Energieträger

  • Erdgas

    Erdgas ist der häufigste Energieträger zur Wärmeerzeugung in Deutschland. Rund die Hälfte aller Haushalte nutzen den flüchtigen Brennstoff zum Heizen. Er eignet sich zum Betrieb von Brennwertheizungen oder Heizwertgeräten sowie für den Einsatz in Brennstoffzellen. Das Erdgas gelangt in der Regel direkt über die Gasleitung zum Verbraucher. Sie benötigen also keinen speziellen Lagerraum im Haus wie bei Erdöl oder Pellets. Voraussetzung ist ein Anschluss ans Erdgasnetz. Da Erdgas ruß- und staubfrei verbrennt und dabei weniger CO2 freigesetzt wird als bei Öl, ist es als Energiequelle besonders sauber.

  • Heizöl

    Heizöl als flüssigem Brennstoff für die Heizung gibt es in verschiedenen Arten. Extra leichtes Heizöl (HEL) eignet sich zum Betrieb in einer herkömmlichen Ölheizung. In einer Brennwertheizung kommt dagegen extra leichtes schwefelarmes Heizöl zum Einsatz, das beim Verbrennen weniger Schadstoffe freisetzt. Neben Heizöl aus fossilem Erdöl gibt es auch pflanzliches Bio-Heizöl, das in herkömmlichen Ölheizungen mit bis zu 10 Prozent dem HEL beigemengt werden kann. Da das Öl unabhängig von einer Leitung im eigenen Heizöltank gelagert wird, können Sie frei über Liefertermine und -mengen entscheiden und so von günstigen Heizölpreisen profitieren.

     

  • Holz

    Holz als Brennstoff für die Heizung gibt es hauptsächlich in drei Formen: Pellets, Hackschnitzel und Scheitholz. Pellets bestehen aus gepressten Holzresten wie Sägemehl. Sie haben eine hohe Energiedichte und benötigen wenig Platz zur Lagerung. Hackschnitzel aus naturbelassenem Restholz werden dagegen nicht gepresst. Beide Formen werden in speziellen Heizungsanlagen verbrannt. Scheitholz eignet sich dagegen vor allem für Einzelheizungen wie Kachel- oder Kaminöfen. Das Verbrennen von Holz ist CO2-neutral und deshalb besonders umweltfreundlich und die Kosten für heimisches Holz besonders günstig. Allerdings benötigen Sie insbesondere bei Scheitholz einen größeren Lagerplatz.

  • Umweltwärme

    Umweltwärme ist Sonnenenergie, die in der Erde, in Grundwasser oder in der Luft gespeichert ist. Sie ist die Energiequelle für eine Wärmepumpe zur Heizung. Zu ihrer Gewinnung nutzen wir Erdsonden und Wärmekollektoren. Umweltwärme als regenerative Energiequelle ist anders als Sonnenenergie völlig unabhängig von Tages- oder Jahreszeiten. Es hängt allerdings von den individuellen Bedingungen vor Ort ab, ob und welche Formen der Umweltwärme für ein Gebäude nutzbar sind. Quellen für die Umweltwärm zu erschließen, kann teuer und aufwändig sein, zum Beispiel durch tiefe Bohrungen für Erdsonden. Danach ist die Nutzung der Umweltwärme jedoch kostenlos.

  • Solarenergie

    Solarenergie dient neben der Stromerzeugung in Photovoltaikanlagen auch als Energiequelle zur Wärmegewinnung in Solarthermieanlagen, in denen mithilfe der Sonnenstahlen Wasser erhitzt wird. Dabei dient die Sonnenenergie vor allem zur Warmwasserbereitung, zur Heizung ist sie in der Regel nur als unterstützende Quelle für andere Energieträger wie etwa Erdgas geeignet. Da die Solarenergie abhängig von der Sonnenscheindauer nicht durchgehend zur Verfügung steht, ist sie als alleiniger Energieträger für die Wärmeerzeugung nur begrenzt geeignet. Nur ein Prozent der Wohngebäude und Wohnungen nutzen sie bislang als Wärmequelle.