Einspeisemanagement

Über das Einspeisemanagement, kurz “EinsMan”, können Netzbetreiber gemäß dem Erneuerbaren-Energien-Gesetzes die Stromeinspeisung aus Solaranlagen und Windkraftanlagen drosseln und ggf. abschalten. Dazu deaktivieren sie per Ferneingriff Wechselrichter in Photovoltaikanlagen und drehen Windräder aus dem Wind.

Dieser Fall tritt ein, wenn das Stromnetz überlastet ist und daher ein Engpass in der Versorgung droht. Davon betroffen sind beispielsweise Gebiete in Küstennähe, in denen die Netzkapazität zum Abtransport des erzeugten Stroms nicht ausreicht.

Als Betreiber einer Solaranlage müssen Sie das Einspeisemanagement ermöglichen und einen entsprechenden Empfänger installieren. Die Kosten für die Umrüstung trägt der Netzbetreiber. Das Einspeisemanagement betrifft alle Anlagen mit einer Leistung von mehr als 30 kW Strom.

Das Einspeisemanagement versteht sich als Notfallmaßnahme. Netzbetreiber müssen Anlageneigentümer im Vorfeld gründlich über die geplante Drosselung oder Abschaltung informieren. Sie sind dazu verpflichtet, den Anlagenbetreiber in einem vereinbarten Umfang zu entschädigen, wenn der Strom nicht eingespeist werden konnte.