommen” bewertet wird.

 

Der genaue Zeitpunkt der Inbetriebnahme ist sehr wichtig, denn die Höhe der Einspeisevergütung berechnet sich nach diesem Tag. Je später er datiert wird, desto geringer fällt die Vergütung aus.

 

Im Jahr 2010 hat eine Clearingstelle die Frage nach dem exakten Zeitpunkt genauer beantwortet: Eine Photovoltaikanlage gilt demnach als in Betrieb genommen, wenn sie zum ersten Mal Strom erzeugt, der außerhalb des Systems genutzt wird. Sprich: sobald Sie die erste Glühbirne einschalten, die mit Solarstrom funktioniert, hat die Inbetriebnahme stattgefunden. Der Zeitpunkt, an dem die Photovoltaikanlage vollständig installiert ist, gilt also noch nicht.

 

Um später bei Differenzen mit der Bundesnetzagentur einen Nachweis zu haben, sollten Sie die Inbetriebnahme unter Zeugen gut dokumentieren. Auch ein Protokoll des Anlageninstallateurs oder Solarteurs kann Ihnen helfen. Die Photovoltaikanlage selbst müssen Sie erst nach der Inbetriebnahme beim Netzbetreiber und bei der Bundesnetzagentur anmelden. Auch wenn Sie erst später regelmäßig Strom in das öffentliche Netz einspeisen, gilt für die Berechnung Ihrer Einspeisevergütung der Zeitpunkt der Inbetriebnahme.