Mit LEDs in eine strahlende Zukunft wechseln

Aufgeklärt: 5 Mythen zu LED-Leuchten

LED-Leuchten sind die Leuchtmittel der Zukunft. Um die Vor- und Nachteile der Leuchtkörper ranken viele Mythen, der folgende Faktencheck räumt mit den Vorurteilen auf.

  • Mythos 1: Die Lichtfarbe von LED-Lampen ist unnatürlich
    Das Sonnenlicht hat einen Farbwiedergabeindex (CRI) von 100, wie auch die Glühbirne. Lampen mit einem CRI > 80 liefern eine natürliche Farbwiedergabe. Mit einem CRI von bis zu 95 erreichen hochwertige LEDs nahezu denselben Farbwiedergabeindex wie Glühbirnen.

  • Mythos 2: Für eine komplette Umrüstung sind LED-Lampen zu teuer
    Wer lediglich auf den Kaufpreis schaut, findet LEDs viel zu teuer. Wird jedoch sinnvollerweise die Effizienz und Lebensdauer berücksichtigt, rechnet sich die Investition in die teure LED-Lampe häufig bereits nach zwei Jahren. Zudem lassen sich moderne LEDs dimmen und ermöglichen jederzeit die gewünschte Atmosphäre.

  • Mythos 3: In der Herstellung sind LEDs viel energieintensiver
    Für die Produktion einer LED werden rund 4,1 kWh mehr benötigt, als für die Herstellung einer Glühbirne – soweit richtig. Eine Glühbirne leuchtet im Schnitt jedoch nur 1000 Stunden, während eine LED über 25 Jahre halten kann. In puncto Ökobilanz und Energieeffizienz hat die LED also klar die Nase vorn.

  • Mythos 4: LED-Lampen erzeugen Elektrosmog und sind giftig
    Von den verschiedenen Leuchtmitteln auf dem Markt geben Halogenlampen am meisten Strahlung ab. LEDs werden hingegen mit nahezu strahlungsfreiem Gleichstrom betrieben. LED-Lampen sind so strahlungsarm wie Glühlampen. Zudem enthalten LEDs angeblich giftiges Quecksilber, wie die Energiesparlampen. Tatsächlich jedoch sind LED-Lampen frei von Quecksilber, sie entsprechen der europäischen Richtlinie 2002/95/EC.

  • Mythos 5: LEDs sind zu hell oder nicht hell genug
    Die Auswahl an LEDs ist riesig, Unterschiede gibt es bezüglich des Lichtstroms, der Optik, der Lichtbündelung und Farbtemperatur. Mit LEDs lassen sich verschiedene Helligkeiten realisieren, dabei spielen auch die Montage und Raumgestaltung eine wichtige Rolle.
  • Man braucht auch nicht lange zu suchen, um überall auf LEDs zu stoßen.

  • Diese Form von LED-Lampen dürften die meisten im Kopf haben, wenn das Wort LED fällt. Insgesamt gibt es aber einige Varianten sowie Einsatzmöglichkeiten.

  • Mit der Lichterkette ist die Grillparty direkt viel schöner!

  • LED-Lichtstreifen lassen sich individuell nutzen um Beleuchtungsakzente in den eigenen vier Wänden zu setzen.

  • LED-Lampen sind für gewöhnlich nicht von anderen Leuchten zu unterscheiden. Die Farbtöne gibt es für jeden Wunsch.

  • Auch etwas ungewöhnlicher lassen sich LEDs einsetzen, zum Beispiel als Lampe, die Gemüse beim Wachsen hilft.

  • Auch Vintage-Birnen gibt es als LED-Variante – Edison hätte seine pure Freude gehabt.

FAQs - Die häufigsten Fragen zu LED-Leuchten

LED ist die Abkürzung für „Light Emitting Diode“, es handelt sich um eine Leuchtdiode. Sie strahlt Licht, Infrarotstrahlung oder Ultraviolettstrahlung mit einer bestimmten Wellenlänge aus. Als Leuchtmittel kommen LEDs dank stetig verbesserter Lichtausbeute (seit Ende der 1990er Jahre) zum Einsatz. Der Wirkungsgrad liegt derzeit bei bis zu 25 Prozent. Bei der klassischen Glühbirne wird nur fünf Prozent der Energie in Licht umgewandelt – der Rest verpufft als Abwärme.

Weniger Watt bedeutet weniger Stromverbrauch. Im Vergleich zur klassischen Glühbirne benötigt eine LED eine viel geringere Leistung, um gleich hell zu leuchten. Eine LED mit einer Leistung von 10 Watt kann etwa 1000 Lumen erzeugen, mit 20 Watt 1500 Lumen und mit 50 Watt zwischen 3500 und 4000 Lumen.

Beispiele: Glühbirne mit 15 Watt = LED mit 2-3 Watt, 60 Watt Glühbirne = 8-12 Watt LED.

Die Angabe der Helligkeit erfolgt mit Lumen pro Watt, der Wert beschreibt die Lichtausbeute. Diese errechnet sich aus dem von der Leuchte abgegebenen Lichtstrom und ihrer Leistung (in Watt). Mit einer 15-Watt Glühbirne lässt sich eine Helligkeit von 100 Lumen erreichen, die LED-Birne erreicht die 100 Lumen mit 3 Watt.

g verarbeitete LEDs mit einem guten Netzgerät weisen eine Lebensdauer von 20.000 bis 50.000 Stunden auf. Nach Ablauf dieser Zeit ist die Lichtausbeute um rund 30 Prozent reduziert – können aber theoretisch bis zu 100.000 Stunden weiterverwendet werden. LEDs fallen in der Regel nicht plötzlich aus, sondern leuchten mit der Zeit schwächer. Hohe Umgebungstemperaturen können die Lebensdauer verkürzen.

Auf der Verpackung einer LED-Lampe ist die Helligkeit in Lumen (lm) angegeben. Eine Glühbirne mit 40 Watt leuchtet mit einer Helligkeit von rund 400 lm. Als grobe Faustregel kann man die Wattzahl der zu ersetzenden Glühbirnen durch acht teilen und kennt dann die benötigte Wattzahl der LED.

Beispiel: Klassische Glühbirne mit 60 Watt / 8 = 7-8 Watt für eine LED mit minimal geringerer Helligkeit.

LEDs wandeln derzeit rund 20 bis 25 Prozent des Stroms in Licht um – der Rest ist Abwärme. Das Problem bei billigen LEDs: Manche Hersteller sparen beim Material und der Verarbeitung der Kühlkörper, diese LEDs werden ziemlich heiß. Bei hochwertigen LEDs lässt sich hingegen kaum eine Wärmeentwicklung feststellen.

In Leuchtdioden erzeugt ein Kristall aus zwei entgegengesetzt geladenen Schichten das Licht. Der Engländer Henry Joseph Round entdeckte das Prinzip bereits im Jahr 1907. Wenn Strom fließt, fallen Elektronen von der Seite mit Überschuss auf die Seite mit Mangel und geben ihre Energie in Form von Licht an die Umgebung ab – Elektrolumineszenz genannt.

SMD bedeutet „Surface Mounted Device“ (übersetzt „oberflächenmontierbares Bauteil“) und ist ein Fachbegriff aus der Welt der Elektronik. Eine SMD LED wird direkt auf der Leiterplatine angelötet und besitzt keine Drahtanschlüsse. Dadurch sind SMD LEDs kompakter und leichter, Anschlusswiderstände sind geringer und mechanische Vibrationsbelastungen werden besser vertragen.

Ratgeber LED: In drei Schritten die richtigen LEDs auswählen

Die Vorzüge der LEDs gegenüber alternativen Leuchtmitteln machen sie zu den Leuchten der Zukunft. Hauptvorteile sind der geringe Energieverbrauch und die hohe Lebensdauer. Trotz höherer Anschaffungskosten sind LEDs daher letztlich wirtschaftlicher als die Alternativen. Sie passen auch in herkömmliche Lampen und eröffnen aufgrund der geringen Größe zusätzlich völlig neue Designmöglichkeiten. Mit den folgenden drei Schritten fällt die Auswahl leicht und Sie kaufen die richtigen LED-Leuchten für sämtliche Räume im Haus oder in der Wohnung.

 

Schritt 1: Helligkeit, Lichtfarbe & Farbwiedergabe der LED-Leuchten auswählen

Zur Bemessung der Lichtleistung von Lampen hat die lange verwendete Watt-Angabe ausgedient. Stattdessen lassen sich moderne Energiespar-, Halogen- und LED-Lampen mithilfe der Angabe des Lichtstroms in Lumen (lm) vergleichen. Für eine Gegenüberstellung der Watt-Angabe herkömmlicher Glühbirnen mit einer entsprechenden Lichtleistung der LEDs eignet sich die offizielle EU-Angabe:

  • 15-Watt Glühbirne = LED mit 136 Lumen
  • 40-Watt Glühbirne = LED mit 470 Lumen
  • 60-Watt Glühbirne = LED mit 730 Lumen
  • 100-Watt Glühbirne = LED mit 1521 Lumen

Faustregel: Wattzahl der Glühbirne x 10 = entsprechender Lumenwert

Im Bad und in der Küche sollten Sie helleres Licht einsetzen, als beispielsweise im Wohnzimmer. Als Grundbeleuchtung empfiehlt sich

  • für Wohnräume und den Flur 100 lm/m²,
  • für Küche und Bad eignen sich 300 lm/m2.

Ergänzen Sie die Grundbeleuchtung mit weiteren Lichtquellen, wie Standleuchten im Wohnzimmer und Spiegelleuchten im Badezimmer. Die folgende Tabelle zeigt Beispiele für die Lichtplanung. Letztlich ist die richtige Helligkeit für einzelne Räume auch von den verwendeten Farben der Wände, der Einrichtung sowie dem subjektiven Empfinden abhängig.

RaumFläche in qmLumenMögliche Installation
Flur123 x 470 = 14103 Einbauleuchten
Badezimmer106 x 470 = 28206 Deckenleuchten
Küche1512 x 350 = 42006 Decken- und 6 Wandleuchten
Wohnzimmer405 x 730 = 3650Mischung aus Wand- und Deckenleuchten
Schlafzimmer122 x 470 + 2 x 136 = 940 + 272 = 12122 Decken- und 2 Wandleuchten

Empfohlener Lichtstrom für unterschiedliche Wohnräume.

Die Lichtfarbe und Farbwiedergabe

Selbstverständlich möchten Sie nicht nur helle, sondern ebenso schöne und zum Raum passende Beleuchtung. Die Lichtfarbe gibt an, ob das Licht einer LED-Lampe eher gelblich-warm oder bläulich kühl ist. Warmes Licht sorgt im Wohnzimmer für eine gemütliche Atmosphäre, im Arbeitszimmer fördert kalte Beleuchtung die Konzentration. Die Lichtfarbe wird als Farbtemperatur in Kelvin (K) gemessen, es gilt folgende grobe Einteilung:

  • Warmweiß: 2.700-3.300 K
  • Neutralweiß: 3.300-5.300 K
  • Tageslichtweiß: > 5.300 K

Die Lichtfarben wirken direkt auf die Stimmung. Warme beruhigen sie, kühl wirken sie eher anregend. Tabelle 2 zeigt Einsatzmöglichkeiten von LED-Leuchten mit unterschiedlicher Farbtemperatur auf.

FarbtemperaturWirkungEinsatzmöglichkeiten
2.700 KGemütlich & behaglich, wie GlühbirnenWohnräume, Verkaufsräume, Restaurants, Wartesäle
3.000 KWohnlich & unaufdringlich, ähnlich den Halogen-LeuchtenKonferenzräume und Büros, Hotels, Außenbeleuchtung
3.500 KSachliche & positive Stimmung, erzeugt AufmerksamkeitKlassische Farbtemperatur für Büroräume, auch in Hotels und Restaurants
4.000 KFreundlich, hell, unaufdringlichTypisch für Arztpraxen, Flure und Büroräume
5.400 KÄhnlich dem Tageslicht, anregendKrankenhäuser, Schulklassen, Labors
6.500 KTageslichtweiß, fördert KonzentrationBüros

Tipp: Für die meisten Haushalte eignen sich LED-Lampen mit 450 Lumen und 2700k, das warme Licht sorgt in den Wohnräumen für eine angenehme Wohlfühlatmosphäre.

Schritt 2: Die unterschiedlichen Formen

Hersteller bieten die LEDs in unterschiedlichen Formen an. Zur Auswahl steht die klassische Birnenform genauso wie die Globus- oder Kerzenform. Als Ersatz für Halogenstrahler eignen sich die LED Spots. Die verschiedenen Formen bündeln das Licht unterschiedlich und sorgen für eine bestimmte Ausleuchtung.

Schritt 3: Die Fassungen für die LED-Leuchten auswählen

Nach Auswahl von Helligkeit, Lichtfarbe, Farbwiedergabe und Form steht die Entscheidung für die richtige Fassung an. Ersetzt die LED-Lampe eine Glühbirne oder Energiesparlampe, kann man sich an der Fassung der alten Lampe orientieren. LEDs sind in sämtlichen Varianten erhältlich, es hat sich nichts geändert. Weiterhin sind die gängigsten Fassungen:

  • E27
  • E14
  • GU10
  • GU5.3 und
  • GU4.

Wählen Sie die LED-Lampen nach Ihren Anforderungen aus. Berücksichtigen Sie die gewünschte Helligkeit, Lichtfarbe und Farbwiedergabe für die einzelnen Räume und profitieren Sie von den wirtschaftlichen und technischen Vorteilen.

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