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Umweltzone - freie Fahrt fürs Elektroauto

Umweltzone - freie Fahrt fürs Elektroauto

02.10.2018

Der Diesel-Skandal ist in aller Munde und immer mehr Städte denken laut über ein generelles Fahrverbot bestimmter Schadstoffklassen nach. Aber sind davon auch Elektroautos betroffen und müssen die sauberen E-Fahrzeuge ebenfalls draußen bleiben? Frag E.ON liefert Ihnen die wichtigsten Antworten rund um die Umweltzonen und informiert darüber, warum Sie die Umweltplakette für Elektroautos brauchen und wo Sie diese bekommen.


Was ist eine Umweltzone?

Zum Schutz der Gesundheit und um die von der EU vorgeschriebene Luftqualität in städtischen Ballungszentren einhalten zu können, wurden im Jahr 2007 sogenannte Umweltzonen eingeführt. Aktuell existieren deutschlandweit insgesamt 57 Umweltzonen. Auf diesem Wege wird versucht, die europaweit festgelegten Jahresgrenzwerte der Feinstaubbelastung in Höhe von 40 µg/m3 nicht zu überschreiten. Ebenso soll dadurch der Ausstoß von Stickstoffoxiden weiter reduziert werden.


Eine Umweltzone ist mit einem rechteckigen Schild gekennzeichnet, auf dem ein Verbotszeichen die Zufahrt verweigert. Durch ein Zusatzschild, auf dem die verschiedenen Feinstaubplaketten abgebildet sind, werden bestimmte Kraftfahrzeuge vom Zufahrtsverbot ausgenommen. Ebenso eingefahren werden darf auch mittels einer Sondergenehmigung sowie in der Regel mit Fahrzeugen, die ein Oldtimer- bzw. ein E-Kennzeichen besitzen.


Was ist der Unterschied zwischen der Abgasnorm und der Schadstoffklasse?

Bei der Vergabe einer Umweltplakette kommt es vor allem auf die Schadstoffklasse eines Fahrzeugs an. Diese findet sich in der Zulassungsbescheinigung Teil I unter dem Punkt 14.1 bzw. bei älteren Fahrzeugmodellen (vor 2005) in Feld 1. Allerdings stimmen die hier angegebenen Emissionsnormen nicht immer auch mit den aktuell gültigen Schadstoffklassen überein. Dadurch kann ein Fahrzeug, das eine bestimmte Abgasnorm erfüllt, dennoch in eine schlechtere Emissionsklasse eingeordnet werden. Denn hierfür ist in erster Linie der tatsächliche Feinstaubausstoß relevant.


Was ist eine Feinstaubplakette überhaupt?

Seit März 2007 müssen Benzin- oder Diesel-Fahrzeuge entsprechende Abgasnormen erfüllen. Die jeweils erzeugte Schadstoffbelastung soll kenntlich gemacht werden. Je nach Feinstaubausstoß wird das Kraftfahrzeug dann einer entsprechenden Schadstoffgruppe zugeteilt.


Brauchen Elektroautos eine Umweltplakette?

Bereits seit 2007 gibt es in deutschen Städten und Kommunen sogenannte Umweltzonen. In diesen gekennzeichneten Bereichen dürfen nur Autos fahren, die vergleichsweise wenig Schadstoffe und Feinstaub ausstoßen. In einer EU-weiten Maßnahme wurden Umweltplaketten für PKW definiert - diese orientieren sich an den Ampelfarben rot, gelb und grün.


Elektrisch betriebene Fahrzeuge produzieren bekanntlich keine Abgase. Brauchen Elektroautos trotzdem eine Umweltplakette? Ja, auch für E-Autos wird die grüne Umweltplakette benötigt. Wer keine solche grüne Plakette an seine Windschutzscheibe anbringt, muss bei einer Kontrolle mit 80 Euro Geldbuße rechnen.


Welche Umweltplaketten gibt es?

Rot:Kraftfahrzeuge der Schadstoffgruppe 2, hier herrscht ein Einfahrverbot für Fahrzeuge der Schadstoffgruppe 1, die keine Umweltplakette besitzen.

Gelb: Kraftfahrzeuge der Schadstoffgruppe 3, hier gilt ein Einfahrverbot für Fahrzeuge der Schadstoffgruppe 2 und 1, also jene mit roter Plakette und ohne gültige Umweltplakette.

Grün: Kraftfahrzeuge der Schadstoffgruppe 4, hier liegt ein Einfahrverbot für Fahrzeuge mit roter und gelber Plakette sowie ohne Feinstaubplakette vor.

Blau: Kraftfahrzeuge der Schadstoffgruppe 5, dieses Verbot existiert aktuell zwar noch nicht, wird aber im Zuge der Diesel-Debatte voraussichtlich eingeführt und verwehrt allen Fahrzeugen mit roter, gelber und grüner sowie ohne Umweltplakette die Einfahrt.


Wo gibt es die Feinstaubplakette?

Die Umweltplakette kann entweder ganz einfach online bestellt oder auf dem Postweg bei der Zulassungsstelle angefordert werden. Alternativ ist die Plakette auch bei den offiziellen Ausgabestellen der zuständigen Zulassungsbehörden erhältlich. Ebenso dürfen die für die Durchführung von Abgasuntersuchungen offiziell anerkannten Stellen wie Kfz-Werkstätten, Tankstellen oder Organisationen (TÜV, Dekra, etc.) die Umweltplakette ausstellen.


Wie? Die Feinstaubplakette kann entweder per Post zugestellt oder persönlich abgeholt werden.

Wo? Die verschiedenen Plaketten sind unter Vorlage der Fahrzeugpapiere bei jeder der oben genannten Ausgabenstellen erhältlich.

Wie viel? In der Regel kostet die Umweltplakette zwischen 9,90 Euro und 15,- Euro inkl. Mwst. und Versand. Bei der jeweiligen Stelle direkt vor Ort ausgestellt, wird es mit 6,- Euro (inkl. MwSt.) deutlich günstiger.


Welche Strafen drohen bei Missachtung der Umweltzone?

Generell gilt: Ohne gültige Feinstaubplakette droht beim Befahren einer Umweltzone ein Bußgeld in Höhe von 80 Euro. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Auto fährt oder lediglich auf einem Parkplatz abgestellt wurde. Die Strafe wird übrigens auch dann fällig, wenn eine Umweltzone befahren wird, in der eine bestimmte Feinstaubplakette vorausgesetzt wird. Wer also mit einer gelben Plakette in einer „grüne Umweltzone“ unterwegs ist, sollte sich besser nicht erwischen lassen.

Gut zu wissen:Die Feinstaubplakette ist nur dann gültig, wenn das darauf vermerkteKennzeichen mit dem am Fahrzeug befestigten Nummernschild übereinstimmt.


Braucht ein Elektrofahrzeug mit E-Kennzeichen auch eine grüne Umweltplakette?

Auch wenn das Elektroauto emissionsfrei unterwegs ist, muss es genauso wie jedes andere Fahrzeug mit einer Feinstaubplakette versehen werden. Denn das mit einem zusätzlichen E am Ende ausgewiesene Kennzeichen befreit nicht von der Nachweispflicht für den Schadstoffausstoß. Dementsprechend muss auch bei einem Elektroauto die grüne Plakette an die Windschutzscheibe geklebt werden, um eine Umweltzone befahren zu dürfen. Ansonsten droht wie jedem anderen Fahrzeug auch, eine saftige Geldbuße.


Welche Vorteile bieten E-Kennzeichen und gültige Umweltplaketten für Besitzer eines Elektrofahrzeuges?

Elektroautos und Fahrzeuge mit Plug-In-Hybrid-Motor mit einer Mindest-Reichweite von 40 Kilometer per Elektroantrieb genießen zahlreiche Vorteile. Allerdings sind diese nicht allgemein gültig und können je nach Stadt, Bundesland und Region stark variieren. So profitieren private Besitzer wie auch Gewerbetreibende in erster Linie von attraktiven Fördergeldern beim Kauf und der Nutzung eines E-Autos. Hinzu kommen weitere Punkte wie kostenloses Parken im öffentlichen Raum, das Entfallen von Zufahrtsbeschränkungen und Durchfahrtsverboten als auch reduzierte Gebühren für Parkausweise. Der wichtigste Vorteil besteht aber vor allem darin, dass Elektrofahrzeuge von den geplanten Fahrverboten in den städtischen Umweltzonen nicht betroffen sein werden.

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