Eigenstromprivileg

Eigenstromprivileg bedeutet, dass jeder von der EEG-Umlage befreit ist, der Strom für sich selbst produziert. Das regelt das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Davon profitieren sowohl Betreiber von Photovoltaikanlagen als auch industrielle Unternehmen.

 

Das Gesetz trifft jedoch nur zu, wenn Sie:

 

  • die gewonnene Energie nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen und
  • schon seit einem Zeitpunkt vor dem 1. August 2014 Strom für Ihren eigenen Verbrauch gewinnen. Alle Betreiber, die sich erst nach diesem Stichtag dazu entscheiden, den Strom ausschließlich selbst zu nutzen, sind nicht von der EEG-Umlage befreit.

 

Die Industrie verbraucht in Deutschland alleine 20 Prozent des Stroms. Zudem wächst die Anzahl der Betreiber von Photovoltaikanlagen stetig. Da beide Gruppen von der EEG-Umlage befreit sind, verliert der Staat erhebliche Summen. Das hat zur Folge, dass sich die Umlagen aller anderen Verbraucher erhöhen. Daher fordern einige, dass das Eigenstromprivileg reduziert oder ganz abgeschafft wird. So würden alle einen Beitrag zur Energiewende leisten.