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Zusammensetzung des Strompreises

Wir erklären Ihnen einfach und transparent die Bestandteile des Strompreises in Deutschland. Vereinfacht lassen sich diese wie folgt aufteilen:

  1. Steuern, Abgaben und Umlagen.
  2. Netzentgelte und Kosten für den Stromzähler.
  3. Stromeinkauf, Service und Vertrieb.

Erfahren Sie in unserem Video mehr über die Strompreiszusammensetzung und welchen Einfluss der Gesetzgeber darauf hat.


Wie setzt sich der Strompreis 2020 in Deutschland zusammen?

Der Strompreis für Haushaltskunden setzt sich aus drei großen Bestandteilen zusammen: Neben den staatlich festgelegten Steuern, Abgaben und Umlagen und den gesetzlich regulierten Netzentgelten haben auch noch die Kosten für Stromeinkauf und Vertrieb einen Einfluss auf Ihren Strompreis. Unsere Grafik zeigt die preisliche Verteilung der einzelnen Bestandteile am Beispiel eines durchschnittlichen Haushaltes in Deutschland.

BDEW – Strompreis für Haushalte 2020

Aus diesen Bestandteilen setzt sich der Strompreis 2020 in Deutschland zusammen.
Durchschnittliche Zusammensetzung des Strompreises 2020 für einen Haushalt in Deutschland. Quelle: BDEW 01/2020; Die Anteile können je nach Produkt, Lieferort und Verbrauch variieren.

Die Bestandteile des Strompreises im Überblick

52 % für Steuern, Abgaben, Umlagen
  • Umsatz-, Stromsteuer (22,5 %)
  • Konzessionsabgabe (5,3 %),
  • Umlage nach dem Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG-Umlage) (21,5 %),
  • Umlage nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz KWKG (0,7 %),
  • Umlage nach § 19 der Strom-Netzentgeltverordnung (1,1 %)
  • Offshore-Netzumlage (1,3 %)
  • Umlage für abschaltbare Lasten (0,02 %)
25 % für Netzentgelte und Zähler
  • Diese Kosten sind gesetzlich reguliert.
  • Mit den Netzentgelten werden die Stromnetze betrieben und ausgebaut.
  • Diese Entgelte werden von den Netzbetreibern erhoben und über den Strompreis an die Stromkunden weitergegeben.
  • Auch die Gebühren für den Zähler (Betrieb, Wartung, Messung) sind hier enthalten.
23 % für Stromeinkauf, Service, Vertrieb
  • Der Einkaufspreis ist abhängig vom Markt.
  • Wir kaufen den Strom möglichst günstig für Sie an der Börse ein.
  • In dieser Komponente sind der Preis für Ihren persönlichen Service, die Online-Angebote und den Verkauf enthalten.
  • Nur diesen Anteil können wir beeinflussen und er ist entscheidend für den Service rund um Ihre Stromlieferung.

Die Konzessionsabgabe ist eine Gebühr, die Stromnetzbetreiber an die Städte und Gemeinden zahlen, um Leitungen im öffentlichen Raum verlegen zu dürfen. Schließlich müssen Stromleitungen meist unter Straßen und Wegen verlegt werden, damit die einzelnen Haushalte mit Energie versorgt werden können. Für das Recht, diesen öffentlichen Raum nutzen zu dürfen, wird die Abgabe gezahlt. Im Jahr 2020 beträgt sie 5,3 % Ihres Strompreises.

Die EEG-Umlage ist im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgesetzt und wird umgangssprachlich auch als Ökosteuer bezeichnet. Mit Ihrer Hilfe wird der Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland finanziert. 2020 macht sie 21,5 % Ihres Strompreises aus. Detailliertere Infos zur EEG-Umlage haben wir in unserer FAQ „Was ist die EEG-Umlage?“ für Sie zusammengefasst

Die KWKG-Umlage ist der Bestandteil Ihres Strompreises, mit dem die Stromerzeugung aus sogenannten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen gefördert wird. Diese Anlagen erzeugen bei einem Verbrennungsprozess neben Wärme auch Strom. Für letzteren zahlen die Strombetreiber einen Zuschlag an den Anlagenbetreiber. Die Höhe der Umlage ist im Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) geregelt. Mit 0,7 % gehört die Umlage zu einem der geringsten Bestandteile des Strompreises in 2020.

Die Umlage nach § 19 der Strom- und Netzentgeltverordnung ermöglicht es bestimmten Letztverbrauchern, individuelle, geringere Netzentgelte zu beantragen, wenn sie durch die Zahlungen überproportional belastet werden. Dabei handelt es sich meist und kleine und mittlere Gewerbe- oder Industriebetriebe, die einen größeren Stromverbrauch haben. Die dadurch entstehenden Fehlbeträge werden durch die Umlage ausgeglichen. 2020 beträgt die Umlage 1,1 % des Strompreises für Haushalte.

Die Offshore-Netzumlage (bis 2018: Offshore-Haftungsumlage) ist seit 2013 Bestandteil des Strompreises in Deutschland. Sie wurde eingeführt, um mögliche Entschädigungszahlungen an Betreiber von Offshore-Windparks zu begleichen, die durch den verspäteten Anschluss an das Übertragungsnetz an Land oder wegen länger andauernder Netzunterbrechungen zu zahlen sind. Außerdem sind seit 2019 die Kosten für die Errichtung und den Betrieb der Anbindungsleitungen enthalten. Diese sind dafür nicht mehr in den Netzentgelten inbegriffen. 2020 entfallen 1,3 % des Strompreises auf die Offshore-Netzumlage.

Mit der Umlage für abschaltbare Lasten werden Vergütungszahlungen an Anbieter von sogenannter „Abschaltleistung” ausgeglichen. Eine Abschaltleistung liegt immer dann vor, wenn z. B. Industriebetriebe für einen bestimmten Zeitraum auf die Lieferung von Strom verzichten können, sobald im Stromnetz nicht genügend Strom zur Verfügung steht. Auf diese Weise soll eine höhere Versorgungssicherheit gewährleistet und die Netzstabilität sichergestellt werden. Diese Zahlungen werden über einen geringen Anteil des Strompreises von aktuell 0,02 % auf die Letztverbraucher umgelegt.

Wie entwickelt sich die Zusammensetzung des Strompreises aktuell?

Sobald sich einer der Bestandteile aus den drei Bereichen Stromeinkauf, Steuern oder Netzentgelte verändert, kann es zu Preiserhöhungen kommen. Investitionen in eine nachhaltige und klimafreundliche Energieversorgung führen seit dem Jahr 2000 zu einer Erhöhung des staatlichen Anteils (Abgaben und Umlagen) um rund 210 %. Dabei spielt vorallem die EEG-Umlage eine große Rolle bei der Entwicklung des Strompreises. Mit ihr wird insbesondere der Ausbau der Erneuerbaren Energien finanziert. Der genaue Wert der EEG-Umlage für 2020 wurde Mitte Oktober 2019 mit 6,756 ct/kWh von den Übertragungsnetzbetreibern bekannt gegeben. Damit ist die Umlage das erste Mal seit 2017 wieder angestiegen und liegt auf dem Niveau von 2018.

Eine Prognose für die weitere Strompreisentwicklung ist schwierig. Durch steigende Netzentgelte und EEG-Umlage muss aber auch in den nächsten Jahren mit einem Anstieg der Kosten gerechnet werden. Ebenso werden die Investitionen in erneuerbare Energien weiterhin bemerkbar sein.

Eine wichtige Entwicklung seit der Energiewende sind negative Strompreise:

Wird mehr Strom erzeugt als verbraucht, kann es an der Strombörse zu sogenannten negativen Strompreisen kommen: Der Stromabnehmer erhält für den Kauf Geld vom Stromerzeuger, statt etwas dafür zahlen zu müssen.

Zwei wichtige Fakten:
1.

Um das Stromnetz stabil halten zu können, muss genauso viel Strom abgenommen wie erzeugt werden.

2.

Erneuerbare Energien haben im deutschen Netz „Vorfahrt“: Dieser Strom darf immer ins Stromnetz eingespeist werden.

Sobald an Tagen mit niedrigerem Stromverbrauch – beispielsweise Weihnachten, wenn industrielle Abnehmer meist weniger Strom benötigen – die Erneuerbaren Energien große Mengen Strom produzieren, kann es durch das Überangebot zu  negativen Preisen an der Strombörse kommen. Zugelassen sind die negativen Strompreise seit 2008. Sie sollen den konventionellen Kraftwerken einen Anreiz bieten, ihre Stromproduktionen der schwankenden Nachfrage anzupassen und damit die Energiewende voranzubringen. Denn die Kosten müssen die Kraftwerksbetreiber aus ihrer eigenen Kasse bezahlen.

Sie fragen sich jetzt bestimmt: „Wieso fahren die Kraftwerke ihre Produktion nicht herunter?" Das Herunter- bzw. Wiederhochfahren von Kraftwerken ist sehr kostenintensiv. Die negativen Strompreise sind im Vergleich dazu deutlich geringer. Somit laufen die Kraftwerke weiter.

Weitere Gründe der Strompreisentwicklung

EEG-Umlage

Die EEG-Umlage macht ca. 24 Prozent des gesamten Strompreises aus. Die Umlage sorgt für die Förderung von Anlagen, die Strom aus erneuerbaren Energien ins Netz speisen. Die Anzahl dieser Anlagen ist in den letzten Jahren gestiegen und somit auch die Höhe der Umlage.

Preis für Emissionszertifikate

Kraftwerke, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, benötigen wegen des hohen CO2-Ausstoßes sogenannte Emissionszertifikate. Diese sind in den letzten Jahren teurer geworden. Ende 2017 hat eine Tonne CO2 4,40 Euro gekostet, wohingegen Ende 2018 bereits mehr als 20 Euro bezahlt werden mussten.

Großhandelspreise

Der Großhandelspreis für Strom ist seit 2018 in Deutschland offensichtlich gestiegen. Dieser wird an der Strombörse gehandelt und hat direkten Einfluss auf den Preis pro Kilowattstunde (kWh).

Gibt es regionale Unterschiede bei den Strompreisen in Deutschland?

Die örtlichen Netzbetreiber planen, bauen und warten Versorgungsnetze, wofür sie Entgelte von Stromanbietern erheben. Die Höhe dieser Netzentgelte ist zwar von der Bundesnetzagentur gesetzlich reguliert, kann sich aber regional unterscheiden.

Darüber hinaus leisten die Netzbetreiber eine Konzessionsabgabe an die Gemeinden. Es handelt sich um eine Umlage, damit im öffentlichen Raum Stromleitungen verlegt werden dürfen. Auch hier variiert die Höhe des Grundpreises und beeinflusst somit die Kosten für Strom in Deutschland.

Stromkosten berechnen

Wie hoch sind die Kosten für Strom in deutschen Privathaushalten und wie haben sie sich in den letzten zehn Jahren entwickelt? Wir zeigen Ihnen die aktuelle Entwicklung und wie Sie Ihre Kosten berechnen.

Stromverbrauch verstehen

Wie viel Strom verbrauchen eigentlich andere Haushalte in Deutschland? Wir zeigen Ihnen Vergleichswerte: Finden Sie jetzt heraus, ob Ihr Stromverbrauch normal oder eher zu hoch ist.

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