Fassadenanlage

Fassadenanlagen sind Photovoltaikanlagen, die nicht auf dem Dach, sondern senkrecht an der Wand angebracht sind. Eine Fassadenanlage ist sinnvoll, wenn

  • das Gebäude nach Süden ausgerichtet ist.
  • das Dach des Gebäudes keinen ausreichenden Sonneneinfallswinkel hat.

Bei Fassadenanlagen werden die Solarmodule direkt an der Gebäudefassade montiert oder mittels Untergestell in einem Neigungswinkel von etwa 30 Grad installiert. Üblicherweise kommen dabei Dünnschichtmodule statt polykristalliner oder monokristalliner Module zum Einsatz. Der Grund: Sie sind wegen ihrer geringeren Dicke einfacher zu verbauen und lassen sich optisch besser an die Gebäudearchitektur anpassen.

Da Dünnschichtmodule einen geringeren Wirkungsgrad haben, brauchen Fassadenanlagen mehr Fläche als klassische Solaranlagen auf dem Dach. Dafür ist der Leistungsabfall bei Schatten, Bewölkung oder Nebel geringer als bei kristallinen Modulen.

Gerade bei Neubauprojekten ersetzen Solarmodule immer häufiger die herkömmlichen Platten zur Fassadenverkleidung. Denn sie schützen die Außenwand genauso vor Umwelteinflüssen wie Regen oder Schnee. Wichtig bei der Installation der Module ist eine ausreichende Hinterlüftung, damit kein Hitzestau entsteht und der Stromertrag sinkt.