Wärmeversorgung

  • Zentralheizung

    Die Zentralheizung ist die häufigste Form der Wärmeversorgung in Gebäuden. Sie findet sich in rund 78 Prozent aller Wohngebäude und eignet sich außerdem auch für Bürogebäude. Eine Zentralheizung versorgt von einer einzigen Heizstelle aus ein ganzes oder sogar mehrere Gebäude mit Raumwärme und meist auch mit Warmwasser. Durch die Verbrennung eines Energieträgers ­– zumeist Erdgas, Heizöl, aber auch Holz oder umweltwärme – erhitzt die Anlage Wasser als Trägermedium. Eine Umwälzpumpe transportiert das heiße Wasser über Rohrleitungen in die Wärmeverteiler, also Heizkörper oder Fußbodenheizungen.

  • Etagenheizung

    Die Etagenheizung ist im Grunde eine kleine Version der Zentralheizung. Anstelle des ganzen Gebäudes versorgt sie jedoch nur einen Teil des Gebäudes, etwa ein einzelnes Stockwerk, mit Wärme. Erzeugt wird die Heizwärme dabei nicht zentral im Keller, sondern in kleineren Heizanlagen auf der Etage oder in der Wohnung. Als Energieträger nutzt die Etagenheizung in der Regel Erdgas. Für die Nutzer hat dies den Vorteil, dass sie ihre Heizung individuell nach ihren Bedürfnissen steuern können und ihre eigenen Verbrauch kontrollieren können. Eine aufwändige Aufteilung der Heizkosten unter den Wohneinheiten wie bei der Zentralheizung entfällt. Durch die kürzeren Leitungen sind zudem die Energieverluste geringer.

     

  • Fernwärme

    Bei der Fernwärme versorgt ein großes Heizkraftwerk über das Fernwärmenetz eine große Zahl von Wohngebäuden vor allem in Ballungsräumen mit Heizwärme. Als Energieträger dienen in den Kraftwerken fossile Brennstoffe wie Erdgas, Biomasse, Biogas und Müll oder erneuerbare Energieträger wie Erdwärme oder Abwärme. Mit der gewonnenen Energie erzeugt das Kraftwerk zunächst Strom und speist die verbleibende Wärme über ein Trägermedium, meist Wasser, in das Fernwärmnetz ein. Da die Wärme nicht direkt in den einzelnen Gebäuden erzeugt werden muss, sind die Kosten für eine Fernwärmeheizung niedrig. Derzeit haben allerdings nur rund fünf Prozent aller Wohnungen eine Anbindung ans Fernwärmenetz.

     

  • Einzelheizung

    Eine Einzelheizung ist ein kleines Heizgerät, das nur einen einzelnen Raum oder wenige verbundene Räume mit Wärme versorgt. Dazu zählen zum Beispiel elektrische Heizlüfter oder Heizstrahler, aber auch Feuerstätten wie offene Kamine, Kachelöfen oder elektrische Speicherheizungen. Einzelheizungen sind flexibel einsetzbar und erfordern keine Heizräume oder Rohrleitungen. In der Anschaffung sind sie meist sehr günstig, jedoch recht teuer im Betrieb. Sie eignen sich daher vor allem als Ergänzung zu einer zentralen Heizung, für kleine Räume, die nicht an die Zentralheizung angebunden sind, für die Terrasse oder die Garage.