• Suchbegriff
  • /content/eon-de-zwei/de/gk/tools/suchergebnisse.html
  • true
  • 5
  • 20
  • &defType=dismax&indent=on&qf=title^2.0+description^1.0+body^0.5
  • false
  • false
  • Privat­kunden
  • Geschäfts­kunden
  • E.ON erleben
  • Frag E.ON

Wie umweltfreundlich ist Erdgas?

Seit der Pariser Weltklimakonferenz im Jahr 2015 gilt das Ende des fossilen Zeitalters als besiegelt. Um die Erderwärmung deutlich unter zwei Grad zu begrenzen, müssen grüne Technologien die fossilen Brennstoffe schnell ablösen. Das gilt für Kohle und Erdöl. Aber auch für Erdgas?

Erdgas – Energie-Rohstoff Nummer eins in der Wirtschaft

Nicht nur Deutschlands Wirtschaft braucht Erdgas: Im Jahr 2016 entfielen nach Angaben des Branchenverbands BDEW knapp 40 Prozent des Gasabsatzes auf die Industrie. Wärmen, kühlen, trocknen – die Einsatzmöglichkeiten für Erdgas sind vielfältig. In der chemischen Industrie ist der Energieträger ein wichtiger Rohstoff. Als Brennstoff eingesetzt hält er Temperaturen präzise und zuverlässig. Auch in Gewerbe, Handel und Dienstleistung ist Erdgas mit mehr als 50 Prozent der Wärmelieferant Nummer eins, sorgt für ein behagliches Raumklima in Büros und Hotels und für Gluthitze in Bäckerei- und Keramiköfen.

Mit Erdgas Effizienz- und Klimaziele erreichen

Erdgas bleibt auch im Energiemix von morgen wichtig. Gas-Kraftwerke können flexibel hoch- und heruntergefahren werden, um Versorgungsschwankungen im Stromnetz auszugleichen. Das macht Erdgas zum idealen Partner für die erneuerbaren Energien. Gas-und-Dampfturbinen-Kraftwerke (GuD) sind der effizienteste und damit umweltschonendste Weg zur Strom- und Wärmeerzeugung mit fossilen Brennstoffen. Deshalb setzen auch Industrie und Gewerbe vorrangig auf Erdgas, wenn es gilt, Effizienz- und Klimaziele zu erreichen. Unternehmen müssen immer strengere Auflagen bei ihren Emissionen erfüllen, die mit Erdgas leichter umzusetzen sind, als mit anderen fossilen Brennstoffen.

Verglichen mit Kohle und Erdöl schneidet Erdgas bei den Emissionen gut ab, denn es verbrennt besonders schadstoffarm. Der Grund dafür ist der geringe Kohlenstoffanteil. Hinzu kommen die hohen Wirkungsgrade für Erdgas in technischen Anwendungen und die flexiblen Einsatzmöglichkeiten. Mit dem Einsatz von Erdgas entscheiden Unternehmen sich immer für effiziente und umweltschonende Technik. In Gewerbe, Handel und Dienstleistung senkt allein die Umstellung von Öl auf Standard-Gas-Brennwerttechnik den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) um bis zu 30 Prozent.

Großes Potenzial für Erdgas in der Industrie

Viel ungenutztes Potenzial für Erdgas und Klimaschutz schlummert in der Industrie. Mit effizienten gasbetriebenen Anlagen lassen sich dort schnell und nachhaltig beträchtliche Mengen Treibhausgas einsparen. Ein schöner Nebeneffekt: Auch der Feinstaubaustoß sinkt dadurch. In der Industrie kommt Erdgas besonders häufig in effizienten Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK-Anlagen) zum Einsatz, die gleichzeitig Wärme und Strom erzeugen. Das senkt die Verbrauchskosten und nützt dem Klima. Auch in Gas-Wärmepumpen und Brennstoffzellen wird die Energie des Erdgases effizient genutzt. Gas-Wärmepumpen bedienen sich der kostenlosen Umweltwärme aus Luft, Erde oder Wasser und verbinden dies mit effizienter Brennwerttechnik. Die Brennstoffzelle ist relativ neu im Markt. Auch sie erzeugt Strom und Wärme – allerdings über einen elektrochemischen Prozess, der für einen äußerst hohen Wirkungsgrad sorgt und ein Maximum an Energie nutzbar macht. Druckluft-Heizkraftwerke (DHKW) helfen, die oft hohen Kosten für die Drucklufterzeugung in der Industriefertigung zu senken. Anstelle eines Stromgenerators treibt ein Gas-Verbrennungsmotor den Kompressor an. Dabei fällt Wärme an, die zum Heizen genutzt werden kann.

Gas als Energiespeicher

Durch die Gasleitungen in Deutschland wird künftig immer mehr klimaneutrales Bio-Erdgas und auch synthetisch erzeugtes Gas strömen. Die aktuelle Leitstudie „Integrierte Energiewende“ der Deutschen Energie-Agentur (dena) misst dem Erdgasnetz eine wichtige Rolle als Transporteur und Langzeitspeicher für grüne Energien zu. Strom wird jeden Tag rund um die Uhr verbraucht. Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen liefern die Energie aber nicht gleichbleibend, sondern mit starken Schwankungen. Wird zu viel erzeugt, müssen Anlagen vom Netz genommen werden. Die Lösung heißt: umwandeln und speichern. Das geht zum Beispiel mit dem Power-to-Gas-Verfahren. Dabei wird mit dem überschüssigen Strom Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten. Der Wasserstoff lässt sich nur zu einem kleinen Teil ins Erdgasnetz einspeisen. Man kann ihn aber auch – bislang nur mit hohem Aufwand – weiter zu Methan veredeln. Dieses ähnelt dem natürlichen Erdgas und kann problemlos eingespeist werden. Im Gasnetz wird das synthetisch erzeugte Gas für die Zeiten gespeichert, in denen die Sonne länger nicht scheint oder Windflaute herrscht. In Deutschland gibt es etwa 20 Forschungs- und Pilot-Anlagen, in denen das Power-to-Gas-Verfahren eingesetzt und weiterentwickelt wird. Ziel ist es, damit möglichst viel Wind- und Sonnenstrom zu Methan zu machen.

Bio-Erdgas – erneuerbarer Alleskönner im Gasnetz

Auch regional erzeugtes Biogas lässt sich auf Erdgasqualität bringen. In Deutschland betreibt die E.ON Bioerdgas als Partner der Landwirtschaft mehrere große Biogas-Anlagen. Aus nachwachsenden Rohstoffen erzeugen sie rund um die Uhr klimaneutrales Bio-Erdgas, das bei der Vergärung der Biomasse unter Ausschluss von Sauerstoff entsteht. Damit das Biogas die gleiche hohe Qualität wie Erdgas erreicht, werden ihm unerwünschte Begleitstoffe wie Kohlendioxid und Schwefelwasserstoff entzogen. So entsteht Bio-Erdgas. Genauso wie konventionelles Erdgas lässt es sich in Strom und Wärme umwandeln oder als grüner Kraftstoff nutzen. Gegenüber anderen erneuerbaren Energieträgern hat Bio-Erdgas drei große Vorteile: Es kann jederzeit erzeugt werden, ist gut speicherbar und gelangt über die vorhandene Infrastruktur – ohne weitere Netzausbaukosten – zum Kunden. Wie synthetisches Gas kann somit auch Bio-Erdgas die schwankende Produktion von Sonnen- und Windstrom ausgleichen und damit nennenswert zur Energiewende beitragen.

  • /content/eon-de-zwei/de/shop/warenkorb.html
  • Zum Warenkorb
  • Sie zahlen monatlich
  • Sie zahlen einmalig
  • Ihr Warenkorb ist leer. Fügen Sie jetzt Produkte hinzu!
  • Zum Shop
  • /content/eon-de-zwei/de/pk/smarthome/produkte.html
  • Warenkorb
  • Warenkorb