Wirtschaftliche Netzintegration grüner Energie

Der Ausbau der erneuerbaren Energien und die zunehmende dezentrale Energieerzeugung führen zu einer schwankenden Stromeinspeisung. Dies stellt die Stromnetze vor neue Herausforderungen.

Diesen Herausforderungen begegnet E.ON durch den Einbau von intelligenten Trafos. Denn diese Trafos erhöhen die Aufnahmefähigkeit der regionalen Verteilnetze für erneuerbare Energien spürbar, ohne dass neue Leitungen gebaut werden müssen. So kann trotz der schwankenden eingespeisten Strommengen auch in Zukunft die Netzstabilität und hohe Versorgungssicherheit gewährleistet werden. Die Technik dieser regelbaren Ortsnetztransformatoren wurde von E.ON in Zusammenarbeit mit der Maschinenfabrik Reinhausen entwickelt und lässt sich in bestehende Trafostationen einbauen.

Erste intelligente Netztechnologie hat Serienreife erlangt

Derzeit wird diese intelligente Technologie von allen vier Netzbetreibern von E.ON in Deutschland – Avacon, BayernwerkE.DIS, und Hansewerk -  genutzt. So sorgt E.ON dafür, dass in Deutschland weniger neue Leitungen im Ortsnetzbereich benötigt werden. Zusätzlich wird durch die Reduzierung der erforderlichen Netzausbaukosten auch zur Entlastung der Verbraucher beigetragen. Mit der bundesweiten Installation in allen regionalen Verteilnetzen von E.ON, ist der regelbare Ortsnetztransformator die erste intelligente Netztechnologie (SmartGrid), die Serienreife erlangt hat. Dies beweist, dass intelligente Stromnetze nicht nur Zukunftsmusik, sondern bereits Realität sind. Im Jahr 2014 hat E.ON bereits 180 Stück dieser intelligenten Trafos eingebaut und ist damit führend in Deutschland.

Regelbare Ortsnetztransformatoren

Transformatoren verbinden die verschiedenen Spannungsebenen des Stromnetzes miteinander. Sie werden verwendet um Wechselspannungen zu erhöhen oder zu verringern. Das überregionale Höchst- und Hochspannungsnetz ist über Umspannwerke mit dem Mittelspannungsnetz der regionalen Verteilnetze verbunden. In Transformatorenstationen wird die Elektrizität des regionalen Verteilnetzes mit der Mittelspannung von 10.000 - 36.000 Volt zur Versorgung der Niederspannungsendkunden auf die im Ortsnetz verwendeten 400 Volt Leiter-Spannung transformiert.

Genau in diesem Bereich kommen die regelbaren Ortsnetztransformatoren zum Einsatz. Technisch gesehen unterscheidet sich der regelbare von einem handelsüblichen Ortsnetztrafo dadurch, dass er mit Zusatzkomponenten ausgestattet ist, die es ermöglichen das Übersetzungsverhältnis unter Last, d.h. ohne Versorgungsunterbrechung, zu verändern. Es ist sozusagen ein Ortsnetztrafo mit Gangschaltung. Das Konzept des stufbaren Trafos ist im Prinzip nicht neu, tatsächlich sind so gut wie alle Großtrafos regelbar. Neu sind die speziellen Anforderungen an technische Lösungen, die im Ortsnetz verbaut werden.

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