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Ohne eigenen Stellplatz ein Elektroauto laden

08.10.2020

Eigenheimbesitzer mit eigenem Stellplatz können dieses Thema schnell abhaken. Doch wie sieht es für sogenannte Laternenparker ohne Stellplatz und eigener Lademöglichkeit aus? Schließlich hält sich vehement das Vorurteil, für ein Elektroauto brauche man eine eigene Lademöglichkeit, an der man das Fahrzeug wie sein Handy jeden Abend anschließt.

Genug Reichweite für eine Woche

Inzwischen liegt die reale Reichweite von Elektroautos bei 300 bis 400 Kilometern – auch im Winter. Macht man sich die Mühe und prüft, wie viele Kilometer man eigentlich am Tag fährt, wird man feststellen, dass viele Nutzer mit dieser Reichweite eine ganze Woche auskommen dürften.

Mehrere Studien ergaben, dass die durchschnittliche Fahrleistung deutscher Autofahrer bei 12.000 Kilometern im Jahr liegt. Das entspricht etwa 33 Kilometern pro Tag. Daraus ergibt sich eine wöchentliche Laufleistung von 231 Kilometern. Mit den oben erwähnten 300 bis 400 Kilometern Reichweite eines Elektrofahrzeugs hat man also noch einen Puffer für diverse Eventualitäten.


Aber wo soll ich laden?

Neben Apps wie der E.ON Drive-App gibt es Onlineübersichten wie beispielsweise Goingelectric.de mit einem Stromtankstellenverzeichnis, in dem öffentlich zugängliche Ladepunkte detailliert verzeichnet sind.

Ebenso bieten Google Maps und seit iOS14 auch Apples mobiles Betriebssystem die Möglichkeit, in den Karten nach Ladestationen zu suchen und sich direkt dorthin navigieren zu lassen.

Inzwischen gibt es in Deutschland über 61.000 Ladepunkte an mehr als 21.000 Standorten und sicher auch in der eigenen Nähe mehrere. 



Beim Einkaufen tanken

Immer mehr Handelsunternehmen bieten auch Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge an. Diese können aufgrund der geringen Anforderungen auch an kleineren Filialen realisiert werden. Reicht also ein wöchentlicher Ladevorgang für das eigene Bewegungsprofil, so kann dies während des Wocheneinkaufs auf dem Parkplatz eines Supermarktes oder Einkaufszentrums erledigt werden.

Sollte man als Mieter einen Stellplatz sein Eigen nennen, dann könnte die eigene Wallbox bald doch Wirklichkeit werden, da mit der WEG-Reform und der Überarbeitung des Wohneigentumsgesetzes auch Mieter und Eigentümer innerhalb einer Eigentümergemeinschaft das Recht haben, einen Ladepunkt zu installieren.

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4 Kommentare
2020-10-26T11:19:21Z
Montag, 26.10.2020 um 12:19 Uhr
Eine grundsätzliche Frage an die Experten: Wird eigentlich, durch Aus- und Anschalten des Motors mehr Batterieladung verbraucht? Wenn ja, würde das nicht bedeuten, dass man auf unterschiedlichen kurzen Strecken mehr verbraucht als auf einer langen?!
2020-10-26T11:35:47Z
Montag, 26.10.2020 um 12:35 Uhr
Eine Übersicht der Ladepunkte ist absolut sinnvoll. Aber wird mir denn auch angezeigt, ob eine anvisierte Ladestation evtl. bereits besetzt ist?
2020-10-26T11:39:31Z
Montag, 26.10.2020 um 12:39 Uhr
Hajo:
Eine Übersicht der Ladepunkte ist absolut sinnvoll. Aber wird mir denn auch angezeigt, ob eine anvisierte Ladestation evtl. bereits besetzt ist?


Hallo Hajo,
das wäre absolut wünschenswert, aber die Anzeige, ob ein Ladeplatz besetzt ist, funktioniert nicht immer. Entweder gibt es Parkplatzsensoren, die feststellen, dass ein Auto auf dem Stellplatz steht oder die Ladesäule muss die Information über den Server des Betreiber weiterreichen, dass aktuell geladen wird. Wie gesagt, da hakt es gelegentlich noch.
2020-10-26T11:43:43Z
Montag, 26.10.2020 um 12:43 Uhr
ArNo:
Eine grundsätzliche Frage an die Experten: Wird eigentlich, durch Aus- und Anschalten des Motors mehr Batterieladung verbraucht? Wenn ja, würde das nicht bedeuten, dass man auf unterschiedlichen kurzen Strecken mehr verbraucht als auf einer langen?!


Hallo ArNo,
der Verbrauch durch das häufigere An- und Ausschalten eines Elektroautos dürfte sich nicht spürbar im Verbrauch niederschlagen. Das Runter- und Hochfahren des Systems ist nicht sehr energieintensiv.
Der Verbrauch auf kürzeren Strecken ist höher, weil bei jedem (Ampel-)Stopp das Fahrzeuggewicht (häufig jenseits der zwei Tonnen-Marke) von Null auf 50 km/h in Bewegung gesetzt werden muss. Das benötigt die meiste Energie. Da hilft auch die Rekuperation nur bedingt. Bei einer Autobahnfahrt wird das Fahrzeug einmal beschleunigt und dann laufend in Bewegung gehalten (mit gelegentlichem Ausrollen oder Abbremsen). Darum fällt hier der Verbrauch geringer aus.
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