Freiflächenanlage

Photovoltaikanlagen werden auf Dächern, an Fassaden oder auf freien Flächen wie Wiesen oder Feldern aufgebaut. Im letzten Fall handelt es sich um Freiflächenanlagen. Diese nutzen brachliegenden Boden, der landwirtschaftlich nicht oder wenig verwendet wird, zur Stromerzeugung.

 

Freiflächenanlagen bieten ein sehr gutes Ertragspotential, da die Betreiber oft große Anlagen mit hohen kWp-Werten realisieren können. Bevor sie jedoch in Deutschland eine Freiflächenanlage errichten dürfen, müssen Sie einige Anforderungen erfüllen:

 

  • Sie beantragen, die Fläche offiziell in ein „Sondergebiet Solar” umzuwandeln.
  • Ein Bebauungsplan wird genehmigt und ein Grünordnungsplan wird vorgelegt.
  • Sie als Betreiber suchen sich einen passenden Ort aus: Eine Freiflächenanlage wird oft nur an bestimmten Orten, wie etwa in der Nähe von Autobahnen oder Schienen genehmigt. Anhöhen oder landschaftlich schützenswerte Gebiete sollten gemieden werden.
  • Die Anlage muss sich in die Landschaft integrieren und sie ökologisch aufwerten.

 

Eine Freiflächenanlage wird, wie auch eine Flachdachanlage auf ein Gerüst montiert. So können die Solarmodule im richtigen Azimutwinkel aufgestellt werden. Einige moderne Freiflächenanlagen verfügen über eine sogenannte Nachführungsvorrichtung: Diese passt die Winkel und Ausrichtung der Module automatisch an den Stand der Sonne an. Das sorgt für den maximalen Ertrag.

 

Damit der Grund bei einer Freiflächenanlage nicht vollkommen ungenutzt bleibt, achten viele Betreiber darauf, dass die Abstände zwischen den einzelnen Reihen der Solarmodule groß genug sind. So ist eine zusätzliche Nutzung, etwa als Schafweide oder Futterwiese, möglich. Die neueste Entwicklung bei Freiflächenanlagen sind Agrovoltaik-Anlagen: Durch einen erhöhten Aufbau der Anlage wird eine nahezu vollständige landwirtschaftliche Nutzung des Bodens möglich. Derzeit befinden sich solche Anlagen in der Erprobungsphase.