Die 9 größten Mythen rund um das Elektroauto
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Die 9 größten Mythen rund um das Elektroauto

Quelle: E.ON

Zu teuer und kompliziert? Wir räumen mit Vorurteilen auf

Noch immer stehen viele Autofahrer dem Elektroauto skeptisch gegenüber, dabei sind die Bedenken meist unbegründet. Wir gehen den Elektromobilitätsmythen auf den Grund und zeigen, was wirklich im E-Auto steckt.

Mythos #1: Elektroautos sind teuer

Hoher Anschaffungspreis, hoher Energiebedarf, hohe Wartungskosten: Das sind die Vorurteile, die sich noch immer hartnäckig halten. Tatsächlich sind Elektromodelle in der Anschaffung aktuell etwas teurer als Diesel oder Benziner – staatliche Förderungen, steuerliche Erleichterungen und die niedrigen Betriebskosten gleichen diese einmaligen Mehrkosten jedoch nach wenigen Jahren wieder aus. Danach lässt sich mit einem E-PKW so richtig sparen: Fahrer von E-Autos zahlen in der Regel weniger als die Hälfte, um von A nach B zu kommen, als Besitzer von Verbrennern.

Ein weiterer Pluspunkt für das E-Auto: Die Wartungskosten sind etwa um ein Drittel geringer als bei Autos mit Verbrennungsmotoren. Zum Beispiel verschleißen Bremsbeläge langsamer, Öl- und Filterwechsel sind überflüssig.

Für die Zukunft verspricht das E-Auto sogar, noch rentabler zu werden, denn alleine in den letzten sieben Jahren sind die Preise für Batterien um 80 Prozent gesunken.

Auch Sparfüchsen macht das Elektroauto Spaß. Quelle: E.ON
Auch Sparfüchsen macht das Elektroauto Spaß. Quelle: E.ON

Mythos #2: Die Reichweite von Elektroautos ist zu niedrig

Die tatsächliche Reichweite eines E-Autos hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, wie etwa der Akkuleistung, der Beladung, der Fahrweise und dem Fahrzeugmodell. Für die meisten Autos ergibt sich somit eine Reichweite zwischen 150 und 500 Kilometern. Damit kommt man mit einem Elektrofahrzeug tatsächlich meist nicht so weit wie mit einem herkömmlichen Diesel oder Benziner. Im Alltag spielt das für die meisten Fahrer aber kaum eine Rolle, da man am Tag selten mehr als 100 Kilometer zurücklegt. Laut Kraftfahrtbundesamt werden PKWs in Deutschland im Durchschnitt sogar weniger als 50 Kilometer pro Tag bewegt – damit kommt jedes Elektromodell mühelos zurecht.

Nissan Leaf Nismo
Langer Atem: Mit dem Nissan Leaf sind fast 400 Kilometer Reichweite drin. Quelle: Nissan Deutschland

Mythos #3: Elektroautos verursachen mehr CO2 als Verbrenner

Fakt ist: Für die Herstellung von Elektrofahrzeugen, allen voran der Batterien, wird tatsächlich mehr Energie benötigt als für die Herstellung von Verbrennern. Über ihren Lebenszyklus verursachen sie aber um 70 bis 90 Prozent weniger CO2-Ausstoß als Benziner oder Diesel. Dabei ist ausschlaggebend, wie umweltfreundlich die Energie ist, die für die Produktion verwendet wird, und ob die Elektrofahrzeuge dann mit Ökostrom betrieben werden oder nicht. Möglich ist das schon heute, wenn Fahrer von E-Autos entsprechende Grünstromtarife abschließen. Denn dann wird garantiert so viel Strom aus erneuerbaren Quellen eingespeist, wie verbraucht wird.

Gut für‘s Gewissen: Wer mit Ökostrom fährt, tut der Umwelt etwas Gutes. Quelle: E.ON
Gut für‘s Gewissen: Wer mit Ökostrom fährt, tut der Umwelt etwas Gutes. Quelle: E.ON

Mythos #4: Es gibt nicht genug Ladestationen für Elektroautos

Die meisten Besitzer von E-Autos laden die Akkus zuhause bequem über Nacht – damit fällt das Tanken unterwegs oft komplett weg. Natürlich hat aber nicht jeder die Möglichkeit sich Zuhause eine Lademöglichkeit zu installieren. All diejenigen können auf Roaming-Flatrates wie beispielsweise von E.ON zurückgreifen und somit per App mobil laden. Zudem bieten immer mehr Arbeitgeber die Möglichkeit, E-Autos bei Bedarf während der Arbeitszeit zu tanken. Wer dann doch unterwegs nachladen muss, hat die Wahl zwischen knapp 6.000 öffentlichen Ladepunkten in Deutschland (Stand: Oktober 2017). Verschiedene Apps wie Intercharge oder E.ON Drive zeigen, wo sie zu finden sind. Dennoch ist unumstritten, dass die Ladeinfrastruktur noch weiter ausgebaut werden muss, weshalb täglich an neuen Ladepunkten gearbeitet wird. Mit ein bisschen Planung ist es daher schon heute möglich, lange Reisen mit dem E-Auto zu unternehmen.

Keine Angst: Das Laden eines Elektroautos ist spielend leicht. Quelle: E.ON
Keine Angst: Das Laden eines Elektroautos ist spielend leicht. Quelle: E.ON

Mythos #5: Das Aufladen ist kompliziert und dauert lange

Richtig ist, dass das Laden eines E-Autos heute noch deutlich länger dauert als der schnelle Stopp mit dem Verbrenner an der Tankstelle. Allerdings gibt es schon heute ultraschnelle Ladestationen, die kompatible Fahrzeuge mit hohen Reichweiten innerhalb von nur 20 Minuten vollständig laden. 400 bis 500 Kilometer sind dann anschließend drin. Das kommt dem gängigen Benziner schon recht nah und man hat Zeit für eine kurze Erfrischung. In naher Zukunft könnte das aber auch anders aussehen: Die nächste Generation der Ultraschnelllader steht schon in den Startlöchern, der Ladevorgang  wird dann nur noch wenige Minuten in Anspruch nehmen.

An normalen Ladesäulen können moderne Akkus zudem innerhalb von 30 Minuten schon zu 80 Prozent wieder aufgeladen werden, wenn man beispielsweise gerade beim Einkaufen ist. Und das ist alles andere als kompliziert: Apps zeigen nicht nur den Weg zur nächsten freien Ladestation, sondern auch, mit welchen Steckervarianten sie ausgerüstet ist.

Lange warten muss man beim Stromtanken bald nicht mehr. Quelle: E.ON
Lange warten muss man beim Stromtanken bald nicht mehr. Quelle: E.ON

Mythos #6: Elektroautos sind gefährlich

Schon als Kinder lernen wir alle: Strom ist gefährlich – fass bloß nicht in die Steckdose! Strom in Verbindung mit Wasser ist außerdem eine wahre Todesfalle und jeder kennt die Krimis, in denen der laufende Föhn als Mordwaffe in die Badewanne plumpst. Manch einer neigt dazu, dieses Gefahrenbewusstsein auch auf E-Autos zu übertragen. Zwei Hemmnisse stehen dabei im Vordergrund:

  1. Das Aufladen bei Regen
     
    Einen Stecker bei Regen in die Dose stecken – ist das nicht gefährlich? Nein, das Laden bei Regen und Nässe ist völlig unbedenklich, sofern Akkus und Ladestation der Norm entsprechen. Strom fließt erst, wenn der Kontakt vollständig hergestellt ist.
     
  2. Das Fahren mit E-Autos bei Unwetter
     
    Zieht so ein Elektromotor Blitze nicht magisch an? Und was, wenn er nass wird – da ist ja Strom drin. Nein, E-Autos sind keine größeren Blitzmagnete als andere Fahrzeuge. Und selbst wenn der Blitz einschlagen sollte: Das Prinzip des Faradayschen Käfigs bleibt vom elektrischen Antrieb unberührt. Vor Nässe muss man sich beim E-Auto auch nicht fürchten. Man kann bedenkenlos durch Pfützen fahren und die Motorhaube auch bei Regen öffnen.
Einen Helm braucht man nur im E-Rennauto. Quelle: E.ON
Einen Helm braucht man nur im E-Rennauto. Quelle: E.ON

Mythos #7: Elektroautos sind langsam

Noch immer hält sich der Irrglaube hartnäckig, dass Elektroautos hauptsächlich für den Stadtverkehr geeignet sind, weil man da eh nicht so schnell fahren darf. Dabei haben aktuelle Sportwagenmodelle von Herstellern wie BMW oder Tesla bewiesen, dass auch E-Autos in unter 5 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen und eine Geschwindigkeit von 250 km/h auf den Tacho zaubern können – und das sogar komplett ohne das laute Dröhnen eines Verbrennungsmotors. Übrigens: Das schnellste Motorrad der Welt fährt elektrisch.

Viele Flitzer werden inzwischen elektrisch angetrieben. Quelle: E.ON
Viele Flitzer werden inzwischen elektrisch angetrieben. Quelle: E.ON

Mythos #8: Das Konzept des Elektroautos steckt noch in den Kinderschuhen

Viele Verbraucher fürchten, dass die Technologien im Elektroauto nicht ausgereift sind, weil es das Elektroauto noch nicht lange genug gibt. Tatsächlich ist das Elektromobil der Greis unter den Mobilitätskonzepten und sogar älter als der klassische PKW mit Verbrennungsmotor. Das erste Elektrofahrzeug wurde in den 1830er Jahren vom schottischen Erfinder Robert Anderson entwickelt. In Deutschland gab es 1888 eine vierrädrige Elektrokutsche auf den Straßen, die als erster elektrischer PKW der Welt gilt. Erst im frühen 20ten Jahrhundert wurden die Elektrofahrzeuge von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor verdrängt. Seit den 1990er Jahren erlebt das E-Auto eine Renaissance: Neue Technologien im Bereich Elektroantrieb und Akku sowie ein steigendes Umweltbewusstsein führen dazu, dass das Elektroauto aktuell stark an Bedeutung gewinnt.

„Elektrokutschen“ gab es schon im 19. Jahrhundert. Quelle: Pixabay
„Elektrokutschen“ gab es schon im 19. Jahrhundert. Quelle: Pixabay

Mythos #9: Alle Elektroautos sind hässlich

Einige Autofahrer beklagen sich auch darüber, dass alle Elektroautos hässlich seien. Bekanntlich liegt Schönheit aber im Auge des Betrachters. Vermutlich ist diese Aussage vor allem auf die ersten Serienmodelle großer Autohersteller bezogen, die mit ihren futuristischen Designs nicht jeden Geschmack trafen. Inzwischen haben aber alle größeren Automarken Elektroversionen ihrer Serienmodelle im Angebot oder in Planung, und auch der eine oder andere Oldie fährt heute schon elektrisch. Die Designs bieten dabei eine so breite Vielfalt, dass für jeden Autofahrer etwas dabei ist.

Oldtimer oder Elektroauto? Wieso eigentlich nicht beides! Quelle: E.ON
Oldtimer oder Elektroauto? Wieso eigentlich nicht beides! Quelle: E.ON

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