Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen. Diese Website verwendet Cookies, um das Surferlebnis zu verbessern. Mit dem Klick auf „Bestätigen“ willige ich ein, dass die in E. und L. genannten Cookies zu Webanalyse- und Marketingzwecken gesetzt werden. Diese Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung.
Bestätigen Ablehnen
Service
FAQ

Wer erstellt einen Energieausweis?

Gemäß der Energieeinsparverordnung (EnEV) ist ein Vermieter oder Verkäufer verpflichtet, dem Mieter oder Käufer einen Nachweis über den Energiebedarf des Gebäudes vorzulegen. Dieser Nachweis wird als Energieausweis bezeichnet und manchmal auch als "Energiepass", der im Original oder in Kopie dem Kauf- oder Mietvertrag als Anlage beigefügt wird.


Bei Neubauten wird der Energieausweis für den fertig gestellten Bauzustand ausgestellt. Wer den Energieausweis für Neubauten erstellt, ist auf Landesebene geregelt (siehe § 16 EnEV).

Bestandsimmobilien benötigen einen Energieausweis bei Verkauf oder Neuvermietung bzw. NeuverpachtungEin Ausweis für ein bestehendes Gebäude kann unter anderem von einem Architekten oder Bauingenieur erstellt werden. Eine vollständige Liste finden Sie in § 21 EnEV.


Die Gültigkeitsdauer liegt bei bis zu 10 Jahren. Eine Verlängerung des Ausweises ist nicht möglich. Energieausweise werden immer für ganze Gebäude und nicht für einzelne Wohnungen ausgestellt, wobei es zwei Arten gibt.  


Art des Energieausweis

In Deutschland gibt es neben dem bedarfsorientierten Energieausweis den verbrauchsorientierten Energieausweis, der allerdings nicht für jedes Gebäude zulässig ist. Für gemischt genutzte Gebäude, z.B. Wohn- und Geschäftshäuser, gelten besondere Anforderungen.


Bedarfsausweis

Sind Sie Immobilieneigentümer eines Neubaus ist grundlegend ein Bedarfsausweis erforderlich, da noch keine Verbrauchsdaten vorliegen. Hat Ihre Immobilie maximal vier Wohneinheiten und liegt die Bauantragstellung vor dem 1.11.1977, müssen Sie einen Bedarfsausweis erstellen lassen. Ausnahmen bilden Gebäude, die durch spätere Sanierungen mindestens dem Anforderungsniveau der Wärmeschutzverordnung (WSchV) von 1977 entsprechen. Dann dürfen Sie auch einen Verbrauchsausweis beantragen. 

Besitzen Sie ein Bestandsgebäude mit mindestens fünf Wohneinheiten oder ein Nicht-Wohngebäude, können Sie uneingeschränkt zwischen Bedarfs- oder Verbrauchsausweis wählen. 


Verbrauchsausweis

Der verbrauchsorientierte Ausweis wird auf Grundlage gemessener Verbrauchsdaten erstellt, wie zum Beispiel mittels drei zusammenhängender Abrechnungen des Energieversorgers. Der Verbrauchsausweis stellt somit den tatsächlich Energieverbrauch dar. Er kann somit bei Mehrfamilienhäusern und älteren, sanierten Immobilien beantragt werden.  


Gründe für den Energieausweis

Der Energieausweis dient dem Käufer oder Mieter zur Einschätzung des zu erwartenden Energiebedarfs bzw. -verbrauchs, je nach Ausweisart. Außerdem bietet er Informationen zur energetisch relevanten technischen Ausstattung des Gebäudes. 

Weiterhin erfasst der Energieausweis mittels unterschiedlicher Kernwerte die Energieeffizienz eines Gebäudes. Er ist damit wichtiger Richtwert für die Bewertung bei Neubau- oder Modernisierungsmaßnahmen. Somit kann er auch bei der Planung von kostengünstigen Modernisierungsmöglichkeiten herangezogen werden, wie bspw. als Ratgeber bei der Investition in eine moderne Heizungsanlage.


Weitere Informationen zum Thema Energieeffizienz finden Immobilieneigentümer hier.  



Ähnliche FAQs