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Lebenselixier Kaffee: Wie viel Strom verbraucht eigentlich eine Tasse?

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

heute  wollen wir, Julian und Christian, Ihnen einen weiteren Beitrag zum Thema "Energiesparen im Haushalt" präsentieren.  Diese Woche testen wir unterschiedliche Kaffeezubereitungsarten um zu sehen, ob es hier Unterschiede im Stromverbrauch und natürlich auch im Geschmack gibt und wie groß diese sind.

Den meisten von Ihnen wird folgende Situation wohlbekannt sein: Der Wecker läutet in aller Herrgottsfrühe und man wünscht sich nichts sehnlicher, als noch 20 Minuten im Bett weiterschlafen zu können. Nachdem schließlich langsam die Erkenntnis dämmert, dass man seinem Schicksal nicht entfliehen kann, quält man sich mühsam aus dem Bett und tastet sich mit noch geschlossenen Augen in die Küche.  Dort befindet sich der Retter in der Not: Die Kaffeemaschine! Durch einen einfachen Knopfdruck gelangt man wieder ins Reich der Lebenden und kann mit voller Energie in den Tag starten. Doch kaum in der Arbeit angekommen, kommt die Müdigkeit plötzlich wieder. Da der Chef seine Mitarbeiter mittlerweile gut genug kennt um zu wissen, dass ohne Kaffee die Produktivität gegen null sinkt, wurde zur letzten Bürofeier die alte Filtermaschine durch einen modernen Vollautomaten ersetzt um eine Revolte zu verhindern.  Die Tasse frisch geriebenen Kaffees reicht zum Glück aus um bis zum Mittagessen durchzuhalten. Eine weitere Tasse am Nachmittag hilft dabei, den Arbeitstag erfolgreich zu absolvieren und dem wohlverdienten Feierabend anzutreten.

Doch für viele Studenten endet die Arbeit, speziell zur Prüfungszeit, oft nicht nach Ende der letzten Vorlesung. Prüfungsvorbereitungen und das Verfassen von Arbeiten dauern oft noch bis in die späte Nacht. Speziell bei Studierenden mit Hang zum Aufschieben kann das Motivationsproblem nur durch Zeitdruck und Panik besiegt werden. Da eine zusätzliche Nachtschicht unausweichlich bevor steht, muss zu einer weiteren Tasse Kaffee gegriffen werden. Doch, wie in einer Studentenwohnung üblich, ist man nicht der Einzige der diesen Problemen gegenüber steht. Nach einiger Suche kommt die bittere Erkenntnis: Kein einziges Kaffee Tab ist mehr zu Hause. Die einzige Alternative: Der Wasserkocher und eine Packung Instant-Kaffee vom Discounter. Nach einigem Ringen mit sich selbst, gießt man sich die Brühe ein und setzt sich an die Arbeit.

Solche Situationen in Kombination mit unserem Studium veranlassten uns,  genauer hinzusehen und herauszufinden, wie viel Energie die Unterschiedlichen Kaffeezubereitungsarten eigentlich benötigen.

So kamen wir zu folgendem Ergebnis:

Bei unseren Messungen kamen wir zu dem Schluss, dass der Instantkaffee im Wasserkocher sowohl bei Stromverbrauch als auch bei Geschmack am schlechtesten abgeschnitten hat. In unserer Annahme benötigt ein erwachsener Mensch ca. 3 Tassen Kaffee um einen Tag überstehen zu können. Bei einer Summe von etwa 1100 Tassen pro Jahr, läge hier der Energieverbrauch bei 38,5 kWh pro Jahr. Diese Zubereitungsart ist sowohl für die Geldbörse als auch für den Gaumen wenig erfreulich.

Trotz des nur etwas geringeren Verbrauchs schnitt der Vollautomat in puncto Geschmack, durch den frisch geriebenen Kaffee, deutlich besser ab. Hier liegt der Verbrauch bei 1100 Tassen pro Jahr bei 31,9 kWh.

Der Filterkaffee und die kleine Tab-Maschine benötigten am wenigsten Energie und kamen sich auch im Geschmack relativ nahe. Bei einem Verbrauch von rund 10Wh pro Tasse, bei 1100 Tassen pro Jahr entspricht das ca. 11KWh sind diese beiden Zubereitungsarten unsere Sieger im Verbrauchsranking. Auch geschmacklich konnten sie überzeugen.

Abschließend möchten wir darauf hinweisen, dass unsere Versuche nicht unter Laborbedingungen durchgeführt werden und nicht repräsentativ für alle Kaffeemaschinentypen sind.

Wir hoffen, dass dieser Beitrag Ihnen einen ungefähren Überblick verschafft hat, wie sie am effektivsten den Kampf gegen die Müdigkeit gewinnen und freuen uns über Ihre Kommentare und Ihr Feedback.

Nächste Woche geht es spannend weiter. Bis dahin verbleibt mit freundlichen Grüßen,

das Team des Energiespar-Blogs

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Christian und Julian
Christian und Julian leben in Kufstein das klassische Studentenleben. In ihrer Studentenwohnung müssen sie ab und zu bis spätabends für das Studium arbeiten. Nun überlegten sie sich, wie sie während ihres Studienalltags energiesparender wohnen können.
1 Kommentar
2017-01-19T07:49:40Z
  • Donnerstag, 19.01.2017 um 08:49 Uhr
Hallo zusammen,
Kaffee ist nebenbei auch wirklich eine der wichtigsten Energiequellen!
Viele Grüße
Torsten

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    😄
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