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Marktstamm­daten­register: Alle Fakten für Unternehmen

Marktstammdatenregister
Das Wichtigste auf einen Blick
  • Das Marktstammdatenregister (kurz MaStR) ist am 31.01.2019 als zentrales behördliches Register der Bundesnetzagentur für alle am Strom- und Gasmarkt tätigen Unternehmen an den Start gegangen

  • Seither kann das Register von Marktakteuren genutzt werden.

  • Die letzten Übergangsfristen zur Registrierung im Marktstammdatenregister laufen bald aus. Betroffene Unternehmen haben noch bis 31.1.2021 Zeit, dieser Pflicht nachzukommen. -> Bin ich betroffen?

Was ist das Marktstammdaten­register?

Energieerzeugung

Im Marktstammdatenregister werden die Stammdaten aller Marktakteure und Anlagen der leitungsgebundenen Energieversorgung im Strom- und Gasmarkt erfasst. Das vereinfacht viele energiewirtschaftliche Prozesse und steigert die Datenqualität deutlich. So sind viele behördliche Meldepflichten durch die zentrale Registrierung vereinheitlicht, vereinfacht oder ganz abgeschafft worden. Das PV-Meldeportal und das Anlagenregister beispielsweise sind durch das MaStR endgültig abgelöst worden.

Nicht zuletzt schafft das Marktstammdatenregister die umfassende, einheitliche und zuverlässige Datengrundlage, die für die Liberalisierung der Energiewirtschaft und die Energiewende notwendig ist. Insbesondere im Strommarkt zeichnet sich die Erzeugungslandschaft heute durch eine sehr große und weiterwachsende Zahl von kleinen und kleinsten Anlagen aus. Die Zahl der Stromerzeuger hat längst die Million überschritten. Wer für den Netzausbau zuständig ist, für Versorgungssicherheit sorgen muss oder die Energiewende weiterentwickeln will, benötigt also verlässliche Daten.

Was beinhalten die erfassten Stammdaten im MaStR?

Unter Stammdaten versteht man die Daten eines Marktakteurs, die sich nicht oder nur selten ändern. Erfasst werden also:

  • Standort
  • Kontaktinformationen
  • Unternehmensform
  • technische Daten der Anlage
  • technische Zuordnungen, wie z.B. der Netzanschlusspunkt

Sogenannte „Bewegungsdaten“ wie Zählerstände oder Speicherfüllstände werden nicht erfasst.

Wer muss sich im MaStR registrieren?

Marktakteure

Folgende Marktakteure müssen sich im Marktstammdatenregister anmelden:

  • Letztverbraucher, deren Verbrauchsanlagen an ein Höchst- oder Hochspannungsnetz (110, 220 oder 380 kV) oder an ein Gas-Fernleitungsnetz angeschlossen sind
  • Betreiber von Strom- und Gaserzeugungsanlagen einschließlich Notstromaggregaten und Speichern
  • Betreiber geplanter Anlagen, die eine Zulassung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz oder nach dem Windenergie-auf-See-Gesetz benötigen; die Anlage muss bereits in der Entwurfs- oder Errichtungsphase registriert werden
  • Betreiber von Netzen der allgemeinen Versorgung oder von geschlossenen Verteilernetzen
  • Messstellenbetreiber
  • Bilanzkreisverantwortliche einschließlich Direktvermarktungsunternehmen
  • Stromlieferanten, die Dritte unter Nutzung des Netzes der allgemeinen Versorgung oder eines geschlossenen Verteilernetzes aus einem Bilanzkreis beliefern
  • Großhändler
  • Personen, die nach Art. 9 REMIT („Verordnung über die Integrität und Transparenz des Energiegroßhandelsmarkts“) bei der Bundesnetzagentur registriert sind
  • Börsen, OTC-Plattformen, Buchungsplattformen für Netz- oder Gas-Speicherkapazitäten
  • Behörden mit energiewirtschaftlichem Bezug
Erfüllt ein Marktakteur mehrere der genannten Rollen, muss er sich für jede Rolle separat registrieren.
Registrierung von Anlagen

Neben den Marktakteuren müssen auch deren Anlagen registriert werden. Registrierungspflichtig sind alle Strom- und Gaserzeugungsanlagen, wie Solaranlagen, Windenergieanlagen, Wasserkraftanlagen, Biomasseanlagen, KWK-Anlagen, etc. sowie Speicher, die mit dem Strom- oder Gasnetz direkt oder indirekt verknüpft sind oder sein können. Zu den Erzeugungsanlagen gehören grundsätzlich auch Notstromaggregate – es sei denn, sie werden nicht ortsfest betrieben oder sind und sollen auch nicht an das Stromnetz angeschlossen werden.

Nach Auffassung der Bundesnetzagentur können Betreiber bei Notstromaggregaten Bundesnetzagentur auf eine Registrierung im MaStR verzichten, wenn das Notstromaggregat den beiden folgenden Kriterien genügt:

  • Das Notstromaggregat hat eine Brutto-Leistung von weniger oder gleich 1 MW.
  • Das Notstromaggregat dient ausschließlich der Sicherstellung der elektrischen Energieversorgung von Anlagen des Anschlussnutzers, falls das öffentliche Netz ausfällt. Das Notstromaggregat wird also ausschließlich im Sinne der VDE-ARN 4100, VDE-AR-N 4110, VDE-AR-N 4120 und VDE-AR-N 4130 genutzt.

Bei einem Notstromaggregat, das einen oder mehrere weitere Zwecke erfüllt, die außerhalb der Aufgaben von Notstromaggregaten liegen, darf der Betreiber nicht auf die Registrierung im MaStR verzichten. Insbesondere dann, wenn das Notstromaggregat entsprechend der technischen Anschlussregeln (VDE-AR-N 4110, VDE-AR-N 4105, VDE-AR-N 4120 oder VDE-ARN 4100) der jeweiligen Netzebene als Erzeugungseinheit angeschlossen ist.

Energieverbrauchsanlagen müssen nur dann im MaStR registriert werden, wenn sie an ein Höchst- oder Hochspannungsnetz (110, 220 oder 380 kV) bzw. an ein Gasfernleitungsnetz angeschlossen sind. Anlagen, die an die Umspannebene „Hochspannung mit Umspannung auf Mittelspannung“ angeschlossen sind fallen nicht hierunter.

Die Registrierungspflicht betrifft also überwiegend industrielle Letztverbraucher. Hierbei können die Anlagen eines Letztverbrauchers summarisch als eine „Stromverbrauchseinheit“ zusammengefasst registriert werden, wenn sie über gemeinsame Netzanschlusspunkte versorgt werden und über Stromleitungen miteinander verbunden sind.

Anmeldefristen für das MaStR

Gemäß der Regelungen ab dem Live-Gang des MaStR am 30.01.2019 müssen bereits alle Betreiber und Einheiten, die nach dem 30.06.2017 in Betrieb genommen wurden, registriert sein. Einzig für Einheiten, die vor dem 1. Juli 2017 in Betrieb genommen wurden (sog. „Bestandseinheiten“), läuft in vielen Fällen noch eine Übergangsfrist von 2 Jahren. Für neue Marktakteure und Anlagen gilt seit Januar eine Registrierungsfrist von einem Monat ab Inbetriebnahme.

Achtung: Die letzte Übergangsfrist endet am 30.01.2021

Wird vorsätzlich oder fahrlässig eine Registrierung nicht, nicht richtig, nicht in der vorgeschriebenen Weise oder nicht rechtzeitig vorgenommen, so kann das Versäumnis als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Außerdem haben Betreiber ohne eine Registrierung im MaStR keinen Anspruch auf Zahlungen nach dem EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) oder dem KWKG (Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz).

Eine vollständige Aufstellung der Registrierungsfristen und aller Übergangsfristen nach der MaStRV ist auf der Homepage des MaStR zu finden.

Wie erfolgt die Registrierung im Marktstammdatenregister?

Betreiber von EEG-Anlagen und KWK-Anlagen, die vor dem Start des MaStR-Webportals in Betrieb genommen worden sind und Zahlungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz oder dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz erhalten und noch nicht im Marktstammdatenregister registriert sind, sollten von ihrem zuständigen Netzbetreiber schriftlich darüber informiert worden sein, dass sie sich und ihre Einheiten und Anlagen im Marktstammdatenregister anmelden müssen.

Anlagen, die nach dem 30.01.2019 in Betrieb genommen worden sind, müssen ohne Aufforderung seitens des Netzbetreibers selbstständig im Marktstammdatenregister angemeldet werden. Die Meldung muss durch den Betreiber oder eine bevollmächtigte Person durchgeführt werden, spätestens einen Monat nachdem die Anlage ans Netz geht oder erweitert wurde. Die Bevollmächtigung kann direkt im Webformular über das Zuweisen von Rechten erfolgen. Dazu muss sich der Betreiber allerdings persönlich registrieren und sich als Nutzer anlegen. Die Meldung der Anlagen kann dann über berechtigte Dritte wie beispielsweise den Installateur erfolgen. Nach Abschluss der Registrierung ist es empfehlenswert, die Meldebescheinigung herunterzuladen und diese als Nachweis der Registrierung aufzubewahren.

Bei der Registrierung einer neuen oder bestehenden Anlage wird der Anschlussnetzbetreiber automatisch von der Bundesnetzagentur aufgefordert, die eingetragenen Daten mit den Daten abzugleichen, die dem Netzbetreiber zur Anlage und zum Anlagenbetreiber vorliegen („Netzbetreiberprüfung“). Wenn bei dieser Prüfung Abweichungen festgestellt werden, erhält der Anlagenbetreiber per E-Mail eine Nachricht mit der Bitte um Prüfung und gegebenenfalls Korrektur der Daten. Die korrigierten Daten werden danach erneut vom Netzbetreiber geprüft. Wenn der Netzbetreiber erneut eine Datenkorrektur anfordert, wird wieder eine E-Mail an den Anlagenbetreiber versendet. Das MaStR bricht die Netzbetreiberprüfung nicht ab. Es kann daher passieren, dass Netzbetreiber und Anlagenbetreiber sich immer wieder Datenkorrekturen zur selben Einheit hin und her schicken, da bei dem Netzbetreiber die Prüfung eventuell durch einen automatischen Prozess ausgelöst wird. Insbesondere große Netzbetreiber, bei denen viele tausend Anlagen angeschlossen sind, führen die Netzbetreiberprüfung automatisch durch. Wenn sich keine Klärung abzeichnet, ist es am einfachsten, wenn sich die Beteiligten persönlich per Telefon oder per E-Mail in Verbindung setzen und die Daten harmonisieren. 

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