Erneuerbare-Energien-Gesetz

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (kurz: EEG) steuert den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland. Es fördert die vorrangige Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen ins öffentliche Stromnetz. Dazu zählen Solarenergie aus Photovoltaikanlagen genauso, wie Energie aus Windkraft-, Wasserkraft-, Geothermie- und Biomasseanlagen. Das EEG garantiert den Betreibern solcher Anlagen eine staatlich festgelegte Summe, die vom Netzbetreiber gezahlt wird - die sogenannte Einspeisevergütung.

Die Einspeisevergütungen sind ein effektiver Fördermechanismus, um erneuerbare Energien auszubauen: Dadurch ermöglicht das EEG umweltfreundlichen Technologien eine Integration in den Markt, die ansonsten nicht mit anderen Erzeugungsformen konkurrieren könnten. Ziel ist es, dass die erneuerbaren Energien langfristig auch ohne Hilfe am Markt bestehen können. Deshalb sind die Einspeisevergütungen degressiv. Regelmäßig verringern sie sich um einen bestimmten Prozentsatz, abhängig davon, wie viele Neuanlagen für erneuerbare Energien in einem bestimmten Zeitraum gebaut werden.

Durch diese Kürzungen werden die Erzeuger gefordert, besonders wirtschaftlich und kostengünstig zu produzieren. Zudem sorgen die Einspeisevergütungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes für wirtschaftliche Sicherheit und Planbarkeit. Das macht das EEG zu einem der erfolgreichsten Instrumente für Ökostrom und zu einer zentralen Säule der Energiewende.

Erstmals trat das Erneuerbare-Energien-Gesetz im Jahr 2000 in Kraft. Seitdem wurde es stetig weiterentwickelt (EEG 2004, EEG 2009, EEG 2012, Photovoltaik-Novelle Juni 2012, EEG 2014). Seit seiner Einführung stieg der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch von sechs Prozent im Jahr 2000 auf rund 30 Prozent im Jahr 2015. Bis zum Jahr 2035 soll der Anteil auf 55 bis 60 Prozent gesteigert werden (Quelle: bmwi.de).