ENS

ENS ist die Abkürzung für “Einrichtung zur Netzüberwachung mit zugeordneten Schaltorganen”. Es handelt sich dabei um eine selbstständig arbeitende, automatische Schaltzentrale. Diese kommt in kleinen Stromerzeugungsanlagen wie Photovoltaikanlagen zum Einsatz. Die ENS überwacht die Spannung und die Frequenz des Stromnetzes.

 

Die Einrichtung sorgt dafür, dass sich der Wechselrichter der Photovoltaikanlage bei Ausfällen des öffentlichen Stromnetzes wie Stromausfall oder Netztrennung selbständig vom Netz trennt. Somit wird die unbeabsichtigte Bildung eines Inselnetzes verhindert. Im Fall, dass das passiert, wird unbeabsichtigt der Strom in die Stromerzeugungsanlage zurückgeführt und es können schwere Schäden entstehen. Die ENS erkennt Ausfälle des öffentlichen Netzes daran, dass ein bestimmter Grenzwert bei Spannung und Frequenz überschritten wird. Gleichzeitig überwacht sie auch die Netzimpedanz, also das Verhältnis zwischen elektrischer Spannung und aufgenommener Stromstärke. Sobald hier starke Abweichungen auftreten, wird das System ebenfalls tätig.

 

Das Besondere an einer Einrichtung zur Netzüberwachung mit zugeordneten Schaltorganen ist, dass das Überwachungssystem zweifach, also redundant, aufgebaut ist. Somit ist die Ausfallwahrscheinlichkeit extrem gering. Weitere Sicherheitsmaßnahmen sind in der Regel nicht nötig.