Diesel oder Elektro: Die Zukunft des Fahrens liegt in der E-Mobilität
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Diesel oder Elektromotor?

Diesel oder Elektromotor?

Zwei Antriebstechnologien im Vergleich

Wo geht die Reise hin? Entscheiden sich Kunden eher für die etablierte Technik mit fossilen Brennstoffen, oder kann der Elektromotor überzeugen? Noch ist es eine Glaubensfrage. Glaubt man den einen Herstellern und ihren Abgaswerten oder doch den anderen Herstellern mit ihren Versprechen zur Reichweite? Schenken wir den Fakten Glauben und betrachten die aktuelle Lage.

Wer sich heutzutage einen Diesel kaufen möchte, der muss recht bald schon um die Freiheit bangen, damit überall hinfahren zu dürfen. Als erste Kommune in Deutschland wird Stuttgart ab 2018 seine Innenstadt für bestimmte Dieselmodelle dichtmachen und damit gegen Feinstaubbelastung und Stickoxide ankämpfen. Seit vielen Jahren machen diese Umweltgifte, die vor allem dem Straßenverkehr angelastet werden, der Stadt wegen ihrer Talkessellage besonders zu schaffen.

Andere Kommunen werden folgen: Glaubt man dem Umweltbundesamt, dann wurde an fast 60 Prozent der Luftmessstationen in Deutschland im Jahr 2015 der Jahresgrenzwert überschritten. Umweltschützer laufen Sturm und versuchen, die Städte durch Klagen zu einem Dieselverbot zu bringen. Die Kommunen sitzen in der Zwickmühle. Denn ein Verbot ist mit den vorhandenen Mitteln kaum durchzusetzen.

Blaue Plakette als Lösung?

Dennoch könnten Gerichte die Kommunen schon bald zum Handeln zwingen. Ein generelles Fahrverbot für bestimmte Dieselfahrzeuge in allen Innenstädten von Ballungsräumen wäre eine mögliche Folge – betroffen wären rund 13 Millionen Wagen in Deutschland. Als Kriterium könnte die sogenannte blaue Plakette dienen, die derzeit in der Diskussion ist. Das Fahrverbot könnte für alle Wagen gelten, die die sogenannte Euro-6-Abgasnorm nicht erfüllen, welche im Jahr 2015 für alle Neuwagen eingeführt wurde. Allerdings erreichen sogar die neuesten Dieselautos ihre Abgasgrenzwerte nur auf dem Prüfstand – und nicht unter Realbedingungen im Straßenverkehr.

Von einem generellen Fahrverbot in Deutschland wären bis zu 13 Millionen Dieselautos betroffen.

Elektroauto oder Hybrid als einzige Alternative

Der Diesel hat ein großes Imageproblem. Trotzdem und trotz aller Debatten um Abgaswerte und Giftstoffe verteidigen vor allem Vielfahrer, die überwiegend auf Autobahnen Strecke machen, ihren lieb gewonnenen Antrieb. Nicht jeder ist viel in Innenstädten unterwegs und von den drohenden Fahrverboten betroffen, dazu kommt die wirtschaftliche Attraktivität eines Diesels bei häufigen Langstreckenfahrten. Was also tun? Ein Benziner ist auch nicht die ideale Lösung. Laut ADAC wären von der blauen Plakette auch mehrere Millionen Autos mit Benzinmotor betroffen.

Ein E-Auto wird an einer Ladesäule geladen

Eine echte Alternative sind daher eigentlich nur Elektro- und Hybridautos: umweltfreundlich, sauber und leise. Schon jetzt sind sie das ideale Fahrzeug für die Großstädte mit ihren vielen Ladestationen. Der Ausbau der Lade-Infrastruktur schreitet aktuell auch in der Fläche rasch voran: Ende 2017 kann man auf deutschen Autobahnen im Schnitt alle 30 Kilometer binnen weniger Minuten seine Batterie an einer Schnellladesäule auftanken. Damit dürfen sich auch Vielfahrer für das Elektroauto begeistern. Die Kostenentwicklung wird ein Übriges tun.

Dieselfahrzeuge werden teurer, Elektroautos billiger

So werden bis zum Jahr 2024 die jährlichen Kosten für E-Autos auf das Niveau von herkömmlichen Fahrzeugen sinken, wie eine aktuelle Studie des Europäischen Dachverbands der Verbraucherschutzorganisationen BEUC (Bureau Européen des Unions de Consommateurs) besagt. Dieselfahrzeuge hingegen werden nach Experteneinschätzungen noch teurer als bisher, damit sie kommende Schadstoffnormen noch erfüllen können.

Die Bundesregierung will schon jetzt mit einer Finanzspritze die Entscheidung für den Kauf eines Elektroautos erleichtern. Für Fahrzeuge, die nach dem 18. Mai 2016 gekauft wurden, gibt es 4.000 Euro Kaufprämie. Für Hybridautos, die Strom tanken und einen ergänzenden Verbrennungsmotor haben, zahlt der Staat 3.000 Euro dazu.

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