Wiesn 2017: Hier wohnen die Oktoberfest-Fans und Wiesn-Muffel
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Oktoberfest 2017: Wiesn-Muffel und Feier-Bayern

Oktoberfest 2017: Wiesn-Muffel und Feier-Bayern

Diese Bundesbürger gehen gern auf die Wiesn

Ganz Deutschland redet über das Oktoberfest 2017 – aber wer geht eigentlich tatsächlich hin? Wir haben uns angeschaut, in welchen Bundesländern die größten Wiesn-Fans und -Muffel wohnen, wer dieses Jahr auf die Wiesn will, wie viel Bier getrunken, Mandeln gegessen und Strom verbraucht wird. Und natürlich haben wir auch noch ein paar kuriose Wiesn-Fakten für Euch zusammengetragen.

Wer kennt es nicht, das Münchner Oktoberfest, von den Einheimischen liebevoll auch Wiesn genannt. Seine Anziehungskraft scheint geradezu magnetisch, die bayerische, deutsche und internationale Prominenz gibt sich in den einschlägigen Zelten die Klinke in die Hand. Wer trägt welches Dirndl, was wird der diesjährige Wiesn-Hit, wie viele Maß Bier werden ausgeschenkt – die Berichterstattung während der 17 Tage, in denen sich München im Ausnahmezustand befindet, reißt nicht ab. Doch wer von den Deutschen – abgesehen von den A- bis D-Promis – geht denn eigentlich wirklich auf das größte Volksfest der Welt?

Ein Fest der Bayern

Ein Fest der Bayern

Das hat eine aktuelle Umfrage von Yougov im Auftrag des Energieanbieters E.ON untersucht. Platz Nummer 1 belegen – wenig überraschend – die Bayern. Rund zwei Drittel waren schon einmal dort, 21 Prozent wollen das Oktoberfest 2017 besuchen. Damit stellen sie mehr als die Hälfte der erwarteten rund 5 Millionen Oktoberfestbesucher. Auf Platz zwei der fleißigsten Wiesn-Gänger landen die Baden-Württemberger, die es nach München ja auch nicht so weit haben. Immerhin 40 Prozent waren schon einmal dort, etwa 10 Prozent wollen auch dieses Jahr dabei sein. Gleich dahinter kommen die Saarländer. Mehr als ein Drittel von ihnen sind erprobte Wiesn-Besucher. Platz vier teilen sich die Nordrhein-Westfalen und die Hessen. Immerhin 32 Prozent waren schon mindestens einmal in ihrem Leben auf dem Münchner Oktoberfest. Auch bei den Berlinern ist das Münchner Spektakel beliebt: 15 Prozent der Einwohner wollen dieses Jahr zum Volksfest in den Süden. Am wenigsten Wiesn-Erfahrung haben die Sachsen, von ihnen war erst ein Fünftel auf dem Oktoberfest. So gar keine Lust auf die Wiesn haben dieses Jahr die Schleswig-Holsteiner und – etwas überraschend – die Hessen. Nur fünf bzw. sechs Prozent planen einen Oktoberfestbesuch.

Aus dem Ausland kommt laut der Stadt München übrigens weniger als ein Sechstel der Oktoberfestbesucher. Am häufigsten sind Gäste aus den USA, der Schweiz und Italien. Die sind traditionell am zweiten Wiesn-Wochenende – dem sogenannten „Italiener-Wochenende“ besonders stark vertreten. Damit die Weltbürger aber nicht ganz so weit reisen müssen, werden inzwischen weltweit 2.000 „Oktoberfeste“ nach Münchner Manier veranstaltet. Das Original schlägt aber natürlich keines davon.

Wiesn-Fakten und -Zahlen

Wiesn-Fakten und -Zahlen

Den größten Besucherandrang verzeichnete die Wiesn mit 7,1 Millionen Gästen übrigens schon 1985. 2016 waren es „nur“ 5,6 Millionen Gäste. Was ebenfalls kontinuierlich abnimmt ist der Energieverbrauch auf dem Oktoberfest. 2016 wurden an 17 Festtagen 2.708.001 Kilowattstunden (kWh) Strom verbraucht – deutlich weniger als die Jahre davor. Das liegt unter anderem daran, dass sowohl Festwirte als auch Schausteller auf eine energieeffizientere Beleuchtung von Zelten und Fahrgeschäften setzen. In der Regel werden jetzt sparsame LEDs genutzt, mit denen man auch zuhause die Energiekosten senken kann. Fun Fact: Mit der Menge Strom, die die Wiesn verbraucht, kann man rund 40 Millionen Trachtenhemden und -blusen bügeln oder mehr als 81 Millionen Lebkuchenherzen backen – also gut eines für jeden Bundesbürger. Legt man den Wiesn-Stromverbrauch auf die Besucher um, verbraucht jeder nur etwa 0,5 kWh – das entspricht Stromkosten von nur etwa 15 Cent. Deutlich billiger als ein Gang auf die Toilette, hier wird in der Regel eine „Mindestspende“ von 50 Cent erwartet.

Die Maß Wiesn-Bier kostet dieses Jahr zwischen 10,60 Euro und 10,95 Euro – also ganze 12 Öcken, wenn man sich mit der Bedienung gutstellen und damit den Biernachschub sichern möchte. Im letzten Jahr wurden „nur“ 66.231 Hektoliter Festbier ausgeschenkt. Ob das 2017 übertroffen werden kann, bleibt abzuwarten. Da die Wiesn dieses Jahr aber dank günstiger Lage des Feiertags ganze 18 Tage dauert (normal sind 16 oder 17 Tage), ist das durchaus wahrscheinlich. Auch die 28 Tonnen gebrannte Mandeln, die letztes Jahr an den Mann und die Frau gebracht wurden, werden bei ausreichend schönem Wetter sicherlich getoppt. Letztes Jahr schien die Sonne ganze 97 Stunden über der Münchner Theresienwiese, der die Wiesn ihren Kosenamen verdankt. Kurioseste Fundstücke (von denen insgesamt nur etwa 20 Prozent von ihren Besitzern abgeholt werden) im letzten Jahr waren etwa zwei Romane „Nie wieder Blondinen“ mit Widmung, vier Gebisse und eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinung für die Dauer der Wiesn.

Auf da Wiesn gibt's koa Sünd

Auf da Wiesn gibt’s koa Sünd

Wir haben den Selbstversuch gewagt und waren mit Kamera und Mikrofon ausgestattet auf der Wiesn. Unser Resultat: Fast 50 Prozent der Menschen, die wir getroffen haben, waren tatsächlich aus Bayern. Was sie uns über sich und Ihre kuriosen Wiesn-Erlebnisse verraten haben, seht Ihr in unserem Facebook-Video.

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