Referenzen

Praxisbeispiele für dezentrale Energiegewinnung mit Wärme/KWK bei E.ON Deutschland

Wärmeversorgung der Stadt Oldenburg (Holstein)

  • Standort: Oldenburg, Holstein
  • Betreiber: E.ON Hanse Wärme (Netz)
  • Typ: 2 Blockheizkraftwerke (Biomethan, Biogas)
  • Leistung:
    637 / 1.065 kW elektrisch
    770 / 1.350 kW thermisch
  • CO2-Einsparung: ca. 4.750 Tonnen/Jahr
  • Inbetriebnahme: 2012 / 2008

In Oldenburg (Holstein) versorgt E.ON Hanse Wärme über ein Verbundnetz unter anderem mehr als 300 Wohneinheiten und viele öffentliche Einrichtungen. Die Blockheizkraftwerke werden mit Biomethan und Biogas betrieben. Mit rund 7.000 Betriebsstunden können die Blockheizkraftwerke den Grundwärmebedarf der angeschlossenen Einrichtungen abdecken.


Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung am Flughafen Berlin Brandenburg

  • Standort: Berlin, Brandenburg
  • Betreiber: E.DIS Contracting GmbH
  • Typ: 4 BHKW + 4 Heizkessel
  • Leistung BHKW (insgesamt): 
    8 MW elektrisch
    10,5 MW thermisch
  • Leistung Heizkessel (insgesamt): 60 MW thermisch
  • Kälte: 2 x 1,4 MW Absorption und 2 x 6 MW Kompression sowie 1 x 5 MW Kältespeicher
  • Inbetriebnahme: 2011    

Seit 2011 betreibt E.DIS eine KWKK-Anlage zur Energieversorgung des Flughafens Berlin Brandenburg mit rund 8 MW elektrischer Leistung. Gleichzeitig wird die Wärme- und Kälteversorgung des künftigen Hauptstadt-Airports abgedeckt. Eine technische Besonderheit ist der drittgrößte Kältespeicher Deutschlands mit einem Fassungsvermögen von 3.500 m³.


Gasturbinenkraftwerk in der Papierfabrik Fripa

  • Standort: Miltenberg
  • Betreiber: Bayernwerk Natur GmbH
  • Typ: Gasturbine
  • Leistung: 
    7,3 MW elektrisch
    10,5 MW thermisch
  • CO2-Einsparung: ca. 17.000 Tonnen/Jahr
  • Inbetriebnahme: 2009

Die Papierfabrik Albert Friedrich KG (Fripa) stand vor der Aufgabe ihre Energieerzeugungsanlage zu erneuern. Bayernwerk Natur installierte eine KWK-Anlage mit einer Gasturbine und einem Abhitzekessel, der 20 bar Dampf erzeugt. Der Abhitzekessel versorgt die Papierfabrik vollständig mit Prozesswärme. Mit dem Strom könnte rein rechnerisch eine Stadt mit rund 14.000 Einwohnern versorgt werden.


90% Erneuerbare Energien für die Leuphana Universität in Lüneburg

  • Standort: Lüneburg
  • Betreiber: Avacon Natur GmbH
  • Typ: Bioerdgas BHKW
  • Leistung: 
    1,1 MW elektrisch
    1,3 MW thermisch
  • CO2-Einsparung: ca. 1.900 Tonnen/Jahr
  • Inbetriebnahme: 2013

Ganzheitliches Energiekonzept – in ein bestehendes Heizwerk wird ein mit Bioerdgas befeuertes 1,1 MW KWK-Modul sowie eine Kälteanlage für die Kühlung des neuen Zentralgebäudes installiert. Avacon Natur ist für den Bau des Energieversorgungssystems und die Lieferung von Wärme und Kälte aus regenerativen Energien zuständig. Durch die Integration in ein bestehendes Fernwärmegebiet  wird ein höherer Einsatz des Bioerdgas-BHKWs ermöglicht.


Drei hochmoderne Blockheizkraftwerke im Klinikum Bayreuth

  • Standort: Bayreuth
  • Betreiber: Bayernwerk Natur GmbH
  • Typ: BHKW Kuntscha & Schlüter
  • Leistung: 
    711 kW elektrisch
    1,1 MW thermisch
  • CO2-Einsparung: ca. 2.200 Tonnen/Jahr
  • Inbetriebnahme: 2012

Das Klinikum Bayreuth wird von drei hochmodernen Blockheizkraftwerken der Bayernwerk Natur versorgt. Die Anlagen ersetzen die bestehende KWK-Anlage. Die Rauchgase werden durch einen Dreiwege-Katalysator gereinigt und unterschreiten sogar die geforderten Emissionswerte. Das Klinikum spart mit dieser Lösung knapp 25% der ursprünglichen Energiekosten ein.


Steuerung von kleinen BHKW in der Gemeinde Osterhofen

Im Rahmen des Smart Local Generation (SLG) Forschungsprojekts von E.ON Bayern und Viessmann wird im niederbayerischen Osterhofen die ökologische und ökonomische Steuerung von kleinen Blockheizkraftwerken (BHKW) untersucht.

Da die Anlagen des Projekts mit einem Wärmespeicher versehen sind, müssen sie nicht mehr unbedingt dann laufen, wenn Wärme benötigt wird, sondern können in Zeiten verlagert werden, in denen keine Netzüberlastung vorkommt. Bei drohender Netzüberlastung wird im Speicher des BHKWs eine elektrische Wärmeerzeugung zugeschaltet, die gezielt Leistung aus dem Netz nimmt.

Zudem werden die Speicherbewirtschaftung und die Laufzeiten so optimiert, dass ein möglichst großer Teil des erzeugten Stroms vom Kunden selbst verbraucht werden kann. Nur die darüber hinausgehenden Erzeugungsmengen werden gezielt in ein Zeitfenster verlagert, in dem ins Netz eingespeister Strom eine möglichst hohe Bewertung an der Börse erzielt. Die Teilnehmer dieses Modellprojektes aus Osterhofen erzeugen mit kleinen BHKW-Anlagen umweltfreundlich Wärme für ein Schwimmbad, eine Turnhalle, einen Bauernhof und ein Wohnhaus.