Elektrolumineszenz-Messung

Durch eine Elektrolumineszenz (EL)-Messung erkennen Sie Schäden und defekte Zellen an Solarmodulen. Photovoltaikanlagen sind bei schwerem Unwetter gefährdet: Sturm, Hagel oder Blitz können die Module beschädigen. Somit sinkt der Wirkungsgrad der Anlage und der Ertrag reduziert sich. Defekte Module sollten Sie deshalb austauschen.

 

Experten erkennen größere Schäden oft mit bloßem Auge. In manchen Fällen sieht die Photovoltaikanlage auf den ersten Blick intakt aus, es treten aber dennoch Leistungseinbußen auf. Diese entstehen meist durch Mikrorisse oder einen Zellbruch und können nur durch eine Elektrolumineszenz-Messung nachgewiesen werden.

 

Eine EL-Prüfung funktioniert so: Normalerweise nimmt ein Solarmodul Umgebungslicht auf und wandelt dieses dank des Photoeffekts der Solarzelle in Energie um. Bei einer Elektrolumineszenz-Messung wird dieser Vorgang umgedreht: An eine Solarzelle wird eine Spannungsquelle angelegt, so fließt Strom in die Zelle. Sie beginnt daraufhin zu lumineszieren, sie leuchtet also im Infrarotbereich. Eine spezielle EL-Kamera zeichnet diese Lumineszenz auf. Defekte Solarzellen sind auf dem Kamerabild als dunkle Flecken zu sehen und damit leicht identifizierbar.

 

Der Vorteil dieser Technik ist, dass die Prüfung der Solarmodule auch in montiertem Zustand durchgeführt werden kann - die Anlage bleibt also auf dem Dach und muss nicht abgebaut und in ein Labor geschickt werden. Die Messung geht sehr schnell. Es lassen sich sehr viele Module in kurzer Zeit überprüfen.

 

Dank des Infrarotlichts, das die Solarzellen ausstrahlen, eignet sich eine Messung der Elektrolumineszenz sowohl am Tag (mit einigen Einschränkungen) als auch bei Dunkelheit. Tagsüber muss jedoch das PV-Modul samt EL-Kamera verdunkelt werden, damit das Restlicht die Aufnahmen nicht beeinträchtigt.