Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen. Diese Website verwendet Cookies, um das Surferlebnis zu verbessern. Mit dem Klick auf „Bestätigen“ willige ich ein, dass die in E. und L. genannten Cookies zu Webanalyse- und Marketingzwecken gesetzt werden. Diese Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung.
Bestätigen Ablehnen

SmartStrom Öko – der erste smarte Stromtarif von E.ON

12.04.2021

„Smart“ ist in aller Munde. Neben „smarten“ Autos, gibt es auch smarte Häuser und neuerdings auch den ersten smarten Stromtarif von E.ON: E.ON SmartStrom – den ersten Stromtarif von E.ON mit variablen Strompreisen, denn in diesem Stromtarif variiert der persönliche Strompreis nach Tageszeit.

 

Was Sie in diesem Beitrag erwartet:

·       Warum variable Strompreise?

·       E.ON SmartStrom kurz vorgestellt

·       Für wen sich dieser Stromtarif besonders lohnt

 

Einheits-Preis war gestern

Gemäß Energiewirtschaftsgesetz müssen Stromversorger seit 2011 ihren Haushaltskunden Stromtarife mit variablen Kosten pro Kilowattstunde anbieten. Neben klassischen Stromtarifen mit Fixpreis (außer Steuern und Abgaben) über die gesamte Vertragslaufzeit (hier gilt der vertraglich vereinbarte Strompreis rund um die Uhr), kann der Kunde bei variablen Tarifen Nutzen daraus ziehen, dass der Preis pro Kilowattstunde zu bestimmten Zeiten des Tages niedriger ist. In der Regel ist das meist nachts der Fall. 

Üblicherweise sind solche Tarife an feste Hoch- und eine Niedriglastzeit (Hochtarif und Niedrigtarif) gebunden und werden über einen 2-Tarifzähler abgerechnet. Mit der Einführung von digitalen Stromzählern bzw. intelligenten Messeinrichtungen stehen den Versorgern somit neue Möglichkeiten zur Verfügung, mehrere Zeitfenster mit tages- oder stundenvariable Strompreisen anzubieten. Für den interessierten und engagierten Kunden ergeben sich also neue Möglichkeiten, die eigenen Stromkosten zu beeinflussen, indem bestimmte Verbraucher, beispielsweise Elektroautos, zu den Zeiten mit Strom versorgt werden, in denen der Strompreis niedriger ist.

 

Drei Zeitfenster für Storm

Auch E.ON bietet seinen Stromkunden die Möglichkeit, von den gesetzlichen Bestimmungen in Form eines variablen Stromtarifes zu profitieren. Voraussetzung ist eine intelligente Messeinrichtung, also ein digitaler Stromzähler, den sowieso alle Haushalte nach und nach als Ersatz für den alten Drehscheibenzähler erhalten. Im Rahmen eines Vertragsabschlusses wird der neue Stromzähler installiert. 

Mit ihm kann man genau erfassen, wann im Haushalt wieviel Strom verbraucht wird. Die Auswertung der Daten erfolgt dabei natürlich unter strengen Datenschutzbestimmungen. Für den Stromkunden bietet sich die Möglichkeit, seine Stromkosten individueller zu gestalten. Im E.ON SmartStrom-Tarif werden drei Zeitfenster angeboten. In jedem der drei Fenster gilt ein anderer Strompreis.

Mit dem Sparen geht es bereits um 16 Uhr los, hier gilt der preisreduzierte Hochtarif II und zwar bis 21 Uhr. Haushaltsgeräte wie die Spülmaschine, die Waschmaschine als auch der Herd, für die Abendessen-Vorbereitungen, können auf diese Weise preisreduziert genutzt werden. Noch mehr spart man zwischen 21 abends und 6 Uhr morgens – die perfekte Zeit, das Elektroauto mit frischer Energie zu versorgen. Auch alle anderen Verbraucher, die über die Nacht aktiv sind, z.B. Kühl- und Gefriergeräte oder der elektrische Warmwasserspeicher, profitieren vom besonders günstigen Strompreis, der mehr als 5 Cent unter dem morgens startendem Hochtarif I (6 bis 16 Uhr) gilt. Sicher ist es für viele Kunden problemlos möglich, in dieser Zeit besonders stromintensive Anwendungen zu reduzieren, seien es Haushaltsgeräte, z.B. Wasch- und Spülmaschine oder die Klimaanlage. In diesem Zeitfenster ist – falls vorhanden – die eigene Solarstromanlage besonders produktiv.

Der E.ON-SmartStrom passt perfekt in den Tagesablauf und erlaubt es Kunden, maximal von variablen Strompreisen zu profitieren. Ein wenig Umgewöhnung ist eventuell nötig. Doch die Einsparungen bieten sicher ausreichend Motivation und Lust, etwas Neues auszuprobieren.

 

Nachts das E-Auto laden

Für wen eignet sich der SmartStrom-Tarif? Nicht für jeden, denn nicht jeder Stromkunde kann und will seinen Stromverbrauch an die drei Zeitfenster anpassen. Doch keine Sorge, E.ON bietet eine Reihe weiterer attraktiver Stromtarife, um rund um die Uhr beim Strom Geld zu sparen.

Angesprochen fühlen sollten sich Haushalte mit Lust auf Neues, bei denen die angebotenen Zeitfenster zum vorhandenen Verbrauchsverhalten passen oder die motiviert sind, ihr Verbrauchsverhalten zukünftig daran anzupassen. Besonders attraktiv ist der Tarif natürlich für alle, die bereits ein Elektroauto oder andere stromintensive Verbraucher betreiben, z.B. elektrische Warmwasserspeicher, Saunen oder Klimageräte, die am Nachmittag bis abends für frische Kühle sorgen. Hierbei sollte bedacht werden, dass Strom kostbar ist und auch der günstigste Tarif sollte nicht zu übermäßigem Stromverbrauch verleiten.

Es gilt zwei Dinge zu beachten:

1.     Wohnort – die mögliche Einsparung bei der Nutzung des E.ON SmartStrom-Tarifes ist abhängig vom Netzentgelt in Ihrer Region, das Sie mit jeder verbrauchten Kilowattstunde mitbezahlen. Da der SmartStrom-Tarif bundesweit einheitlich ist, kann in Gebieten mit hohen Netzentgelten, z.B. in Brandenburg oder Schleswig-Holstein, ein individuell berechneter Strompreis, z.B. Ökofix von E.ON, günstiger sein.

2.     Verbrauch – je mehr Sie verbrauchen, desto größer ist das Sparpotential, insbesondere wenn Sie einen großen Anteil Ihres Stromverbrauches in die Zeit zwischen 21 und 6 Uhr morgens verschieben können – beispielsweise für das Aufladen eines Elektroautos.

Am besten ist es, wenn Sie also in einem Gebiet mit niedrigen Netzentgelten wohnen und gleichzeitig viel Strom benötigen, und diesen Verbrauch zu mindestens 40 Prozent in die Nachtzeit verschieben können. Auf dieser Webseite finden Sie einen Online-Rechner, mit dem Sie ihre Einsparungen berechnen können. Dazu geben Sie nicht nur ihre Postleitzahl und ihren Verbrauch ein, sondern können mit Hilfe der Schieberegler herausfinden, wie sich das Aufteilen der Verbrauchsanteile in die drei Zeitfenster auf den Jahresstrompreis auswirkt.


Abb: Für Ihre Region und Ihren Verbrauch den SmartStrom Öko berechnen


Tipp: Sie möchten sich zum Laden ihres Elektroautos eine Wallbox anschaffen und schließen einen Vertrag zur Belieferung mit dem E.ON SmartStrom-Tarif bis zum 15.5.2021 ab, erhalten Sie zusätzlich 100 Prozent Rabatt auf eine Wallbox aus dem Online-Angebot von E.ON.

Betreiben Sie bereits eine Solarstromanlage mit Stromspeicher oder planen Sie, dies zu tun, dann sollten Sie beachten, dass der günstige Strom vom Dach unter Umständen mit dem E.ON SmartStrom-Tarif konkurriert. Ein normaler Stromtarif könnte in diesem Fall die bessere Wahl sein. Andererseits kann der SmartStrom-Tarif  die Installation eines Stromspeichers ersetzen oder ergänzen, da damit nachts günstiger Strom genutzt werden kann. Sie sollten in jedem Fall vor dem Vertragsanschluss ihre Verbrauchssituation genau kennen und die verschiedenen Optionen durchrechnen.

 

Beispielrechnungen für SmartStrom Öko 


Basis der Berechnungen „normal“:

·       Haushaltsstromverbrauch: 3.500 kWh (62%)

·       Elektroauto (12.500 km/a; Verbrauch: 17 kWh/100 km): 2.125 kWh (38%)

·       Summe: 5.625 kWh

·       Vertragslaufzeit: 24 Monate

·       Stromqualität: 100% Ökostrom

·       Verbrauchsprofil SmartStrom: 40% nachts (=2.250 kWh), 40% tagsüber (=2.250 kWh), 20% abends (= 1.125 kWh)

·       Keine Solarstrom-Anlage

 Beispiel Brandenburg (hohe Netzentgelte)

E.ON SmartStrom: 151,06 € zzgl. 7,50 € pro Monat = 158,56 € pro Monat = 1.902,72  pro Jahr

Öko-Strom: 155,60  pro Jahr

 

Beispiel Berlin (niedrige Netzentgelte)

E.ON SmartStrom: 140,15 € zzgl. 7,50 € pro Monat = 147,65 € pro Monat = 1.771,80 € pro Jahr

Öko-Strom: 144,77 € pro Monat = 1.737,24 € pro Jahr

 

Basis der Berechnungen „hoch“:

·       Haushaltsstromverbrauch: 5.500 kWh (62%)

·       Elektroauto (20.000 km/a; Verbrauch: 17 kWh/100 km): 3400 kWh (38%)

·       Summe: 8.900 kWh

·       Vertragslaufzeit: 24 Monate

·       Stromqualität: 100% Ökostrom

·       Verbrauchsprofil SmartStrom: 40% nachts (= 3.560 kWh), 40% tagsüber (=3.560 kWh), 20% abends (= 1.780 kWh)

·       Keine Solarstromanlage

 

Beispiel Brandenburg (hohe Netzentgelte)

E.ON SmartStrom (PLZ 14532): 227,47 € zzgl. 7,50 € pro Monat = 234,97 € pro Monat = 2.819,64 € pro Jahr

Öko-Strom: 202,77 € pro Monat = 2.433,12 € pro Jahr

 

Beispiel Berlin (niedrige Netzentgelte):

E.ON SmartStrom: 212,40 € zzgl. 7,50 € pro Monat = 219,90 € pro Monat = 2.638,89 € 

Öko-Strom: 223,76 € pro Monat = 2.685,12 pro Jahr

4 Kommentare
2021-05-03T13:46:32Z
Montag, 03.05.2021 um 15:46 Uhr
Das klingt alles sehr kompliziert, wenn ich mir merken muss, wann ich welches Gerät idealerweise nutze. Gibt es nach der Auswertung meines Verbrauchs konkrete Tipps von Eon (etwa in einer Übersicht, die direkt auf mich angepasst ist), oder muss ich mir selbst alles merken?
2021-05-03T15:23:29Z
Montag, 03.05.2021 um 17:23 Uhr
Hallo Uwe,

welche Art von Tipps oder Übersichten wären denn hilfreich für Dich, um den Tarif optimal zu nutzen?

Grundsätzlich weiß man ja, welche Anwendungen besonders viel Strom verbrauchen und verschiebt deren Nutzung dann möglichst in die Abend- und Nachtstunden gemäß den genannten Zeitscheiben, also am besten nach 16 und noch besser nach 21 Uhr. Viel mehr musst du nicht beachten.


So lässt sich z.B. in den meisten Fällen die Spülmaschine so programmieren, dass diese zu einer bestimmten Uhrzeit losläuft und eben nicht "sofort". Auch das Laden des Elektroautos oder ein elektrischer Warmwasserbereiter kann programmiert oder mit einer Zeitschaltuhr versehen werden.


Gruß

Julian

2021-06-24T13:34:55Z
Donnerstag, 24.06.2021 um 15:34 Uhr
Kann ich den Stromtarif an die Smarten Steckdosen koppeln, so dass ich zB große Stromfresser zu teureren Zeiten gar nicht erst laden kann?
2021-06-24T14:08:29Z
Donnerstag, 24.06.2021 um 16:08 Uhr
Jochen71:
Kann ich den Stromtarif an die Smarten Steckdosen koppeln, so dass ich zB große Stromfresser zu teureren Zeiten gar nicht erst laden kann?

Hallo Jochen, da der jeweils geltende Tarif immer für alle Steckdosen und Geräte im Haushalt gilt, muss dieser nicht an smarte Steckdosen extra "gekoppelt" werden. Du kannst aber mit den Zeitprogrammen, die in den smarten Steckdosen hinterlegt werden können, dafür sorgen, dass bestimmte Geräte, z.B. Spülmaschinen oder Kühlschränke, nur zu bestimmten Zeiten genutzt werden können bzw. aktiv sind. Damit kannst du dann die Tarifzeiten, in denen weniger für den Strom bezahlt werden muss, besser ausnutzen.
Artikel kommentieren
Beitrag kommentieren
Hier können Sie Ihre Kommentierung eintragen. Achten Sie darauf, dass alle Inhalte in diesem Bereich öffentlich sind. Bitte posten Sie keine persönlichen Daten.
Hier können Sie Ihre Kommentierung eintragen. Achten Sie darauf, dass alle Inhalte in diesem Bereich öffentlich sind. Bitte posten Sie keine persönlichen Daten.

😄
Ähnliche Artikel