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Kabelsalat – das richtige Ladekabel für mein Elektroauto

20.11.2020

Das passende Ladekabel ist das wichtigste Utensil beim Elektroauto. Ohne dieses Zubehör ist ein Wiederaufladen zwar möglich, doch mit Hürden verbunden. Um das passende Ladekabel zu finden, sollte man seine Bedürfnisse und Anforderungen genau kennen.

Vorweg sei erwähnt, für Schnellladungen mit Gleichstrom gibt es keine Ladekabel zu kaufen. Hier sind die Kabel immer fest an der Ladestation angebracht. Sprich, für eine Ladung schneller als 22 kW benötigt man kein eigenes Kabel.


Wo lade ich eigentlich mein Elektroauto?

Sie können Ihr E-Auto an öffentlichen Ladestationen oder der eigenen Wallbox mit Typ 2 Anschluss laden. Diese Kabel gibt es glatt oder als gedrehte Spiralkabel. Welche Variante man nimmt, hängt vom eigenen Geschmack ab. Während ein Spiralkabel zu Beginn noch nicht auf dem Boden liegt und genügend Eigenspannung hat, um in der Luft zu hängen, kann man das glatte Kabel aufrollen und über den eigenen Stecker hängen, um somit Verschmutzen vorzubeugen.

Ladekabel mit Typ 2 Stecker von Mennekes

Abb: Ladekabel mit Typ 2-Steckern von Mennekes (Herstellerfoto)


Welche Ladekabel-Arten gibt es?

Über die Jahre haben sich weltweit verschiedene Steckertypen für das Laden von E-Fahrzeugen entwickelt: 

Typ 1-Stecker
Typ 2-Stecker
CCS-Stecker
CHAdeMO-Stecker
Tesla Supercharger
SchuKo-Stecker (Schutzkontakt-Steckdose)


Jedoch sind nicht alle Stecker für Sie relevant. 2013 hat die Europäische Kommission die Verwendung des CCS-Typ 2-Ladestecksystems als Standard für ganz Europa festgelegt. Die meisten öffentlichen Ladesäulen sind deshalb mit Typ-2-Steckern ausgerüstet, Ladeleistungen bis 43 kW sind möglich. 

Das sogenannte Combined Charging System (CCS) ergänzt den Typ-2-Stecker mit zusätzlichen Kontakten für die Schnellladung. Eine Leistung um die 50 kW ist derzeit gängig, bis zu 350 kW sind aber machbar. 

Auch an einer herkömmlichen Steckdose lässt sich ein Elektroauto theoretisch aufladen. Allerdings raten wir davon ab: Es besteht die Gefahr von Kurzschlüssen und Kabelbränden. 


Abb: Mit einem Typ 2-Kabel an einer Schnellladesäule laden (Foto: SD)


Ladekabel: Je länger desto besser?

Die Länge des Kabels ist abhängig von der Position des eigenen Ladeanschlusses und der Größe des Fahrzeugs. Das Kabel sollte mindestens so lang sein, dass es bis zum Ladepunkt spannungsfrei um das Fahrzeug gelegt werden kann.

Je länger ein Ladekabel ist, desto höher können aber auch die Leitungsverluste sein. Zwischen fünf und sieben Metern ist der Unterschied noch irrelevant, aber man sollte kein 50 Meter Ladekabel für sein E-Auto wählen.


Ein Beispiel: Steht das Fahrzeug auf dem ersten Ladeplatz und hat seinen Ladeanschluss hinten links, dann muss das Kabel über die gesamte Fahrzeuglänge (bspw. vier Meter) und Fahrzeugbreite (bspw. zwei Meter) zur Ladestation geführt werden. Sie benötigt mindestens ein Kabel mit 7,5 Meter Länge.

Juice Booster mit Adaptern von Juice Technology (Herstellerbild)

Abb: Juice Booster mit passenden Adaptern für gängige Steckdosen (Herstellerfoto)


Mobile Wallbox für unterwegs

Für gelegentliche Ausnahme, beispielsweise auf Campingplätzen oder bei Verwandtenbesuchen, benötigen Sie ein Ladekabel mit einer integrierten Wallbox. Macht spricht auch von einer mobilen Wallbox. Dieser Zusatz im Kabel sorgt für Sicherheit beim Laden an CEE, Kraftstrom- oder Schukosteckdosen. Hier gibt es neben dem Go-eCharger, NRG-Kick oder dem Juice Booster einige Modelle auf dem Markt. Diese mobilen Wallboxen verfügen meist über eine eigene App und diverse Sicherheitsmechanismen sowie Adapter um unterschiedlichen Steckdosen laden zu können.

 


4 Kommentare
2020-11-20T14:30:03Z
Freitag, 20.11.2020 um 15:30 Uhr
Sehr informativ! 👍
2020-11-23T13:22:37Z
Montag, 23.11.2020 um 14:22 Uhr
"mindestens ein Kabel mit 7,5 Meter Länge." – dann hab ich ja zum Glück alles richtig gemacht. :-D
2020-11-24T14:40:39Z
Dienstag, 24.11.2020 um 15:40 Uhr
Interessant. Was zahlt man für solch eine mobile Wallbox denn circa?
2020-11-24T17:12:51Z
Dienstag, 24.11.2020 um 18:12 Uhr
Derikk:
Interessant. Was zahlt man für solch eine mobile Wallbox denn circa?

Einen Go-e Charger mit 11kW bekommt man bereits ab 550€
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