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Kurzfristiger Stromhandel an der EPEX SPOT

EPEX SPOT
Das Wichtigste auf einen Blick:
  • An der Börse EPEX SPOT in Paris werden kurzfristig lieferbare Strommengen für Deutschland, Frankreich, Österreich und die Schweiz gehandelt.

  • Im Day-Ahead-Handel wird Strom für den Folgetag gehandelt.

  • Der Intraday-Handel bezeichnet den Handel von Strom, der noch am gleichen Tag geliefert wird.

Die European Power Exchange – der Spotmarkt für Strom

Im Stromhandel unterscheidet man zwischen Terminmarkt und Spotmarkt. Während die Terminkontrakte für Commodities, die sogenannten Futures, mit langen Laufzeiten am Terminmarkt über die European Energy Exchange, kurz EEX, in Leipzig gehandelt werden, wird der kurzfristige Spotmarkt über die European Power Exchange, die EPEX SPOT, in Paris abgewickelt.

Die EPEX SPOT SE ist ein Tochterunternehmen der EEX Group. Sie fungiert als Handelsplatz für in ein bis zwei Tagen lieferbaren Strom. So lässt sich über die EPEX SPOT Strom innerhalb kleiner Zeitfenster beschaffen oder veräußern – ein entscheidender Faktor, wenn der tatsächliche Strombedarf erst kurz vor dem Lieferzeitpunkt exakt eingeschätzt werden kann.

An der EPEX SPOT wird elektrische Energie für Deutschland, Frankreich, Österreich und die Schweiz gehandelt. Damit nimmt sie eine zentrale Stellung auf dem europäischen Strommarkt ein. Die kurzfristig gehandelten Strommengen werden entweder einen Tag im Voraus, also einen Tag vor der physischen Lieferung des Stroms im Day-Ahead-Handel verkauft oder sogar noch am Tag der physischen Lieferung selbst. In diesem Fall spricht man von Intraday-Handel.

Handelseinheit am EPEX Spotmarkt

Die Handelseinheit an der EPEX SPOT sind Megawattstunden (MWh). Auf den an der Börse bezahlten Preis für eine Megawattstunde kommen zusätzlich auch noch Gebühren und Steuern.

Der Day-Ahead-Handel

Dieser Markt ist als Auktion organisiert und ist in vier unterschiedliche Marktregionen unterteilt:
Frankreich, Schweiz, Deutschland und Österreich.

Für die einzelnen Marktregionen wird noch einmal nach den jeweiligen Übertragungsnetzbetreibern unterschieden. In den Märkten Deutschland und Österreich müssen die Händler ihre Gebote für den kommenden Tag bis jeweils 12 Uhr mittags abgeben. Die Informationen zu den entsprechenden Zuschlägen werden jeden Tag um 12:40 veröffentlicht.

In der Regel werden Pakete für jede volle Stunde eines Tages gehandelt. Daneben gibt es aber auch standardisierte Blockgebote, beispielsweise für die stromintensiven Morgenstunden zwischen sieben und zehn Uhr. Die Höhe des Preises ergibt sich wie an jeder Börse aus dem Schnittpunkt von Angebot und Nachfrage. Das Besondere am Strommarkt ist die Bedeutung des „Grenzkraftwerks“ oder „Merit-Order-Effekts“: Strom wird auf unterschiedliche Weise zu unterschiedlichen Grenzkosten erzeugt. An der Börse wird zuerst der Strom aus den Kraftwerken mit den geringsten Grenzkosten abgerufen, das sind die Ökostrom-Anlagen. Erst dann folgen die Gebote der konventionellen Kraftwerke. Diese Einsatzreihenfolge ist die Merit Order („Reihenfolge der Leistung“). Es werden also immer teurere Kraftwerke zugeschaltet, bis die Nachfrage gedeckt ist. Dieses letzte Gebot bestimmt dann den sogenannten markträumenden Preis, den Market Clearing Price. Deshalb drücken sonnige, windige Tage den Day-Ahead nach unten: Je mehr Ökostrom zur Verfügung steht, desto günstiger kann die Nachfrage gedeckt werden.

An der EEX wird ein Clearing der Gebote mit weiteren europäischen Staaten durchgeführt. Dabei werden die günstigsten Gebote an den nationalen Day-Ahead-Märkten für den Bedarf aller gekoppelten Märkte herangezogen, bis die physikalischen Transportmöglichkeiten zwischen den Staaten ausgeschöpft sind. Dadurch wird sichergestellt, dass sich günstigste Anbieter durchsetzen können und ein einheitlicher Preis auf den nationalen Day-Ahead-Märkten entsteht.

Physical Electricity Index

Aus dem Durchschnitt aller am Day-Ahead-Markt gehandelten Stundenkontrakte eines Tages errechnet sich der Börsenindex Phelix, der Physical Electricity Index.

Regelzonen Übertragungsnetzbetreiber

Der Intraday-Handel

Der Intraday-Handel ermöglicht das Feintuning der Day-Ahead-Auktionen. Auf abweichende Prognosen kann so noch nachträglich reagiert werden. Der Intraday-Handel an der EPEX SPOT bezeichnet den Kauf und Verkauf von Strom, der noch am gleichen Tag geliefert wird. Seit Juli 2018 können Stromlieferungen sowohl in 15-Minuten- als auch in Stunden-Blöcken gehandelt werden.

Die Intraday-Vorlaufzeiten wurden in den letzten Jahren stetig verkürzt. Grund hierfür ist laut EPEX die wachsende Einspeisung schwankender Energieträger der erneuerbaren Energien, die langfristige Einspeiseprognosen erschweren. Die Stromhändler sollten die Möglichkeit bekommen, ihre Strommengen kurzfristiger zu handeln und damit ihr Portfolio-Management zu vereinfachen.

In Deutschland kann es auf dem Intraday-Markt bis zu fünf Minuten vor Lieferbeginn noch zu einem Abschluss kommen. Ein Beispiel: Möchte ein Teilnehmer für die Viertelstunde von 16:00-16:15 Uhr 20 MWh Strom kaufen und findet einen Verkäufer, der bereit ist, die geforderte Menge zu verkaufen, kann der Zuschlag bis 15:55 Uhr erfolgen. Der Intra-Day-Handel für 15-Minuten-Gebote beginnt jeweils um 15:00 Uhr des Vortags

Ein Unterschied zum Day-Ahead-Handel liegt in der Preisbildung. Der Day-Ahead-Handel beruht immer auf dem Prinzip des markträumenden Preises, bei dem das letzte bezuschlagte Gebot den Preis für alle Transaktionen bestimmt. Im kontinuierlichen Intraday-Handel an der EPEX werden die Preise dagegen im "Pay-as-bid"-Verfahren ermittelt. Dabei wird immer exakt der Preis erhoben, der bei der jeweiligen Transaktion bezuschlagt wurde. Man spricht daher auch von Gebotspreisen. Demnach können keine Einheitspreise für die jeweiligen Produkte entstehen. Je nach Handelszeitpunkt kommt es zu verschiedenen Preisen für das gleiche Produkt.

RLM: Registrierende Leistungsmessung


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