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Smart Meter: Wie sicher sind digitale Stromzähler?

Frau liest buch
@iStock

Der Roman "Blackout" von Marc Elsberg beschreibt einen Stromausfall, der durch Smart Meter verursacht wird. Ein realistisches Szenario oder Zukunftsdystopie?

Smart Meter stehen in Deutschland in den Startlöchern. Der tatsächliche Rollout der neuen intelligenten Stromzähler soll dieses Jahr starten. Die neuen Zähler haben viele Vorteile: Energie sparen wird leichter gemacht, mit speziellen Tarifen lässt sich richtig Geld sparen und Verbraucher haben immer den Überblick über ihren Stromkonsum. Aber sind die Smart Meter auch sicher? So manchem kommt vielleicht auch der Bestsellerroman von Marc Elsberg aus dem Jahr 2012 in den Sinn: „Blackout – Morgen ist es zu spät“. Hier verursachen Terroristen über Zugriffe auf Smart Meter einen flächendeckenden Stromausfall in Europa. Ein realistisches Szenario? Wissenswertes zur Sicherheit von intelligenten Stromzählern haben wir für Sie in Erfahrung gebracht.

Überblick

Was ist überhaupt ein Smart Meter?

Ein Smart Meter ist einfach gesagt ein neuer Stromzähler. Was ist neu? Der Smart Meter ersetzt Ihren bisherigen analogen Ferraris-Stromzähler durch eine digitale Variante. Richtig smart wird dieser mit einer Kommunikationseinrichtung - dem sogenannten Smart Meter Gateway. Diese Stromzähler heißen dann offiziell und etwas sperrig „intelligentes Messsystem“. Durch das Smart Meter Gateway können die Zähler Verbrauchsdaten über das Internet senden. Praktisches Beispiel: Statt in den Keller zu gehen und Ihren Zähler abzulesen, wird Ihr Zählerstand für Ihre Abrechnung einfach an Ihren Stromlieferanten geschickt. Oder Sie nutzen eine App, über die Sie auf Ihrem Handy immer tagesgenau Ihren Stromverbrauch sehen und sofort wissen, ob und wann Ihr Verbrauch sich ändert. Überraschungen bei der Stromrechnung gehören damit der Vergangenheit.

Über das Smart Meter Gateway können aber auch Daten empfangen werden. Damit wird es zukünftig möglich, den Stromverbrauch besser an die Stromproduktion anzupassen. Dies ist umso wichtiger je mehr Strom aus Erneuerbaren Energien kommt und je intelligenter die Netze werden - Stichwort: Smart Grid. Denn dann können wir viel Strom nutzen, wenn viel Strom da ist. Oder natürlich den Stromverbrauch reduzieren, wenn der Wind gerade nicht weht oder die Sonne hinter den Wolken verschwindet. Über variable Stromtarife können Besitzer von Smart Metern dann zukünftig auch immer von den günstigsten Preisen profitieren.

Wie sicher sind intelligente Stromzähler?

Bei so vielen Daten, die hier hin und her gesandt werden, stellt sich die Frage, wie sicher das Ganze ist. Sicherheit, Datenschutz und insbesondere auch die Transparenz über das private Nutzungsverhalten sind immer wieder ein Thema. Wie leicht kann aus den privaten Verbrauchsdaten auf meine Lebensgewohnheiten geschlossen werden?

Antworten gibt hier das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (kurz: BSI). Im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums beschäftigt sich das BSI genau mit diesen Fragen. Das BSI entwickelt dabei Anforderungen und Vorgaben für die Smart Meter und hier insbesondere für die Kommunikation der Daten über das Smart Meter Gateway. In einem aufwändigen Zertifizierungsverfahren werden die neuen Stromzähler auf Herz und Nieren geprüft und getestet. Erst wenn die hohen Sicherheitsanforderungen erfüllt sind, erhalten die Geräte ein entsprechendes Prüfsiegel. Zu den Sicherheitsvorkehrungen zählen laut BSI unter anderem:

  • Die Integration von Firewall-Mechanismen
  • Erlaubnis von Kommunikationsverbindungen ausschließlich von innen nach außen
  • Authentifizierung, Verschlüsselung und Integritätssicherung aller Kommunikationsflüsse
  • Nachweis einer sicheren Produktions- und Entwicklungsumgebung beim Gerätehersteller

Mit diesen technischen Anforderungen setzt die Politik die Messlatte für die Hersteller hoch. Interessant ist dabei, dass die intelligenten Geräte laut Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende schon seit 2017 eingeführt werden sollten - sich die Zertifizierung aber fortlaufend verzögert. Ein weiteres Zeichen dafür, dass die technischen Vorgaben ernst genommen werden - und Bundesamt wie Herstellern sehr an der IT-Sicherheit gelegen ist. 

Steigt die Blackout-Gefahr mit den Smart Metern?

Wie groß ist jetzt tatsächlich die Gefahr, dass - wie im Roman „Blackout“ – Kriminelle unbemerkt von außen auf digitale Stromzähler zugreifen und einen europaweiten Stromausfall auslösen? Das Buch wurde 2012 immerhin als wichtigstes Wissenschaftsbuch 2012 von der Zeitschrift Bild der Wissenschaft ausgezeichnet. Dramatisch werden in dem 800 Seiten dicken Roman die Folgen für die Bevölkerung geschildert. Droht uns das zukünftig auch?

Dank der hohen Sicherheitsanforderungen, die durch das BSI in Deutschland vorgegeben werden, sind Blackout-Szenarien durch manipulierte Smart Meter sehr unwahrscheinlich. Um die hohen Anforderungen zu erfüllen, haben die Zähler ein Sicherheitsmodul, mit dem alle Daten verschlüsselt übertragen werden.

Gegen einen Stromausfall, gibt es in Europa darüber hinaus eine Vielzahl von Schutzmechanismen. Die Stromversorgung in Europa ist dabei so ausgerichtet, dass immer Ersatz zur Verfügung steht, falls etwas schiefgehen sollte. Konkret heißt das: Falls ein großes Kraftwerk oder eine wichtige Stromleitung ausfällt, ist immer ein anderes Kraftwerk oder eine andere Stromleitung da, die einspringt. Dass dies insbesondere in Deutschland gut funktioniert zeigt die Statistik: 2016 hatten die Stromkunden in Deutschland im Durchschnitt lediglich 12 Minuten im Jahr keinen Strom. In Österreich sind es 24 Minuten, in Italien 42 und in Frankeich 50 Minuten.

Es spricht also nichts dagegen, sich in Zukunft für einen neuen digitalen und smarten Stromzähler zu entscheiden. Achten Sie aber immer auf das BSI-Prüfsiegel. Dann können Sie sicher sein, dass die Anforderungen an die Sicherheit Ihrer Daten und der Datenschutz nachweislich erfüllt sind. Sobald die ersten zertifizierten Gerät am Markt sind, bekommen Sie diese ganz einfach bei uns.

Roman Black Out
800 Seiten Spannung: der Roman Blackout von Marc Elsberg  @E.ON

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