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Strompreisbestandteile für Industrie und Gewerbe

Strompreiszusammensetzung
Das Wichtigste auf einem Blick:
  • Abgaben und Netznutzungsentgelte machen einen Großteil des Strompreises aus.

  • Die Strompreiszusammensetzung hängt vom Standort und vom Stromanbieter ab.

  • Preise für Strom in Deutschland sind in den letzten Jahren gestiegen. Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, gibt es vom Bund Entlastungen für energieintensive Industrien.

Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

Strompreiszusammensetzung

Der Strompreis beziffert die Kosten, die pro abgenommener Kilowattstunde (kWh) an den Stromanbieter gezahlt werden müssen. Diese stellen nur einen Teil des gesamten Strompreises dar. Viel stärker fallen bei der Berechnung des Strompreises die Netzentgelte, sowie die staatlich festgelegten Abgaben, Steuern und Umlagen ins Gewicht. Der Anbieter erhält nur die Kosten für Beschaffung und Vertrieb des Stroms, die sonstigen Abgaben leitet er weiter.

Der Strompreis setzt sich also aus drei wesentlichen Bestandteilen zusammen:
  1. Beschaffung und Vertrieb: Diese Kosten erhält der Stromversorger
  2. Netzentgelte: Diese gehen an den regionalen Netzbetreiber
  3. Steuern, Abgaben und Umlagen: Diese werden an den Staat abgeführt

So setzt sich der Strompreis im Einzelnen zusammen:

So setzt sich der Strompreis zusammen

Der erste Preisbestandteil definiert sich über den Wettbewerb der Stromanbieter. Vergleichbar mit anderen Produkten oder Commodities, die auf dem freien Markt gehandelt werden, kann dieser Anteil am Strompreis deswegen je nach Anbieter unterschiedlich hoch sein. Man spricht daher auch von Wettbewerbsanteil. 2019 entfielen rund 25 Prozent des gesamten Strompreises auf die Strombeschaffung, den Vertrieb und die Marge der Energieanbieter.

Unter Strombeschaffung versteht man die Erzeugung oder den Einkauf von Strom an der Strombörse. Die Energieanbieter vermarkten den Strom gewinnbringend an ihre Kunden, haben jedoch nur einen vergleichsweise kleinen Spielraum, um wettbewerbsfähige Preise zu anzubieten. In der Regel werden vom Anbieter pro kWh einige Cent auf den Handelspreis aufgeschlagen.

Dennoch können Unternehmen bei diesem Bestandteil die Kosten für Strom senken. Es kann sich lohnen den Liefervertrag zu prüfen, um festzustellen, ob ein Anbieterwechsel oder der Wechsel in einen anderen Tarif wirtschaftliche Vorteile bringt.

Die Netzentgelte

EEG Umlage Handwerger

2019 entfielen etwa 23 Prozent des gesamten Strompreises auf die Netzentgelte. Die Netzentgelte werden vom Netzbetreiber für die Leitung des Stroms durch ihre Netze erhoben. Davon werden die Kosten für den Ausbau, den Betrieb und die Instandhaltung des Stromnetzes gedeckt. Diese Gebühren sind der zweitgrößte Faktor des Strompreises.

Die Höhe der Netzentgelte hängt vom Standort Ihres Unternehmens ab. Im Vergleich der aktuell gültigen Netzentgelte gibt es auf Bundeslandebene deutliche Unterschiede: Über dem bundesdeutschen Schnitt bewegen sich die Kosten für den Stromtransport in Brandenburg , Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen. Niedriger sind die Gebühren dagegen in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen oder Bayern. Regionale Unterschiede bei den Übertragungsnetzentgelten sollen durch eine Regelung im Gesetz zur Modernisierung der Netzentgeltstruktur bis zum Jahr 2023 abgebaut werden.

Die Netzentgelte sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Wichtigster Grund für den Anstieg der Kosten ist der Umbau des Stromnetzes im Rahmen der Energiewende. Der wachsende Anteil von Strom aus erneuerbarer Energien verlangt einen zukunftsfähigen Aus- und Aufbau der Stromnetze.

Im Gegensatz zum Stromversorger können Unternehmen ihren Netzbetreiber, beziehungsweise den Anschluss an ein bestimmtes Stromnetz, nicht frei wählen. In Deutschland sind alle Netzbetreiber regional tätig und haben daher eine natürliche Monopolstellung. Die Netzbetreiber können allerdings nicht völlig autark über die Höhe der Netzentgelte entscheiden. Alle Netznutzungskosten müssen erst von der Bundesnetzagentur geprüft und genehmigt werden.

Steuern, Abgaben und Umlagen

Mehr als 50 Prozent – und damit den größten Anteil am Strompreis – bilden die staatlich festgesetzten Steuern, Abgaben und Umlagen. Diese Bestandteile ändern sich jährlich und sind für alle Stromanbieter gleich. Der Energieversorger zieht die staatlichen Abgaben lediglich beim Verbraucher ein und leitet sie dann an die zuständigen staatlichen Stellen weiter. Auf die Höhe haben die Stromanbieter keinerlei Einfluss.

Die einzelnen Abgaben im Überblick

Im Rahmen der Energiewende wird mit der EEG-Umlage der Ausbau von Ökostrom, also die Erzeugung von Strom in Anlagen erneuerbarer Energieträger, gefördert. Alle Stromverbraucher müssen diese Umlage bezahlen. Wer auf erneuerbare Energien setzt, kann aber auch von der EEG-Umlage profitieren. Denn durch die Umlage wird die EEG-Vergütung finanziert, die Betreiber von Erneuerbaren-Energien-Anlagen für die Einspeisung von Ökostrom in die öffentlichen Netze erhalten. In den letzten Jahren war die EEG-Umlage relativ stabil. Die genaue Höhe wird von den Übertragungsnetzbetreiber jedes Jahr neu festgelegt.

Mit der KWK-Umlage wird gezielt die Erzeugung von Strom aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen gefördert. Diese Anlagen erzeugen Strom und Wärme gleichzeitig, wodurch ein höherer Nutzungsgrad erreicht wird. So werden Brennstoffe eingespart und CO2-Emissionen reduziert. KWK-Anlagenbetreiber erhalten von ihrem Netzbetreiber einen gesetzlich festgesetzten Zuschlag. Die KWK-Umlage basiert auf dem KWK-Gesetz von 2002. 

Die Offshore-Netzumlage wurde 2013 eingeführt. Laut gesetzlicher Regelung nach § 17f Abs. 5 EnWG tragen die Verbraucher so die Kosten mit, die entweder durch einen verspäteten Anschluss von Offshore-Windparks an die Übertragungsnetze oder durch lange Netzunterbrechungen entstehen können. Bis 2018 hieß diese Umlage noch Offshore-Haftungsumlage.

Die Konzessionsabgabe geht an die Kommunen und dient als Ausgleich für die Nutzung von öffentlichen Straßen und Wegen zur Verlegung von Versorgungsleitungen für Strom oder auch Gas. Die jeweilige Höhe der Abgabe wird direkt zwischen Netzbetreiber und Kommunen vereinbart. Dabei müssen sich beide jedoch an die gesetzlichen Obergrenzen halten. Die Konzessionsabgabe wird vom Netzbetreiber weiterberechnet und dann vom Stromversorger in Rechnung gestellt.

Diese Umlage finanziert die Entlastung beziehungsweise Befreiung stromintensiver Unternehmen von den Netzentgelten. Nach § 19 Stromnetzentgeltverordnung haben bestimmte Endverbraucher – in der Regel stromintensive Industrieunternehmen – die Möglichkeit, an ihren Netzbetreiber reduzierte Netzentgelte zu entrichten. Die Differenz der Erlöse wird bundesweit einheitlich als § 19 StromNEV-Umlage auf alle Endverbraucher verteilt.

Diese Umlage dient auf Grundlage des § 13 Abs. 4a und 4b EnWG der Versorgungssicherheit und der Netzstabilität. Die Übertragungsnetzbetreiber können Ausschreibungen unter Anbietern durchführen, die ihre Leistung auf Anforderung der Übertragungsnetzbetreiber zuverlässig reduzieren können. Anbieter von Abschaltleistung können auch Industriebetreiber sein, die zur Netzstabilisierung für einen vereinbarten Zeitraum oder auch kurzfristig auf die Lieferung von Strom verzichten können. Die Kosten für die Bereitstellung und die Abschaltung der Last werden über die Umlage gedeckt.

Die Stromsteuer ist ein Teil der Ökosteuer. Sie wurde 1999 zur Förderung der Energiewende und zum Erreichen klimapolitischer Ziele eingeführt. Besteuert wird Strom, der im deutschen Steuergebiet abgenommen wird. Die Stromsteuer beträgt seit 2003 unverändert 2,05 Cent pro Kilowattstunde.

Wie bei anderen Gütern auch, wird der jeweils gültige Mehrwertsteuersatz auf den finalen Strompreis erhoben.

Gut zu wissen: Für Unternehmen gibt es Entlastung

Zusammensetzung Strompreis

Energie und Strom zählen bei energieintensiven Industrien zu den größten Kostenfaktoren. Da die Bundesregierung im EU-Vergleich hohe Abgaben und Umlagen auf den Strompreis festlegt, gibt es staatliche Entlastungsmodelle. Unternehmen der energieintensiven Industrien erhalten Ermäßigungen oder Kompensationen für hohe finanzielle Belastungen, die sie durch Umlagen, Stromsteuer und Netzentgelte zu tragen haben. So soll vermieden werden, dass Unternehmen an Standorte außerhalb der EU abwandern.

Stromintensiven Unternehmen wird auf Antrag eine Strompreiskompensation gewährt. Hierfür wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die Förderrichtlinie vom 23. Juli 2013 erstellt. Über den sogenannten Spitzenausgleich werden jährlich rund 9.000 Unternehmen um bis zu 90 Prozent von der Energie- und der Stromsteuer entlastet. Der Spitzenausgleich ist ein wichtiges Instrument, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der produzierenden Unternehmen in Deutschland zu sichern.

Seit 2013 wird der Spitzenausgleich allerdings nur gewährt, wenn die Unternehmen bestimmte Anforderungen an die betriebliche Energieeffizienz erfüllen. Dazu zählen beispielsweise ein Energiemanagementsystem, ein Umweltmanagementsystem oder – bei KMU – ein alternatives System zur Verbesserung der Energieeffizienz.

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