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Strom / Heizstrom
FAQ

Stromsteuer - was ist das eigentlich?

Die Stromsteuer fällt immer dann an, wenn der Endverbraucher Strom aus dem Versorgungsnetz entnimmt.
Steuerschuldner ist der Versorger, der die Stromsteuer dann an den Stromendkunden weiter verrechnet. Sie beträgt derzeit 2,05 Cent/kWh. Gesetzesgrundlage ist das Stromsteuergesetz (StromStG)


Unter welchen Voraussetzungen gelten Steuerbefreiungen?

Von der Steuer befreit ist:

  • Strom, der aus einem Netz (oder einer entsprechenden Leistung) entnommen wird, welches sich ausschließlich aus erneuerbaren Energieträgern speist
  • Strom, der zur Stromerzeugung eingesetzt wird. (zum Beispiel in den Neben- und Hilfsanlagen einer Stromerzeugungseinheit oder in Pumpspeicherkraftwerken).
  • Strom aus Anlagen mit einer elektrischen Nennleistung von bis zu zwei Megawatt, wenn dieser im räumlichen Zusammenhang verbraucht wird.
  • Strom aus Notstromaggregaten bei Störung der sonst üblichen Stromversorgung.
  • Strom, den Unternehmen des produzierenden Gewerbes für bestimmt energieintensive Prozesse verbrauchen, wird auf Antrag erlassen, erstattet oder vergütet.

Wer kann bei der Stromsteuer sparen?

Sparen können Unternehmen des produzierenden Gewerbes und der Land- und Forstwirtschaft, die Strom für betriebliche Zwecke entnehmen. Diese Unternehmen bekommen die gezahlte Stromsteuer auf Antrag zum Teil erstattet. Und das aus gutem Grund: Bereits die ursprüngliche Gesetzesbegründung von 1998 verweist darauf, dass das Energiepreisniveau in Deutschland eines der höchsten in der EU ist. Ohne eine steuerliche Entlastung ist für energieintensive Unternehmen eine Beeinträchtigung der Wettbewerbsfähigkeit nicht auszuschließen. Dieser Begründung folgt der Gesetzgeber bis heute, knüpft die Steuerentlastung allerdings an immer mehr Bedingungen.


Welche Unternehmen zählen zum produzierenden Gewerbe?

Zum produzierenden Gewerbe zählen Unternehmen, die einem entsprechenden Wirtschaftszweig der Klassifikation der Wirtschaftszweige des Statistischen Bundesamtes, (Ausgabe 2003), zuzuordnen sind.
Dies sind Unternehmen des Bergbaus, des verarbeitenden Gewerbes, des Baugewerbes und der Elektrizitäts-, Gas-, Fernwärme- oder Wasserversorgungswirtschaft. Über die Zuordnung eines Unternehmens entscheidet das zuständige Hauptzollamt.

Unternehmen müssen Ihre Tätigkeiten im Antragsjahr dem Hauptzollamt beschreiben, und so Ihre Zugehörigkeit zum produzierenden Gewerbe nachweisen.

Bitte beachten Sie, dass diese Ausführungen nur einen kleinen Einblick in das Stromsteuergesetz darstellen und keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Für eine individuelle Beratung und weiterführende Informationen wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater. 

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