Markt und Beschaffung Strom

Die Strombeschaffung findet in Deutschland an zwei Großhandelsmärkten statt. Einen Großteil des Volumens wickeln die Akteure im bilateralen OTC-Handel ab. Der zweite, im Vergleich umsatzschwächere Handelsplatz ist die Strombörse EEX in Leipzig.

OTC-Handel

Der Begriff „over the counter“ (OTC) bedeutet wörtlich „über den Schalter“.
Hier handeln die beiden Teilnehmer direkt untereinander oder über einen Broker als Vermittler. Beide Teilnehmer vereinbaren individuell Preis, Laufzeit und Basiswert für die Kontrakte. Im Gegensatz zum Börsen-Handel liefert der Verkäufer die ausgehandelten Strommengen in der Regel auch aus.

EEX-Handel

Die deutsche European Energy Exchange (EEX) ist eine der umsatzstärksten Energiebörsen in Europa. Anbieter und Nachfrager bleiben beim Börsenhandel anonym. Die Börse ist jeweils der Handelspartner. Angebote und die Nachfragen nimmt die Börse entgegen und führt sie zusammen. Die an der Börse gehandelten Kontrakte sind standardisierte Produkte mit unterschiedlichen Laufzeiten:

  • Day-Ahead (täglich)
  • Week-Ahead (wöchentlich)
  • Monate
  • Quartale
  • Jahre

Die Terminkontrakte der Börse sind so genannte Futures. Sie werden normalerweise nicht physisch sondern finanziell erfüllt. Aufgrund der höheren Transparenz des Börsenhandels gelten die EEX-Preise auch als Referenzpreise für den außerbörslichen Stromhandel.