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Elektroautos gebraucht – ob es sich lohnt und was Sie beachten sollten!

01.10.2020

Elektroautos sind sauber, leise und günstig im Unterhalt. Trotz der aktuell hohen Innovationsprämie von Herstellern und der Bundesregierung sind Elektrofahrzeuge in der Anschaffung allerdings oft noch teurer als vergleichbare Verbrenner. Diese Differenz kann von einigen Fahrzeugen aufgrund geringerer Wartungs- und Betriebskosten wieder reingeholt werden. Doch nicht jeder kann oder möchte sich einen Neuwagen kaufen. Hier kann ein gebrauchtes E-Auto eine gute Alternative sein. 

 

Wachsender Gebrauchtwagenmarkt auch für Elektroautos

Im Jahr 2019 wechselten etwa 7,2 Millionen gebrauchte Pkw ihren Besitzer. Mit durchschnittlich 20.000 angebotenen elektrischen Gebrauchtwagen scheinen die Elektroautos auf dem Gebrauchtwagenmarkt bisher aber kaum eine Rolle zu spielen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Massenmodelle der Elektromobilität erst seit den letzten 1-2 Jahren am Markt sind - das durchschnittliche Alter eines in Deutschland verkauften Gebrauchtwagens liegt wiederum bei etwa 6,2 Jahren. Der Markt für gebrauchte Elektroautos wird also in den kommenden Jahren voraussichtlich weiterwachsen.

 

Lohnt es sich, jetzt ein gebrauchtes Elektroauto zu kaufen?

Aufgrund der staatlichen Förderung von Elektroautos mit bis zu 9.000 € wechseln derzeit auch viele Besitzer eines E-Fahrzeugs auf ein aktuelles Modell. Dies sorgt dafür, dass die Gebrauchtwagenpreise für Elektrofahrzeuge stark sinken. So sind aktuelle Modelle wie ein Peugeot i-On oder seine Geschwister-Modelle Citroen C-Zero und Mitsubishi i-Miev bereits ab 5.000 € zu haben. 

Im gleichen Preissegment bewegen sich Modelle des Renault Kangoo ZE oder Smart Fortwo Electric. Einen Elektro-Kleinwagen wie den Renault Zoe bekommen Sie bereits für um die 8.000 €. Wenn Sie auf der Suche nach einem günstigen, gebrauchten Elektroauto sind, können Sie also getrost jetzt zuschlagen! Denn auch der Kauf von jungen Gebrauchten wird unter bestimmten Voraussetzungen staatlich gefördert.

 

Elektroauto-Kleinwagen stehen auf einem Parkplatz.


Achtung bei Importen

Den Kult-Flitzer Fiat 500 gab es auch schon elektrisch! Achtung aber bei einem Kauf eines solchen Exoten. Der Fiat 500e wurde aufgrund verschärfter Umweltauflagen nur in zwei Staaten in den USA verkauft. Einen Garantieanspruch hierzulande gegen Fiat geltend zu machen oder gar an Ersatzteile zu kommen, könnte also schwierig werden und so den Spaß am „neuen“ alten Elektroauto trüben. Prüfen Sie unbedingt, ob der Importeur oder Händler hier über entsprechende Teile und Möglichkeiten verfügt.

Worauf kommt es bei einem gebrauchten Elektroauto an?

Egal ob Verbrenner oder E-Fahrzeug: Beim Gebrauchtwagenkauf gelten erst einmal ähnliche Regeln. 

  • Prüfen Sie den Jahreswagen oder Gebrauchtwagen auf Beschädigungen. Schauen Sie auch unter das Auto und werfen Sie einen Blick unter die Motorhaube!

  • Betrachten Sie den Innenraum genau.

  • Vereinbaren Sie eine Probefahrt, am besten zu zweit.

  • Wählen Sie bei einer Probefahrt Schnellstraßen sowie unebene Straßen, um unterschiedliche Gegebenheiten zu testen.

Grundsätzlich gilt: Ein Elektroauto hat weniger Verschleißteile als Verbrenner. So müssen weder Motoröl noch diverse Filter getauscht werden. Zudem deutet vieles darauf hin, dass der Verschleiß der Bremsen im Gegensatz zum Benziner oder Diesel bei E-Autos geringer ist. Wenn Sie ein Elektroauto gebraucht kaufen, sollten Sie trotzdem noch ein paar weitere Dinge beachten.


Kilometerstand

Für die Bewertung des E-Auto-Antriebs ist der Kilometerstand weniger entscheidend. Er ist eher wichtig für die Garantie. Viele Hersteller geben 8 Jahre oder 160.000 Kilometer Garantie auf den Akku und den elektrischen Antrieb. Es ist also durchaus möglich, einen günstigen Gebrauchten zu bekommen, der sogar noch Herstellergarantie besitzt.


Elektroauto-Batterie

Achten Sie darauf, ob der Akku gekauft oder gemietet ist! Einige Hersteller wie bspw. Renault oder Smart haben lange Zeit ihre Elektroauto-Akkus nur vermietet. Eine Batteriemiete kann bei einem Gebrauchtfahrzeug von Vorteil sein, da so das Risiko eines Defektes allein beim Vermieter/Hersteller liegt. Allerdings müssen Sie die Mietkosten, welche unter anderem von den gefahrenen Kilometern abhängen, zum Kaufpreis hinzurechnen. Passen Sie also auf, dass der günstige Wunschwagen nicht plötzlich doch sehr teuer wird. 
Einige Hersteller bieten aber auch an, den Akku auszulösen und für eine einmalige Zahlung zu kaufen.


Reichweite

Bei der benötigten Reichweite entscheidet auch das persönliche Fahrprofil. Fahren Sie viel Autobahn, sollten Sie auch Ihren Wunschwagen ganz normal auf der Autobahn testen. Schauen Sie genau hin, wie sich die Reichweite verhält.  Informieren Sie sich im Vorfeld in Foren wie z. B. goingelectic.de. Prüfen Sie Ihre täglichen Strecken und schauen Sie, wo man das Fahrzeug ggf. nachladen könnte und wie viel Batteriekapazität für Sie im Alltag ausreichend ist.


Lademöglichkeiten

Wie schnell lädt mein Wunschauto? Das ist eine der häufigsten Fragen bei Elektroautos und natürlich abhängig von Modell und Ausstattung. Auch die verbauten Lademöglichkeiten entlang Ihrer Strecke sowie die maximale Ladeleistung des Fahrzeugs sind davon abhängig, ob Ihnen die Reichweite des Fahrzeugs reichen kann. Die Ladeleistung wird in kW (Kilowatt) angegeben und die Batteriekapazität und der Verbrauch in kWh (Kilowattstunden). Prüfen Sie in Apps wie der E.ON Drive App welche Lademöglichkeiten sich auf Ihren täglichen Strecken befinden und über welche Ihr Wunschfahrzeug verfügt. Mit einer Wallbox können Sie ein Elektrofahrzeug  schnell zuhause aufladen.



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6 Kommentare
2020-10-02T07:32:22Z
Freitag, 02.10.2020 um 09:32 Uhr
vielen dank, sehr informativer Artikel. Ich wusste gar nicht, dass die Zoe schon so billig gebraucht sein kann. Das ist dann in der Tat eine echte Alternative zu den aktuellen Förderungen, die aber einfach fast unschlagbar sind: Für 100 Euro im Monat bekommt man einen Neuwagen mit Garantie, wenn natürlich auch nur für die leasingzeit. Da fällt es (mir) schwer, mich bei Gebrauchten umzusehen, die ja oft auch kleinere Batterien und ältere Elektronik / Navis haben. Aber als “Daily Rocker” für feste Arbeitswege eignen sich bestimmt auch die E-Autos der 1. Generation tadellos.
2020-10-06T10:18:43Z
Dienstag, 06.10.2020 um 12:18 Uhr
Wie findet man denn heraus, ob eine Batterie gekauft oder nur gemietet ist? Ist das im Fahrzeugschein vermerkt?
2020-10-06T12:15:26Z
Dienstag, 06.10.2020 um 14:15 Uhr
Rolledo65:
Wie findet man denn heraus, ob eine Batterie gekauft oder nur gemietet ist? Ist das im Fahrzeugschein vermerkt?


Dazu muss man den Verkäufer fragen. Bei Mietakkus steht dies für gewöhnlich auch bereits in der Anzeige. Man sollte aber bei einer Kaufbatterie darauf bestehen diese auch mit in den Kaufvertrag aufzunehmen. Der ADAC bietet hierfür auch entsprechende Vorlagen. Die Eigentumsverhältnisse der Batterie sind nicht im Fahrzeugschein aufgeführt.
2020-10-06T12:18:04Z
Dienstag, 06.10.2020 um 14:18 Uhr
Mark Pohlmann:
vielen dank, sehr informativer Artikel. Ich wusste gar nicht, dass die Zoe schon so billig gebraucht sein kann. Das ist dann in der Tat eine echte Alternative zu den aktuellen Förderungen, die aber einfach fast unschlagbar sind: Für 100 Euro im Monat bekommt man einen Neuwagen mit Garantie, wenn natürlich auch nur für die leasingzeit. Da fällt es (mir) schwer, mich bei Gebrauchten umzusehen, die ja oft auch kleinere Batterien und ältere Elektronik / Navis haben. Aber als “Daily Rocker” für feste Arbeitswege eignen sich bestimmt auch die E-Autos der 1. Generation tadellos.


Lieber Mark, ja für viele Pendler können bereits Elektroautos der ersten Generation eine gute Alternative sein.
Beim Vergleich zum Neuwagenleasing sollte man immer berücksichtigen, dass man das Fahrzeug wieder abgibt und keinen Gegenwert für sein gezahltes Geld hat außer die Nutzung über die Zeit.
Gebrauchte Fahrzeuge fallen weit weniger im Wert und können so auch nach Jahren wieder gut verkauft werden.
2020-10-26T13:35:37Z
Montag, 26.10.2020 um 14:35 Uhr
Ich hab gehört, dass es ein sog. Batterieprotokoll gibt. Kann man so etwas vom Verkäufer einfordern?
2020-10-26T16:25:52Z
Montag, 26.10.2020 um 17:25 Uhr
Clemens:
Ich hab gehört, dass es ein sog. Batterieprotokoll gibt. Kann man so etwas vom Verkäufer einfordern?


Ein herstellerübergreifendes und offizielles Protokoll gibt es leider nicht. Im Rahmen der Inspektion wird aber der Akku ausgelesen und der SoH Wert (State of Health) ermittelt.
Ein Autohaus sollte diesen Wert also Problemlos mitteilen können. Sollte ein privater Verkäufer diesen nicht parat haben, kann aber auch jeder mit einer App (bspw. Torque) und einem OBD2 Stecker (ab 20€ bei eBay) auslesen.
Vorsicht, einen Wagen mit 100% SoH wird man wohl kaum finden, da die Akkus in ihrem ersten Jahr verhältnismäßig viel einbüßen.
Ein gesunder Akku kann nach dem ersten Jahr zwischen 92 und 97% SoH haben. Danach verlieren die Akkus nur noch sehr wenig an Gesundheit. Durchschnittlich 1-2% in 5 Jahren
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