Wohlfühlwärme für Ihr Zuhause - gewusst wie

Ein wohlig, warmes Zuhause ist unerlässlich für unseren Komfort. Wärme gibt uns Geborgenheit und ist unabdingbar für unser Wohlbefinden. Doch wie wird sie eigentlich erzeugt? Wie unterscheiden sich die einzelnen Technologien wie Brennstoffzellen oder Wärmepumpen und welche Rollen spielen die erneuerbaren Energien. Um Sie auf der Suche nach Ihrer persönlichen Wohlfühlwärme zu unterstützen haben wir die wichtigsten Themen rund um die Wärmeversorgung in Ihrem Zuhause zusammengefasst.

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Übersicht Energieträger

Zum Heizen können verschiedene Energieträger genutzt werden. Ob Erdgas, Heizöl oder Biomasse – alle Energieträger sind mit verschiedenen Vor- und Nachteilen behaftet und eignen sich für unterschiedliche Heizungstechnologien.

Übersicht Energieträger
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Übersicht Heizungstechnologien

Es existieren zahlreiche Heizungstechnologien, die unter Zufuhr des Energieträgers die erforderliche Wärme erzeugen. Ob eine Brennwertheizung, eine Solarthermie-Anlage oder eine Brennstoffzellenheizung – alle Technologien bieten für den Verbraucher spezifische Vor- und Nachteile.

Übersicht Heizungstechnologien
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Übersicht Wärmeversorgung

Neben Heizungstechnologien und Energieträgern ist die Art der Wärmeversorgung entscheidend. Hier wird zwischen einer Zentral-, Einzel-, Etagen- und Fernwärmeheizung unterschieden.

Möglichkeiten Wärmeversorgung

Wussten Sie schon?

  • Strom vs. Wärme
    Auf Strom entfallen durchschnittlich nur 20% des Energieverbrauchs im Haushalt, 80% dagegen auf die Wärme.
  • Heizen vs. Warmwasser
    85% des Wärmeverbrauchs im Haushalt gehen auf die Heizung, nur 15% aufs Warmwasser.
  • Kosten
    Mit durchschnittlich 7 ct/kWh ist Heizenergie deutlich günstiger als Strom mit rund 26 ct/kWh.
  • Wärme aus erneuerbaren Energien
    Etwa 13% ihres Wärmeverbrauchs decken private Haushalte mit erneuerbaren Energien, vor allem mit fester Biomasse wie Holz.
  • Modernisierung
    Über 75% aller Heizungen entsprechen nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik, nur 3% von ihnen werden jährlich erneuert.
  • Förderungen
    Nutzen Sie für Heizungen im Neubau und -modernisierungen Förderungen der KfW und des BAFA.

Wärme zu Hause

  • Warmwasserversorgung

    Zentral

    Eine zentrale Wasserversorgung findet sich in 72 Prozent aller Wohnungen in Deutschland. Während die Kaltwasserversorgung über separate Leitungen aus dem öffentliche Wassernetz erfolgt, wird das Warmwasser zentral im Kessel der Heizung erwärmt, in einem Warmwasserspeicher gelagert und über eine eigene Leitung im Haus verteilt. Die Heizungsanlage und der Energieträger können unabhängig von der Warmwasserbereitung gewählt und ausgetauscht werden. Auch die Kombination mit erneuerbaren Energiequellen ist möglich. Durch den Transport über die Leitungen kommt es zu Wärmeverlusten.

    Dezentral

    Bei einer dezentralen Wasserversorgung erfolgt die Erhitzung des Warmwassers direkt an der jeweiligen Verbrauchsstelle in einem strom- oder gasbetriebenen Durchlauferhitzer oder Kleinspeicher, auch Boiler genannt. Im Vergleich zur zentralen Warmwasserversorgung entstehen daher kaum Wärmeverluste. Die Investitionskosten für eine dezentrale Wärmeversorgung sind vergleichsweise gering, die Betriebskosten sind dagegen – vor allem bei elektrischen Durchlauferhitzern– meist recht hoch. Sie eignet sich vor allem für Gebäude mit niedrigem Warmwasserverbrauch.

  • Wohnraumlüftung

    Zentral

    Ein zentrales Lüftungssystem sorgt kontinuierlich für frische und saubere Luft im ganzen Haus. Es gibt drei Anlagetypen: 1. Eine zentrale Abluftanlage führt verbrauchte Luft aus Räumen wie Küche oder Bad ab. 2. Eine zentrale Zu- und Abluftanlage saugt zusätzlich Zuluft von außen an und verteilt sie im Gebäude. 3. Eine zentrale Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung entzieht außerdem der Abluft Wärme, um die Zuluft zu erwärmen. Dies spart in luftdichten energieeffizienten Neubauten zusätzlich Energie. Zentrale Lüftungssystem sind relativ teuer und wartungsintensiv.

    Dezentral

    Ein dezentrales Lüftungssystem be- oder entlüftet nur einzelne Räume eines Gebäudes und wird ebenfalls in drei Typen unterschieden: 1. Dezentrale Abluftanlagen leiten die Abluft eines Raumes über einen Schacht oder Durchlässe in der Außenwand nach draußen. 2. Dezentrale Zu- und Abluftanlagen sind in fensternähe in der Außenwand angebracht. Die Zuluft- und Abluftregelung erfolgt über eine Steuerung. 3. Dezentrale Zu- und Abluftanlagen mit Wärmerückgewinnung übertragen die Abluftwärme auf die Zuluft. Dezentrale Lüftungssysteme sind eine gute Alternative zur Nachrüstung in Altbauten.

  • Wärmeverteilung

    Heizkörper

    Heizkörper, in denen das warme Wasser aus der Heizungsanlage strömt, verteilen die Wärme in den einzelnen Räumen eines Gebäudes. Es gibt zwei grundlegende Typen: 1. Konvektoren saugen durch Unterdruck Kaltluft an. Die erwärmte Luft steigt nach oben. Konvektionswärme sorgt für eine gleichmäßige Erwärmung der Raumluft. 2. Radiatoren geben neben der Konvektionswärme auch Strahlungswärme ab, die wir als besonders angenehm empfinden. Heizkörper sind einfach und günstig zu installieren, nehmen jedoch auch Platz in Anspruch.

    Flächenheizung

    Eine Flächenheizung wird in den Boden, die Decke oder die Wand eines Raumes verlegt. Am häufigsten ist die Fußbodenheizung. Es gibt zwei Technologien: 1. Die wassergeführte Flächenheizung verteilt die im Heizkessel erzeugte Wärme über ein Rohrschlangensystem das in die Fläche eingelassen ist. Die nötigen Vorlauftemperaturen sind niedriger als bei Heizkörpern, was Energie spart. Dafür ist die Installation deutlich teurer. 2. Die elektrische Flächenheizung besteht aus Heizmatten oder-kabel unter dem Fußbodenbelag. Sie lässt sich auch in bestehenden Gebäuden leicht nachrüsten. Sie eignet sich wegen ihrer geringen Heizleistung jedoch nicht als primäre Raumheizung.

  • Kombination von Heiztechnologien

    Die Kombination von Heiztechnologien liegt im Trend. Sogenannte hybride Systeme verbinden in einer Heizungsanlage unterschiedliche Wärmeerzeuger. Dazu gehören sowohl erneuerbare Energien wie Umweltwärme oder Biomasse genauso wie fossile Energieträger wie Erdgas oder Heizöl.

    Ein Beispiel ist die Kombination einer Erdgas-Brennwertheizung mit einer Solarthermie-Anlage. Das Heizungssystem zieht dabei möglichst viel Wärme aus der Solarthermie-Anlage. Reicht die Solarwärme nicht aus, schaltet sich die Gas-Brennwerttechnik automatisch zu. Ein Pufferspeicher verbindet beide Heiztechnologien miteinander. In dieser Kombination kann die Solarthermie-Anlage entweder nur zum Erhitzen von Warmwasser oder als Unterstützung für die Heizung mit Erdgas eingesetzt werden.

    Dank der flexiblen Schaltung der Gasheizung kann diese Hybridheizung die Solarenergie optimal nutzen und gleichzeitig den Gasverbrauch senken. Das schont die Umwelt und spart Heizkosten.