Heiztechnologien

  • Brennwertheizung

    Eine Brennwertheizung lässt sich mit Erdgas, Biomethan, Flüssiggas, Heizöl, Bio-Heizöl oder Holz betreiben. Egal bei welchem Brennstoff – die Brennwerttechnik nutzt ihn optimal aus und ist deshalb besonders energieeffizient.  Ihren hohen Wirkungsgrad erreicht die Brennwertheizung, indem sie zusätzlich zu der Energie, die bei der Verbrennung entsteht, Wärme aus der Kondensation des Wasserdampfs in den Abgasen gewinnt. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern spart auch Betriebskosten. Eine Brennwertheizung ist bei den Investitionskosten relativ günstig und wird außerdem durch die KfW gefördert.

  • Brennstoffzelle

    Eine Brennstoffzellenheizung funktioniert nach dem Prinzip der sogenannten kalten Verbrennung. In einer Brennstoffzelle kommt es durch die Verbindung von Wasserstoff und Sauerstoff zu einer Knallgasreaktion bei der neben Wasser auch Energie in Form von Wärme und Strom entsteht. Während die Wärme zur Heizung und Warmwasserbereitung dient, können Sie auch den Strom für ihren Haushalt nutzen. Überschüssiger Strom wird gegen eine Vergütung ins öffentliche Netz eingespeist. Brennstoffzellen sind platzsparend, leise und sauber. Sie sparen neben Energiekosen auch Treibhausgas-Emissionen ein. In der Anschaffung sind sie derzeit aber noch recht teuer.

  • Wärmepumpe

    Eine Wärmepumpe nimmt die Umweltwärme aus dem Erdreich, dem Grundwasser oder der Luft auf und führt sie als Heizenergie in das Gebäude ab. Um die Umweltwärme auf das Temperaturniveau zu bringen, um mit ihr zu Heizen und Warmwasser zu erwärmen, braucht die Wärmepumpe zusätzlich elektrische Energie. Doch neben dem Stromverbrauch für ihren Betrieb entstehen durch eine Wärmepumpe keinerlei Emissionen. Für Wärmepumpenstrom bietet E.ON besonders günstige Tarife an, zum Beispiel WärmeStrom öko 2019. Auch der Wartungsaufwand ist sehr gering. Der Einsatz einer Wärmepumpe ist jedoch nicht in allen Gebäuden ohne weiteres möglich, da er sehr stark von den örtlichen Gegebenheiten abhängt.

     

  • Nachtspeicherheizung

    Eine Nachtspeicherheizung wandelt elektrischen Strom in Wärme um. Dazu lädt sie sich in der Regel während der Nacht auf und gibt die Energie tagsüber wieder ab. Stromanbieter wie E.ON bieten dazu besonders günstige Tarife an.  Während Nachspeicherheizungen in älteren Bestandshäusern mit schlechter Wärmedämmung oft hohe Betriebskosten verursachen, können sie in modernen, gut isolierten Gebäuden wie Passivhäusern sehr wirtschaftlich sein. Anschaffung und Wartung sind kostengünstig. Da kein Heizkessel und kein Lagerraum für Brennstoffe nötig sind, ist eine Nachspeicherheizung zudem platzsparend. Für Allergiker kann sie jedoch eine Belastung sein, da sie bei der Wärmeabgabe auch Staubpartikel freisetzt.

  • Mikro-Kraft-Wärme-Kopplung

    Eine Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage (Mikro-KWK-Anlage) verbindet die Erzeugung von Strom und Wärme. Sie wird in der Regel von einem Gasmotor mit Erdgas, Biomethan, Flüssiggas oder Heizöl angetrieben und erzeugt über einen Generator elektrischen Strom. Die Wärme, die bei der Verbrennung entsteht, nutzt die Anlage für Heizung und Warmwasser. Der Strom wird zum Teil für den eigenen Haushalt genutzt, der Überschuss ins öffentliche Netz eingespeist und entsprechend vergütet. Durch die Kombination von Wärme- und Stromerzeugung erreicht die Mikro-KWK eine Energieeffizienz von bis zu 90 Prozent. Die Anlagen eignen sich vor allem für große Einfamilienhäuser oder kleinere Mehrfamilienhäuser mit hohem Energiebedarf.

  • Holzheizung

    Bei der Holzheizung gibt es verschiedene Technologien. Eine Pelletheizung verbrennt vollautomatisch zylinderförmige Stückchen aus gepresstem Holz und bietet nahezu den gleichen Komfort wie eine herkömmliche Zentralheizung. Nach demselben Prinzip funktioniert eine Hackschnitzelheizung. Die Holzschnitzel benötigen jedoch mehr Platz zur Lagerung. Eine Stückholzheizung verbrennt dagegen große Holzscheite. Diese müssen Sie als Nutzer allerdings von Hand nachlegen, zum Beispiel bei einem Kachelofen. Eine Alternative ist eine Holzvergaserheizung, die die einen besonders hohen Wirkungsgrad erreicht und nur wenig Emissionen verursacht. Holzheizungen punkten mit niedrigen Brennstoffkosten und lassen sich gut mit Solarthermieanlagen zur Warmwasserbereitung kombinieren.