Rauchmelder und Brandschutz: So schützen Sie sich richtig.
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Rauchmelder: Tipps zum richtigen Brandschutz

Rauchmelder: Tipps zum richtigen Brandschutz
@gettyimages

Fachgerechte Installation und Nutzung für Mieter und Eigentümer: Rauchmelder sind mittlerweile in allen Bundesländern für Neu- und Umbauten Pflicht. Worauf Mieter und Eigentümer bei Einbau, Montage und Installation achten müssen und welche Vorteile vor allem Rauchmelder mit Funk und Smart Home Funktion bieten, zeigt unser Überblick.

-> Rauchmelderpflicht nach Bundesländern
-> In diesen Räumen müssen Rauchmelder vorhanden sein
-> So bringen Sie Ihren Rauchmelder an
-> Wie oft Rauchmelder gewartet werden müssen
-> Fehlalarm vermeiden
-> Wann Ihre Versicherung nicht zahlen muss

Seit Anfang 2017 sind Rauchmelder in allen Bundesländern für Neubauten und bei Umbauten verpflichtend. Auch für Bestandsbauten laufen nach und nach die Übergangsfristen ab und die Geräte müssen installiert werden. In vier Bundesländern besteht noch eine Übergangsfrist für Bestandsbauten, wohingegen in Sachsen beispielsweise keine Regelung dazu vorliegt. Für einen Überblick dieser unterschiedlichen Fristen finden Sie eine detaillierte Auflistung der genauen Termine für das jeweilige Bundesland:

Übergangsfristen für den Einbau von Rauchmeldern nach Bundesland

Rauchmeldergrafik nach Bundesländern neu ohne Überschrift

Auch wer den Rauchmelder anzubringen hat ist Ländersache

Sie haben sich schon immer gefragt wer die Rauchmelder anbringen muss? Mieter, Vermieter, Feuerwehr oder vielleicht doch der Hausmeister?

Die Entscheidung, wer für Installation der Rauchmelder verantwortlich ist, treffen die Bundesländer unabhängig voneinander. In fast allen Bundesländern gilt allerdings einheitlich, dass der Eigentümer für die Montage verantwortlich ist. Lediglich in Mecklenburg-Vorpommern muss sich bei Bestandsbauten in der Regel der Besitzer selbst um die Beschaffung und Installation der Geräte kümmern.

Der Staat kontrolliert die Einhaltung des Rauchmeldergesetzes nicht

Es kommt kein Beamter der Stadt zu Ihnen nach Hause und überprüft die sachgemäße Anbringung des Brandrauchmelders. Dennoch sollten Sie unter keinen Umständen mit dem Gedanken spielen, die neue Gesetzgebung zu ignorieren. Abgesehen davon, dass die kleinen Geräte sowie das neue Gesetz einen echten Sinn erfüllen und Ihrer Sicherheit und Gesundheit dienen,  können sie unter Umständen auch Ihren Versicherungsschutz beeinflussen.

Bundesland

Rauchmelder verpflichtend für Neubauten seit dem Jahr:

Rauchmelder verpflichtend  für Bestandsbauten seit dem Jahr:

Baden-Württemberg

2010

01.01.2015

Bayern

2007

01.01.2018

Berlin

2017

31.12.2020

Brandenburg

2016

31.12.2020

Bremen

2009

01.01.2016

Hamburg

2005

01.01.2011

Hessen

2005

01.01.2015

Mecklenburg-Vorpommern

2006

01.01.2010

Niedersachsen

2012

01.01.2016

Nordrhein-Westfalen

2013

01.01.2017

Rheinland-Pfalz

2007

12.07.2012

Saarland

2004

01.01.2017

Sachsen

2016

derzeit noch keine Regelung

Sachsen-Anhalt

2009

01.01.2016

Schleswig-Holstein

2004

01.01.2011

Thüringen

2008

01.01.2019

In diesen Räumen müssen Rauchmelder vorhanden sein

Generell liegt die Vorgabe, in welchen Zimmern Ihres Zuhauses ein Rauchmelder installiert sein muss, ebenfalls beim Bundesland. In den meisten Ländern gelten jedoch die gleichen Vorgaben: Alle Flure, die als Fluchtweg dienen oder eine Verbindung zu Aufenthaltsräumen haben, sowie generell alle Schlaf- und Kinderzimmer, also Aufenthaltsräumen, in denen bestimmungsgemäß Personen schlafen, müssen mit mindestens einem Rauchmelder ausgestattet sein.

Oft sind Küche und Bad ausgenommen

Im Badezimmer sind die Geräte nicht verpflichtend. Hier sind herkömmliche Rauchmelder ohnehin nicht sinnvoll, da Sie beispielsweise durch Wasserdampf, der beim Duschen entsteht, einen Fehlalarm auslösen könnten. Wer allerdings auch hier auf Nummer sicher gehen möchte, sollte einen Wärmemelder anbringen. Er reagiert erst ab einer bestimmten Temperatur, was dazu führt, dass bei einer langen Dusche nicht direkt ein falscher Alarm losgeht.

Auch heute ist es immer noch ein weitverbreiteter Glaube, dass Rauchmelder vor allem in der Küche hängen sollten. Im Experteninterview mit der Feuerwehr erklärt Frank Hachemer, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, wo die Rauchmelder aus welchen Gründen wirklich Sinn ergeben. Die genauen Regelungen sind in den jeweiligen Bauordnungen der einzelnen Länder festgehalten und nachzulesen.

In diesen Räumen müssen Rauchmelder vorhanden sein
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Schritt für Schritt-Anleitung wie Sie Ihren Rauchmelder ordnungsgemäß anbringen

Für batteriebetriebene Rauchmelder sind keine umständlichen Kabelverlegungen nötig. Sie sind besonders leicht und auch sehr kostengünstig in nur wenigen Schritten anzubringen. In der Regel brauchen Sie weder Handwerker noch Hausmeister, denn viele können sehr einfach an der Zimmerdecke und mit nur wenigen Handgriffen befestigt werden.

Anleitung zur Rauchmelder-Montage

  1. Folgende Gegenstände benötigen Sie: einen Stift, einen Maßstab, einen Schraubenzieher, die Gebrauchsanweisung, gegebenenfalls eine kleine Leiter und Küchentücher.
  2. Messen Sie aus, wo Sie ihr Gerät laut Gebrauchsanweisung  anbringen müssen und markieren mit einem Stift die entsprechenden Punkte (in der Regel gilt: Anbringung drei Meter von Küchengeräten und 10 cm von der Wand). Falls die Decke staubig sein sollte, wichen Sie diese mit dem Küchentuch ab.
  3. Montieren Sie die Rückenplatte des Rauchmelders mit den vorgesehenen Schrauben und Ihrem Schraubenzieher an der Zimmerdecke. Sie müssen keine Löcher in Ihr Mauerwerk bohren, in der Regel reichen vier kleine Schrauben, um die Halterung zu befestigen.
  4. Im letzten Schritt befestigen Sie den Rauchmelder einfach mit einer Drehung an der Rückenplatte. Wenn Sie ein Einrasten hören, ist der Rauchmelder fest montiert.
  5. Überprüfen Sie die Funktionsfähigkeit. Fertig!

Im Tutorial erfahren Sie, wie einfach sich der Nest Protect in Ihrem Zuhause installieren lässt (das Video ist auf Englisch).

Die Montage kann von Hersteller zu Hersteller und von Gerät zu Gerät abweichen. Sie sollten daher unbedingt die Gebrauchsanweisung lesen und bei der Installation auf die Herstellerangaben achten.

Wie oft und von wem muss ein Rauchmeldegerät gewartet werden?

Auch die Verantwortung der Betriebsbereitschaft ist von den Bundesländern geregelt. In Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist der Eigentümer dafür verantwortlich. In allen anderen Bundesländern allerdings der Besitzer, bei Mietwohnungen dementsprechend der Mieter.

Wie oft Sie die Batterien wechseln, die Alarmbereitschaft testen oder das Gerät austauschen müssen, hängt grundsätzlich vom Hersteller, den verwendeten Batterien sowie vom Gerät ab. Jedem Rauchmelder liegt beim Kauf eine Bedienungsanleitung bei, die Sie unbedingt gründlich lesen und befolgen sollten.

Wir empfehlen beim Kauf auf eine lange Lebensdauer zu achten, heutzutage können einige Geräte bis zu 10 Jahre einsatzbereit bleiben.

Die Geräte machen Sie in der Regel durch einen Signalton oder eine Leuchtdiode rechtzeitig darauf aufmerksam, wenn Sie eine Batterie wechseln müssen.

Qualitätsprodukte testen ihre Funktionsfähigkeit selbst um maximale Zuverlässigkeit und Sicherheit zu garantieren. Außerdem führen einige Produkte monatliche Soundchecks durch.

Durch die stetigen Verbesserungen in den Produktentwicklungen und immer besser werdende „Selbsttests“ fallen so gut wie keine Kosten für die Wartung Ihres Rauchmelders an. Von der kostspieligen Wartung durch einen Dienstleister oder Handwerker können Sie also entspannt absehen.

So vermeiden Sie einen Fehlalarm

Der schrille, ohrenbetäubende Laut der uns wecken soll, wenn es brennt, macht die Rauchmelder so sicher. Der unangenehme Ton sorgt dafür, dass wir unsere Aufmerksamkeit sofort auf die Gefahr richten und uns schnell in Sicherheit bringen können. So weit so gut. Besonders nervig wird es nur, wenn der Rauchmelder Alarm schlägt, obwohl keine Gefahr droht. Wer lästige Fehlalarme vermeiden will, sollte daher beim Kauf dringend auf die Qualität des Rauchmelders achten. Spezialisierte Geräte können beispielsweise sofort erkennen, ob es sich um gefährlichen Brandrauch handelt oder nur um harmlosen Wasserdampf. Gerade Kohlenmonoxid (CO)-Melder können zuverlässig giftige und nicht riechbare CO-Konzentrationen erkennen und schlagen nicht gleich Alarm, nur weil Sie gerade Wasser auf dem Herd erhitzen.

So vermeiden Sie einen Fehlalarm
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Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes Frank Hachemer erklärt im Expertenterview außerdem, worauf Sie beim Kauf eines Rauchmelders achten sollten und warum Kohlenmonoxidmelder besonders sinnvoll sind.

Übrigens gibt es auch Rauch- und CO-Melder, die überhaupt nicht mehr unangenehm piepen oder schrill Alarm schlagen. Einige Produkte senden Ihnen einfach ein Signal auf Ihr Smartphone und informieren Sie mit ruhiger Stimme über eine mögliche Gefahr. Auch der Rauchmelder an sich verzichtet dann auf das unangenehme Piepen, sondert spricht zu Ihnen.

Ihr Vorteil: Sollte der kleine Lebensretter doch mal unnötig Alarm schlagen, können Sie ihn sofort und ganz einfach über Ihr Handy stumm stellen. Sie brauchen nicht erst auf den Tisch klettern oder eine Leiter holen, um das Gerät abzuschalten.

Lästige, laute Fehlalarme sind dann Schnee von gestern.

Wann Ihre Versicherung für Ihren Schaden haften muss und wann nicht

Rauchmelder sollen in erster Linie Leben retten. Erst an zweiter Stelle steht bei dem Gesetz der Schutz vor hohen Sachschäden. Grundsätzlich gilt: Wenn Sie eine Hausrat- oder Gebäudeversicherung abschließen möchten, müssen Sie alle gesetzlichen Sicherheitsregelungen beachten.

In der Praxis wirkt es sich in der Regel allerdings nicht auf den Versicherungsschutz aus, ob Sie die Rauchmelderpflicht beachtet haben oder nicht. Der Grund dafür ist einfach: Die Versicherung würde nur dann nicht greifen, wenn ein Rauchmelder die Schadenshöhe beeinflussen hätte können. Das bedeutet der Grund für den Schaden und die Höhe der Schadenssumme müsste nachweislich in direktem Zusammenhang damit stehen, dass Sie keinen Rauchmelder hatten. In den meisten Fällen lässt sich dieser Zusammenhang allerdings nicht herstellen. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. ist nicht bekannt, dass es bisher Fälle gab in denen ein „fehlender oder unsachgemäß betriebener Rauchmelder“ die Entschädigung eines versicherten Sachschadens negativ beeinflusst hat.

Wenn Sie sich dennoch absichern möchten, sollten Sie direkt bei Ihrer Versicherung nachfragen und sich über die genaue Regelung in einem solchen Fall erkundigen.

Doch selbst wenn Ihre Versicherung auch ohne Rauchmelder den Schaden übernehmen würde, sollten Sie deshalb nicht auf die Anschaffung verzichten. Ein gerettetes Leben ist wertvoller als jeder Sachschaden und der Grund für die Einführung des Rauchmeldergesetzes.

* Gilt auf den höchsten Preis für ein Smart Home Produkt in Ihrer Auswahl. Für neue E.ON Kunden gilt das Angebot in Zusammenhang mit einem Energieliefervertrag, der über 24 Monate Mindestlaufzeit auf eonplus.de abgeschlossen wird. Für E.ON Kunden ist kein Vertragswechsel notwendig. Details auf eonplus.de.

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