Dachneigung

Die Dachneigung beschreibt das Gefälle einer Dachfläche. Sie beeinflusst den direkten Stromertrag. Deshalb spielt sie eine wichtige Rolle, wenn Sie Strom über eine Photovoltaikanlage oder eine Solaranlage erzeugen.

Die Neigung wird in der Regel als Winkel in Grad angegeben, gelegentlich auch in Prozent als Steigung der Dachfläche über der Horizontalen. Sie definiert die Einordnung von Dächern als Flachdach (maximal 10 Grad) oder Steildach (über 10 Grad).

Die Dachneigung ergibt sich aus der Dachhöhe und der waagrechten Entfernung vom Dachfirst (obere Dachkante) zur Dachtraufe (Tropfkante). Ein Neigungswinkel von 32 Grad ist wegen der Sonneneinstrahlung für das Betreiben von Photovoltaikanlagen ideal. Die Dachneigung sollte 45 Grad nicht überschreiten.

Anders verhält es sich bei der Solarthermie. Optimal ist ein Dachneigungswinkel zwischen 50 Grad und 70 Grad. Der Grund: Zwischen November und März steht die Sonne tief. Die Kollektoren Ihrer Solaranlage auf dem Dach nehmen daher mehr Wärme auf, je ausgeprägter die Neigung der Dachfläche ist. Im Sommer fällt eine steile Neigung wegen des Wärmeüberschusses nicht ins Gewicht.

Beachten Sie für die Berechnung Ihres Stromertrags neben dem Neigungswinkel auch den Azimutwinkel. Nur, wenn Sie beide Winkel mit einbeziehen, richten Sie Ihre Photovoltaikanlage optimal aus.