EEG Umlage

Die EEG-Umlage fördert und finanziert den Ausbau Erneuerbarer Energien in Deutschland. Das Prinzip funktioniert so: Für selbst erzeugten Ökostrom per Solaranlage oder Windkraft, den Sie als Erzeuger ins öffentliche Stromnetz einspeisen, erhalten Sie von den Netzbetreibern eine bestimmte Vergütung - die Einspeisevergütung. So ist es im Erneuerbare-Energien-Gesetz festgelegt.

 

Die Netzbetreiber verkaufen den Ökostrom an der Börse und versuchen dort, soviel Geld wie möglich dafür zu erhalten. Die erzielten Erlöse liegen jedoch deutlich unter den Summen für die Einspeisevergütung: Auf dem freien Markt lässt sich der Ökostrom nicht zu dem Preis verkaufen, zu dem er von den Netzbetreibern eingekauft wurde.

 

Aus dieser Differenz zwischen Börsenpreis und Einspeisevergütung ergibt sich die Höhe der EEG-Umlage. Das Minus muss von allen Stromverbrauchern (privat und gewerblich) ausgeglichen werden. Das bedeutet: Wer Strom bezieht und nicht von der EEG-Umlage befreit wurde, zahlt mit seiner Stromrechnung automatisch eine Abgabe pro Kilowattstunde.

 

Auch Betreiber von Photovoltaikanlagen sind nicht von der Abgabe befreit: Am 1. August 2014 wurde das Erneuerbare-Energien-Gesetz abgeändert und das bis dato geltende Eigenstromprivileg entfiel. Seitdem besteht nach § 61 EEG 2014 auch eine Umlagepflicht auf selbst erzeugten elektrischen Strom (= Eigenstrom).

 

Die wichtigsten Fakten zur EEG-Umlage für Erzeuger von Ökostrom (Stand: letzte Änderung EEG zum 01. August 2014):

  • Photovoltaikanlagen mit einer Leistung unter zehn kWp (wie die typischen Solaranlagen auf Eigenheimen) sind von der EEG-Umlage ausgenommen. Private Versorger bleiben also von der Umlage befreit.
  • Für Neuanlagen über zehn kWp, die nach dem 1. August 2014 in Betrieb genommen wurden und zur Versorgung mit Eigenstrom dienen, kann der Netzbetreiber einen bestimmten Prozentsatz der aktuellen EEG-Umlage einfordern. Dieser Satz wird jährlich schrittweise angehoben.

Neuanlagen mit einer Leistung ab 100 kWp müssen ihren überschüssigen Solarstrom selbst an Direktvermarkter verkaufen. Da die Erlöse auf dem freien Markt die Kosten der Photovoltaikanlage nicht decken, erhalten sie eine Marktprämie.