Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG)

Das deutsche Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG) regelt die bevorzugte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen ins Stromnetz und garantiert deren Erzeugern feste Einspeisevergütungen. Hier finden Sie die aktuellen Regelungen des EEG.

EEG Novelle 2014

Am 1. August 2014 ist die EEG-Novelle 2014 in Kraft getreten. Von den EEG-Änderungen sind viele Kunden in Deutschland betroffen.

Wesentliche Neuerungen beim EEG 2014 sind im Überblick:

  • Änderungen bei der Begrenzung der EEG-Umlage für stromkostenintensive Unternehmen (Besondere Ausgleichsregelung)
  • (Anteilige) EEG-Umlage auf Eigenverbrauch aus Eigenerzeugungsanlagen, jedoch Befreiung von Bestandsanlagen bis zu einer Überprüfung in 2017
  • Verpflichtende Direktvermarktung als grundsätzlicher Fördermechanismus für Erneuerbare Energien (EE) - Neuanlagen, Direktvermarktungs-Option für EE-Bestandsanlagen und kleinere Anlagen
  • Fernsteuerbarkeit ab 01.08.2014 als Voraussetzung für EE-Neuanlagen in Direktvermarktung, ab 01.04.2015 für EE-Bestandsanlagen in Direktvermarktung
  • Neu vorgegebene Ausbaupfade für EE in Deutschland: Wind und Sonne jeweils 2.500 MW/Jahr, Biomasse/Biogas 100 MW/Jahr; Ausschreibung aller Förderungen für EE-Neuanlagen ab 2017 vorgesehen
  • Reduktion der Einspeisevergütungen für EE-Neuanlagen, insbesondere bei Biomasse/Biogas und bei Wind
  • Für EE-Bestandsanlagen gilt Bestandsschutz nach Maßgabe von Übergangsbestimmungen

Weitere Details dazu lassen sich beispielsweise auf der Internetseite des Bundeswirtschaftsministeriums http://www.bmwi.de abrufen.

Zu drei Themen möchten wir Sie nachfolgend näher informieren.

EEG-Umlage bei Eigenversorgung

Anteilige EEG-Umlagesätze fallen für Eigenverbrauch aus Erneuerbare Energien (EE)- und hocheffizienten KWK-Anlagen wie folgt an:

  • 30% der EEG-Umlage vom 1. August 2014 bis Ende 2015
  • 35% der EEG-Umlage in 2016
  • 40% der EEG-Umlage ab 2017.

Eigenverbrauch aus anderen Anlagen wird grundsätzlich mit 100% der EEG-Umlage belastet. Jedoch besteht in folgenden Fällen für die Eigenversorgung eine vollständige Befreiung von der EEG-Umlage:

  • selbst verbrauchten Strom aus vor dem 1. August 2014 ans Netz gegangenen Bestandsanlagen (gilt bis Überprüfung in 2017 und Neuregelung durch Bundesregierung)
  • Kleine Eigenversorgungsanlagen bis zur Bagatellgrenze (bis 10 kW installierte Leistung und Befreiung bis 10.000 kWh/Jahr) Eigenversorgung aus 100% EE (vollständige Eigenversorgung aus EE, keine Inanspruchnahme von Förderungen für Strom der nicht selbst verbraucht wird)
  • Eigenversorgung aus Insellagen (Eigenversorger, die an kein Netz angeschlossen sind)
  • Kraftwerkseigenverbrauch

Falls Sie KWK-Anlagenbetreiber sind, können Sie nach Aussagen der Bundes-regierung eventuell im Rahmen der KWK-Förderung einen (Teil-)Ausgleich für entstehende Zusatzkosten erhalten, dies ist jedoch noch offen.

Besondere Ausgleichsregelung

Die wesentlichen Bestimmungen der Besonderen Ausgleichsregelung des EEG 2014 zur Begrenzung der EEG-Umlage für stromkostenintensive Unternehmen haben wir für Sie zusammengefasst und rechts zum Download für Sie bereitgestellt.

Mögliche Nachforderungen zur EEG-Umlage infolge des EU-Beihilfeverfahrens EEG 2012

Die Besondere Ausgleichsregelung des EEG 2012 wird derzeit in einem EU-Beihilfeverfahren auf Rechtskonformität mit den neuen EU-Umwelt- und Energiebeihilfeleitlinien 2014 überprüft. Die Bundesregierung und die EU-Kommission haben sich nach Verbändeinformationen hierzu bereits geeinigt:

Danach werden die neuen Umwelt- und Energiebeihilfeleitlinien für die Besondere Ausgleichsregelung des EEG 2012 für die Jahre 2013 und 2014 rückwirkend angewendet. Die Stromlieferanten werden daher voraussichtlich den Unternehmenskunden, die in diesen Jahren stärker entlastet wurden als nach den neuen Leitlinien zulässig, für 2013 25% und für 2014 50% des Differenzbetrages weiterberechnen müssen. Zulässig sind nach den neuen Leitlinien eine Begrenzung des zu zahlenden Gesamtbetrags auf 15% der EEG-Umlage, gedeckelt auf 4% der Bruttowertschöpfung des betreffenden Unternehmens bzw. auf 0,5% der Bruttowertschöpfung bei Unternehmen mit einer Stromkostenintensität von mindestens 20%.

Für den Fall, dass infolge des EU-Beihilfeverfahrens EEG 2012 die Übertragungsnetzbetreiber von den Lieferanten Differenzbeträge nachfordern, ist eine Weiterverrechnung dieser Nachforderungen durch die Lieferanten an ihre betroffenen Kunden im Einzelfall zu prüfen und durchzuführen.

Sie haben weitere Fragen rund um die EEG-Reform? Gerne stehen wir Ihnen zur Verfügung.

EEG-Umlage 2013

Von den Übertragungsnetzbetreibern ist die bundeseinheitliche EEG-Umlage für das Kalenderjahr 2013 in Höhe von 5,277 Cent/kWh ermittelt worden.

Bei der Berechnung der EEG-Umlage gehen die Übertragungsnetzbetreiber von einer erzeugten Menge Strom aus erneuerbaren Energien und aus Grubengas in Höhe von 134.442.893.000 Kilowattstunden als zu vergütende Strommenge aus. Weitere Informationen zur Berechnung der EEG-Umlage stehen auf folgender Internet-Seite zur Verfügung: www.netztransparenz.de.

EEG-Belastungsausgleich im Jahr 2012

Gemäß § 52 Absatz 1 des Gesetzes für den Vorrang Erneuerbarer Energien vom 25. Oktober 2008, zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes zur Änderung des Rechtsrahmens für Strom aus solarer Strahlungsenergie und zu weiteren Änderungen im Recht der erneuerbaren Energien vom 17. August 2012, sind Energieversorgungsunternehmen verpflichtet, die nach § 49 EEG 2012 erforderlichen Angaben im Internet zu veröffentlichen.

Die relevanten Daten der von E.ON Energie Deutschland GmbH an Letztverbraucherinnen und Letztverbraucher gelieferten Energiemengen im Jahr 2012 sind nachfolgend dargestellt. Sie entsprechen den Daten, die zum 31. Mai 2013 an die Übertragungsnetzbetreiber und die Bundesnetzagentur übermittelt worden sind.

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