Diese Website verwendet Cookies, um Ihr Surferlebnis zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.   Erfahren Sie mehr.
Zustimmen
Diese Community verwendet Tracking-Tools Matomo zur Verbesserung des Angebots. Mit Zustimmung helfen Sie uns unsere Seite zu verbessern. Vielen Dank!   Erfahren Sie mehr.
Nicht Zustimmen Zustimmen

Pasta: Schnell und günstig! Wie koche ich effizient?

Pasta: Schnell und günstig! Wie koche ich effizient?

04.05.2016
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

diese Woche haben wir, Jasmin und Julian, die Ehre, Sie mit unserem Beitrag zum Thema „Küche“ vom Hocker zu hauen.


Wissen Sie warum es eigentlich so schwer ist, aus der Küche herauszukommen? Das liegt an der Herdanziehungskraft.


Und genau deswegen ist es auch kein Wunder, dass in der Küche fast alles mit dem Herd gekocht wird. Doch wenn man die Anziehungskraft erst einmal überwunden hat, gibt es da noch ganz andere Möglichkeiten, die sogar stromsparender sind, wie wir in unserem Studentenalltag selbst erlebt haben.


Falls Sie auch gerade das Vergnügen haben zu studieren oder es schon hatten, sind Sie sicher mit einer ähnlichen Situation vertraut: Wir schreiben den 26. April und unser Kühlschrank ist schon wieder leer. Da sich nach der letzten Feier auch nichts Bares in der Geldbörse befindet, geht‘s vor dem Einkauf noch zum Bankomaten. Ein Blick auf den Kontostand endet in Ernüchterung. Zurück in der WG wird die Speisekammer auf den Kopf gestellt. Das einzig Auffindbare: eine Packung Spaghetti und Tomaten- Pesto. Schnell wird Wasser auf dem Herd erwärmt. Nach längerem Warten und schon knurrendem Magen fragen wir uns, ob das nicht schneller gehen könnte. Unser Blick fällt sofort auf den Wasserkocher.


Im Rahmen unserer Fallstudie hatten wir nun die Möglichkeit, diese zwei Kochvarianten (Wasserkocher und Herd) auf Energie- und Zeiteinsparung zu untersuchen.


Und das kam dabei heraus:




Bei allen Messungen wurden 1,2 Liter Wasser und 100 Gramm Nudeln verwendet. Dem Wasserhahn wurde kaltes Wasser entnommen, der Topf wurde bis zum Aufkochen mit einem Deckel bedeckt, nach der Hineingabe der Nudeln wurde er schließlich abgenommen.


Bei konventionellen Kochen mit dem Herd siedete das Wasser erst nach 12 Minuten. Nach dem Hinzufügen der Nudeln kochten diese 9 Minuten bis sie schließlich „al dente“ waren.


Im Wasserkocher siedete das Wasser hingegen schon nach weniger als 4 Minuten. Danach wurde es auf den Herd gestellt, wo es nach 4 Minuten wieder aufkochte. Die Nudeln wurden hinzugegeben und brauchten nochmals 9 Minuten.


Gesamt macht das einen Zeitaufwand von 17 Minuten aus, bei herkömmlichem Kochen 21 Minuten. Somit spart man sich bei der zweiten Variante 4 Minuten an Zeit und 26 Wattstunden an Energie. Wenn man davon ausgeht, dass ein Haushalt pro Woche etwa fünf Mal Nudeln, Reis, Kartoffeln oder ähnliches kocht, kommt man auf eine Energieeinsparung von fast 8 kWh jährlich. Dies erscheint zuerst gering, jedoch können damit bei deutschlandweiter Anwendung mehr als 192.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Die Anwendung eines Wasserkochers kann nicht nur kostbare Zeit sparen, sondern kommt auch unserem Klima zu gute. Zu erwähnen ist, dass Mengen an Wasser und Nudeln pro Kochvorgang variieren und der Stromverbrauch somit unterschiedlich ausfallen kann.


Zurück in der WG: Nachdem wir unsere Testobjekte genüsslich verspeist haben, stellen wir fest, dass wir viel zu viele Nudeln gekocht haben. Diese werden zu Aufbewahrung in den Kühlschrank gestellt. Am nächsten Tag sollen sie aufgewärmt und gegessen werden. Dabei fragen wir uns, welche Aufwärmmethode nun die stromsparendste ist.


Somit wurde das Battle Mikrowelle vs. Herd eröffnet.


Diesmal kam das dabei heraus:


 


Das Aufwärmen mit der Mikrowelle ist eindeutig strom- und zeitsparender. Der Herd benötigte in unserem Testversuch 76% mehr Strom, da er zum Warm werden viel länger braucht. Durch die Verwendung der Mikrowelle können pro Haushalt fast 27 kWh an Strom eingespart werden. Außerdem erspart man sich bei der Mikrowelle das Abwaschen eines zusätzlichen Topfes, womit auch der WG-Hausfrieden durch Vermeiden von dreckigem Geschirr gesichert wird.


Weiteres können wir folgende Energiespartipps empfehlen, die wir in unseren Messungen nicht berücksichtigt haben:

  •  Den Herd schon etwas früher ausschalten, da er noch Restwärme abstrahlt und die Nudeln dadurch noch weiterkochen (nicht zutreffend bei Induktionsherd).
  • Bereits warmes Wasser aus der Leitung entnehmen. Dies spart Zeit, da es am Herd kürzer zum Erwärmen braucht. Ob dies tatsächlich energiesparender ist, hängt jedoch von Ihrer Warmwasserversorgung ab. Bei einer eigenen Solaranlage ist dies zu empfehlen. Bei einem Gasherd und einer elektrischen Warmwasserversorgung hingegen, ist die Verwendung von kaltem Wasser energiesparender, da Gas günstiger ist als Strom.
  •  Möglichst immer einen Topfdeckel verwenden, falls Sie gerade nicht zu viel Wasser verwendet haben und dieses überzugehen droht.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Zuhilfenahme des Wasserkochers eindeutig zeitsparend ist und auch einen kleinen Teil an Energie spart. Beim Aufwärmen eines Gerichtes verbraucht die Mikrowelle deutlich weniger Strom und Zeit als der Herd.


Wir freuen uns schon über Ihre Kommentare und ihr Feedback. Nächste Woche geht es weiter, bis dahin verbleibt mit freundlichen Grüßen,


das Team des Energiespar-Blogs.

Studenten beim Selbstversuch


Artikel kommentieren
Beitrag kommentieren
Hier können Sie Ihre Kommentierung eintragen. Achten Sie darauf, dass alle Inhalte in diesem Bereich öffentlich sind. Bitte posten Sie keine persönlichen Daten.
Hier können Sie Ihre Kommentierung eintragen. Achten Sie darauf, dass alle Inhalte in diesem Bereich öffentlich sind. Bitte posten Sie keine persönlichen Daten.

😄
Letzte Artikel