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Genervt von Weihnachten:

So stehen die Deutschen zu Kevin allein zu Haus, Last Christmas & Co.

18.12.17

Jedes Jahr stimmen Lichterketten in der Stadt, Weihnachtssongs im Radio oder die typischen TV-Klassiker im Fernsehen frühzeitig auf Weihnachten ein. Das unausweichliche Adventsprogramm finden aber noch lange nicht alle gut: Laut einer von E.ON beauftragten repräsentativen YouGov-Umfrage ist fast jeder vierte Deutsche genervt von sich ständig wiederholenden Weihnachtsfilmen. Etwa als ein Drittel der Befragten kann die Dauerschleifen-Weihnachtssongs nicht mehr hören und ganzen 41 Prozent gehen die vielen Menschen in der Stadt auf den Keks.

Weihnachtsfilme sowohl im Stream als auch im Free-TV unbeliebt

Egal ob zum 158sten Mal „Sissi“, „Kevin – Allein zu Haus“ oder der absolute Klassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ – bei knapp einem Viertel der Deutschen kommen die ständig laufenden Weihnachtsfilme gar nicht gut an. Bundesweit schauen daher 18 Prozent an den Feiertagen ausschließlich nicht-weihnachtliches Programm. Wobei es hier deutliche regionale Unterschiede gibt: In Schleswig-Holstein schaltet ein Viertel der Zuschauer bei den Weihnachtsklassikern weg. In Sachsen und Thüringen dagegen schaut knapp ein Fünftel der Befragten an den Feiertagen ausschließlich das Weihnachtsprogramm. Als besondere Weihnachtsfilmmuffel sticht die Streaming-Gemeinde heraus: 42 Prozent der Befragten, die ausschließlich Streaming-Dienste nutzen, machen einen großen Bogen um die Klassiker. Generell haben an Weihnachten aber immer noch die TV-Sender die Nase vorn: Zwei Drittel der Deutschen schauen über die Feiertage ausschließlich oder überwiegend klassisch fern. Insgesamt laufen Fernseher, Laptop & Co. genauso häufig oder sogar öfter als normalerweise. Nur fünf Prozent der Befragten lassen die Flimmerkisten an den Feiertagen ganz aus.

Weihnachtslieder in Dauerschleife nerven mehr als Weihnachtsfilme

Aber nicht nur Weihnachtsklassiker im Fernsehprogramm gehen den Deutschen auf die Nerven. Noch schlimmer schneiden Weihnachtslieder ab, die im Radio rauf- und runterlaufen. Knapp ein Drittel der Befragten stört die Dauerbeschallung mit „Last Christmas“ und Co. Bedenkt man, dass allein „Last Christmas“ von Mitte November bis Heilig Abend rund 500 Mal pro Tag in den deutschen Radios zu hören ist, verwundert das Ergebnis nicht. Im Durchschnitt läuft das Lied sogar alle 100 Sekunden irgendwo in einem Radiosender an – hochgerechnet also rund 21.000 Mal bis Weihnachten. „Würde man den mehr als vierminütigen Song auf einer herkömmlichen Stereoanlage so oft abspielen, würde George Michaels Weihnachtswerk nicht nur rund zwei Monate Lebenszeit, sondern auch mehr als 400 Euro allein an Strom kosten“, so Robert Hienz, Geschäftsführer bei E.ON. Günstiger gäbe es das mit Online-Radios oder Streamin-Diensten per App.

Knackpunkt Weihnachtsdekoration

In der Adventszeit gibt es aber noch wesentlich mehr, das den Deutschen die Freude auf Weihnachten schmälert. Platz Eins der nervigsten Weihnachtsstrapazen belegen die vorweihnachtlichen Menschenmassen – egal ob auf Weihnachtsmärkten oder beim Einkaufen in der Stadt. 41 Prozent der Bundesbürger fühlen sich davon gestört. Nur die Berliner scheinen das Tohuwabohu bereits gewohnt zu sein: Nicht einmal ein Drittel fühlt sich dadurch beeinträchtigt, während fast die Hälfte der Nordrhein-Westfalen sich mit den Menschenmassen schwer tun.

Neben Weihnachtsmärkten (acht Prozent) und weihnachtlichen Familientreffen (neun Prozent) nervt vor allem noch die übertriebene Weihnachtsdekoration der Nachbarn. „Knapp ein Fünftel der Deutschen würde auf Lichterketten und blinkende Weihnachtsmänner beim Nachbarn gern verzichten“, so Hienz. Mit der Weihnachtsbeleuchtung in den Städten und Gemeinden sind die Deutschen aber mehrheitlich zufrieden, einige wünschen sich sogar mehr Deko. Nur ein Drittel findet, dass Lichterketten in den Straßen unverhältnismäßig hohe Kosten hervorrufen. „Die meisten Städte und Kommunen in Deutschland haben, ebenso wie viele Verbraucher, inzwischen aber auf LED umgerüstet“, erklärt Hienz. „Diese Technik ist deutlich sparsamer und braucht nur einen Bruchteil der Energie, die herkömmliche Glühlampen benötigen. Der Stromverbrauch zu Weihnachten ist daher seit mehreren Jahren rückläufig.“

Alle Daten, soweit nicht anders angegeben, sind von der YouGov Deutschland GmbH bereitgestellt. An der Befragung zwischen dem 01.12. und dem 06.12.2017 nahmen 2060 Personen teil. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung (Alter 18+) sowie für die jeweiligen Bundesländer.
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