Baugenehmigung

Ihr Entschluss, eine Photovoltaikanlage zu bauen, steht und die Kalkulation der Kosten und Erträge auch. Jetzt müssen Sie nur noch wissen, ob Sie dafür eine Baugenehmigung brauchen.

Dazu werfen Sie einen Blick in die Bauordnung Ihres Bundeslandes, die alle für Bauherren wichtigen Bestimmungen regelt. Für die meisten Bundesländer ist darin festgeschrieben, dass Solaranlagen keine gesonderte Genehmigung benötigen. Allerdings gilt dies nur für Anlagen, die auf Dächern oder Fassaden montiert werden, da sie als “bauliche Anlage” zählen. Unter die Genehmigungspflicht fallen grundsätzlich sogenannte “gebäudeunabhängige” Solaranlagen.

Gemeint sind damit Anlagen, durch deren Bau Sie in das natürliche Umfeld eingreifen. Dazu zählen etwa Freilandanlagen, also Anlagen auf freien Flächen wie Felder oder Wiesen. Diese sind genehmigungspflichtig, da sie das Landschaftsbild verändern. Notwendig ist eine Genehmigung auch bei Häusern, die unter Denkmalschutz stehen. Zudem brauchen Sie als Betreiber ab einer bestimmten Größe Ihrer Solaranlage eine Baubewilligung. In fast allen Bundesländern gilt dabei eine Höhe von drei Metern und eine Länge von neun Metern als genehmigungspflichtig.

Da sich die Bauordnungen der Bundesländer unterscheiden, gibt es auch länderspezifische Sonderregelungen. In Brandenburg benötigen Sie beispielsweise auch für Solaranlagen auf Flachdächern, die größer als zehn Quadratmeter sind, eine Baugenehmigung. In Baden-Württemberg müssen Sie sich dagegen den Bau einer Anlage auf dem Dach grundsätzlich nicht genehmigen lassen.

Ob der Bau einer Solaranlage bewilligt wird oder nicht, entscheiden die lokalen Behörden. Informieren Sie sich vor Auftragsvergabe daher bei einem zuständigen Mitarbeiter in Ihrer Gemeinde und lassen Sie sich von einem Solarteur beraten.