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EEG-Umlage: Alle Fakten für Ihr Unternehmen

Seit einigen Jahren machen Umlagen, Steuern und Abgaben mehr als die Hälfte vom Preis einer Kilowattstunde aus. Dabei sticht die EEG-Umlage besonders hervor.

Steuern, Abgaben, Umlagen – Bestandteile des Strompreises

Zu Jahresbeginn 2018 nahmen die staatlichen bestimmten Preisanteile – also Steuern, Abgaben und Umlagen – 54 Prozent des Strompreises für private Verbraucher ein. Der Anteil der Netzentgelte lag bei 26 Prozent. Nur ein Fünftel des Strompreises entfällt auf die Beschaffung und Vertrieb. Diese Angaben ermittelte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Beispiel Privathaushalte: Von 29,44 Cent je Kilowattstunde (kWh), die ein bundesdeutscher Haushalt mit einem jährlichen Referenzverbrauch von 3.500 kWh im Jahr 2018 zahlt, entfallen 6,792 Cent auf die EEG-Umlage. 7,27 Cent sind als Netzentgelte für die Netznutzung (inklusive Messung und Abrechnung) zu zahlen.

Anders Industrieunternehmen: Bei einem jährlichen Verbrauch zwischen 160.000 und 20 Millionen kWh zahlen sie inklusive Stromsteuer 17,17 Cent je kWh – sofern sie die volle EEG-Umlage zahlen. Für industrielle Großabnehmer mit einem jährlichen Strombezug zwischen 70 und 150 Millionen kWh lag der Strompreis im Jahr 2017 bei 9,96 Cent je kWh. Dieser Preis setzt sich aus dem durchschnittlichen Bezugspreis und jenen Umlagen, Abgaben und Steuern zusammen, die nicht erstattet werden. Im Einzelfall variiert dieser Kostenanteil stark.

Was genau ist die EEG-Umlage?

Die Höhe der Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG-Umlage, wird jährlich von den vier Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB) prognostiziert und Mitte Oktober für das kommende Jahr veröffentlicht. Im schönsten Amtsdeutsch heißt es also im Oktober 2018: "Die EEG-Umlage für nicht privilegierten Letztverbraucherabsatz beträgt für das Jahr 2019 6,405 ct/kWh."

Das EEG regelt den Vorrang der erneuerbaren Energien bei der Einspeisung von Strom in öffentliche Netze. Es garantiert den Betreibern von Erneuerbare-Energien-Anlagen eine finanzielle Förderung: Wer Ökostrom beispielsweise mit Windkraft, Photovoltaik oder Biogas produziert, erhält eine garantierte Einspeisevergütung oder eine Marktprämie, wenn dieser Strom direkt vermarktet wird. Diese Förderung wird über die EEG-Umlage finanziert.

Seit 2017 erfolgt das Fördersystem für große Anlagen für erneuerbare Energien, das deren Marktfähigkeit zum Ziel hat, aber nicht mehr über eine feste Vergütung. Stattdessen wir die Vergütung durch Ausschreibungen festgelegt: Die niedrigsten Gebote für bestimmte Ausschreibungsmengen kommen zum Zuge. Das konnte man in letzter Zeit vor allem im Zusammenhang mit dem Zuschlagswert für Windkraftanlagen lesen.

Für 2019 werden die Kosten für die EEG-Umlage von fast 28 Milliarden Euro prognostiziert.

Wer zahlt EEG-Umlage, wer nicht?

Die Vermarktung des grünen Stroms deckt seine Kosten aus der Erzeugung (inklusive Vergütung und Prämie) noch nicht vollständig. Die Mehrkosten werden auf alle Verbraucher umgelegt, auch auf Unternehmen: Die meisten kleinen und mittelständischen Betriebe entgehen der Zahlung der EEG-Umlage nicht.

Anders sieht es bei größeren Unternehmen und in der Industrie aus: Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Stromkosten-intensiven Unternehmen nicht zu gefährden oder gar ihre Auswanderung zu riskieren, erlaubt das Gesetz Ausnahmen für bestimmte Branchen. Für eine Reduzierung der EEG-Umlage auf Antrag müssen der BAFA, dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, entsprechende Nachweise vorgelegt werden. Die gesetzliche Grundlage für diese Reduzierung ist die „Besondere Ausgleichsregelung“ (BesAR).

Erfüllt ein Betrieb die Voraussetzungen der BesAR, zahlt er für die erste Gigawattstunde (GWh) die EEG-Umlage in voller Höhe. Für den darüber hinaus verbrauchten Strom werden dagegen nur 15 Prozent der Umlage nach dem EEG fällig.

Gleichzeitig legt die BesAr eine Untergrenze und Höchstgrenze für die Zahlung der EEG-Umlage fest. Zu zahlen sind maximal vier Prozent der Bruttowertschöpfung . Liegt die Stromkosten-Intensität des Betriebs über 20 Prozent, beträgt die Umlage maximal 0,5 Prozent. Die Untergrenze kann im günstigsten Fall – beispielsweise in der Chemie- oder in der Aluminiumindustrie – bei 0,05 Cent je kWh liegen.

Übrigens werden die maßgeblichen Stromkosten für den Antrag nach Durchschnittspreisen ermittelt. Die gewährte Reduzierung gilt immer nur für ein Jahr und muss neu beantragt werden. Wer die Frist zum 30. Juni versäumt, dessen Antrag ist automatisch abgelehnt. Alle erforderlichen Unterlagen müssen auf elektronischem Weg beim BAFA eingereicht werden.

Will ein Betrieb einen Antrag auf die Begrenzung seiner EEG-Umlage stellen, muss er zwingend ein zertifiziertes Energiemanagementsystem (EnMS) oder ein Umweltmanagementsystems nach EMAS nachweisen. Jenseits eines Jahresverbrauchs von 5 GWh ist das Unternehmen dazu verpflichtet, bei einem Stromverbrauch zwischen 1 und 5 GWh pro Jahr liegen die Anforderungen etwas niedriger.

Mit Energieeffizienz Kosten senken

Effizienzsteigerungen sind also der Königsweg, um den Kosten der EEG-Umlage zu entkommen. Unternehmen sollten deshalb aktiv werden.

Auch Kammern und Innungen empfehlen deshalb, Energieeffizienz weit oben auf die Tagesordnung zu setzen. Mit jeder Kilowattstunde Strom, die sie nicht verbrauchen, sparen Unternehmen nicht nur bares Geld. Energieeffiziente Technik stärkt auch die Marktposition.

Auch wer selbst zum Stromproduzenten wird, senkt seine Stromrechnung. Beispielsweise bietet es sich an, eine Photovoltaik (PV)-Anlage aufs Dach zu setzen und den produzierten Strom selbst zu nutzen. So muss man weniger bis gar keinen Strom zukaufen. Jede Kilowattstunde, die selbst erzeugt wird, muss nicht transportiert werden – entsprechend werden keine Netzentgelte fällig. Zusätzlich  fallen bis 2023 auch die vermiedenen Netzentgelte ins Gewicht.  

Alternativ ist ein Blockheizkraftwerk (BHKW) auf dem Werksgelände eine Möglichkeit, Energiekosten zu sparen. Für den so erzeugten Strom ist eine auf etwa 40 Prozent verringerte EEG-Umlage zulässig.

Ausblick

Nach Erwartung von Experten wird die EEG-Umlage erst 2023 nennenswert sinken. Dann fallen viele Altanlagen aus der Ökostrom-Förderung per Festvergütung.

Bei aktuellen Ausschreibungen für Windparks haben die Bieter teilweise schon keinen Aufschlag für den dort zu produzierenden Strom verlangt, so dass sie ihren Ökostrom völlig ohne Förderung vermarkten.

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