Smart Meter Pflicht in Deutschland: Darauf sollten Sie achten!
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Smart Meter Pflicht in Deutschland

Mann bedient Tablet

Die Smart Meter Pflicht wurde im November 2015 beschlossen. Ziel ist es, mithilfe der digitalen Stromzähler die Energiewende zu ermöglichen, CO2-Emissionen zu reduzieren und so einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Doch was ändert sich für Verbraucher? Wir haben die wichtigsten Infos für Sie zusammengefasst und erklären, für wen es sich lohnt aktiv zu werden.

-> Zeitplan des gesetzlichen Smart Meter Rollouts
-> Wer wann welchen Smart Meter bekommt
-> Gründe für die Smart Meter Pflicht
-> Vorteile der Smart Meter für Verbraucher - wer jetzt aktiv werden sollte
-> Verbraucher tragen Kosten für Smart Meter mit - und sparen trotzdem

Unter den Begriff Smart Meter fallen zwei Arten von Stromzählern:

  • Moderner Stromzähler: Zähler mit digitalem Display, der nicht mit dem Internet verbunden ist
  • Intelligenter Stromzähler: Internetfähiger Zähler, der mithilfe einer Kommunikationseinheit (Gateway) aus der Ferne ausgelesen werden kann und Online-Features ermöglicht

 

Zeitplan des gesetzlichen Smart Meter Rollouts

Grafik Smart Meter Rollout Zeitplan
Die Fristen für den Einbau der intelligenten Stromzähler sind gesetzlich geregelt - bis 2032 will die Bundesnetzagentur die Smart Meter Pflicht umgesetzt haben. Quelle: E.ON

Das Wichtigste zusammengefasst:

  • Smart Meter werden Pflicht, das ist beschlossene Sache - der Rollout erfolgt stufenweise
  • Stromkunden mit einem Verbrauch über 10.000 kWh pro Jahr sollen offiziell ab 2017 umgerüstet werden
  • Kunden mit einem Verbrauch von unter 10.000 kWh werden ab 2020 umgerüstet
  • Für Haushalte mit einem Verbrauch von unter 6.000 kWh ist ein intelligenter Stromzähler optional – es muss jedoch ein moderner Stromzähler verbaut sein
  • Bis 2032 muss jeder Zähler modern oder intelligent sein

Ungefährer Stromverbrauch nach Haushaltsgröße

Anzahl Personen pro Haushalt Stromverbrauch pro Jahr (Richtwert)
1

1.500 kWh

2

2.500 kWh

3

3.000 kWh

4

4.000 kWh

5

5.000 kWh

6

7.000 kWh

Unternehmen und private Stromkunden mit hohem Bedarf:

Der stufenweise Rollout der Smart Meter betrifft im ersten Schritt Stromkunden mit einem Verbrauch von über 10.000 kWh. Darunter fallen hauptsächlich (Klein-)Unternehmen und Privathaushalte mit einem sehr hohen Stromverbrauch. Diese Haushalte sollen offiziell schon ab 2017 umgerüstet werden. Da sich die intelligenten Stromzähler in einem komplexen Zertifizierungsverfahren des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) befinden, wird der Smart Meter Rollout frühestens im Laufe des Jahres 2018 erfolgen.

 

Privathaushalte und sonstige Kunden mit geringerem Stromverbrauch:

Einen Großteil der privaten Haushalte wird das „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“ erst ab dem Jahr 2020 betreffen. Auch hier werden zunächst Haushalte mit einem Verbrauch von 6.000 bis 10.000 Kilowattstunden umgerüstet, bevor die Stromzähler der restlichen Verbraucher (unter 6.000 kWh) modernisiert werden. Ab 2032 gilt für alle Stromkunden eine Smart Meter Pflicht.

 

Familie liegt auf dem Boden und schaut auf Tablet
Auf die Größe kommt es an: Ein durchschnittlicher Dreipersonenhaushalt ist gesetzlich erst ab 2020 vom Smart Meter Rollout betroffen. Quelle: E.ON

Wer wann welchen Smart Meter bekommt

Wer einen digitalen Zähler mit oder ohne Internetzugang erhält, ist gesetzlich vorgeschrieben. Dabei hat jeder Verbraucher die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, einen internetfähigen intelligenten Stromzähler zu nutzen. In welche Kategorie Sie fallen, können Sie untenstehender Tabelle entnehmen.

Gesetzlich vorgeschriebener Einbau von Smart Metern nach Modell:

Rollout ab Jahr

Moderner Stromzähler
(nicht internetfähig, aufrüstbar zum intelligenten Zähler)

Intelligenter Stromzähler
(internetfähig)

2017

-

Verbraucher ab 10.000 kWh pro Jahr

Erzeuger 7-100 kW

2020

Verbraucher bis 6.000 kWh
(Einbau eines intelligenten Stromzählers auf Wunsch möglich)

Verbraucher 6.000-10.000 kWh pro Jahr

Erzeuger ab 100 kW

Übrigens: Wer weniger als 6.000 kWh pro Jahr verbraucht, aber trotzdem die Vorteile eines internetfähigen Smart Meters nutzen möchte, für den kann es sich lohnen, selbst aktiv zu werden.

Gründe für das Smart Meter Gesetz

Solarpanels in der Wüste
Smart Meter kommunizieren mit dem Stromnetz. Eine Grundvoraussetzung für die Energiewende - und für eine grünere Zukunft. Quelle: E.ON 

Mit dem steigenden Anteil erneuerbarer Energien im Strommix muss sich auch das Stromnetz weiterentwickeln. Ein Beispiel: Windkraftwerke und Solaranlagen sind wetterabhängig und produzieren nicht konstant die gleiche Menge Strom. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Stromverbraucher und Stromerzeuger miteinander kommunizieren können, damit der Strom auch dort ankommt, wo er gerade gebraucht wird. Smart Meter unterstützen somit die Energiewende, die Digitalisierung und die Steuerbarkeit innerhalb des Stromnetzes.

Neben diesem Argument bringen die intelligenten Stromzähler aber noch weitere Vorteile mit sich: Aus gesamtheitlicher Sicht wären das etwa die Möglichkeit variable Stromtarife zu schaffen oder die Kostenersparnis, die dadurch entsteht, dass Smart Meter nicht vor Ort abgelesen werden müssen.

Vorteile für Verbraucher – wer jetzt aktiv werden sollte

Neben energiewirtschaftlicher Argumente für den Einbau smarter Stromzähler stellen sich Verbraucher zurecht die Frage: Was nützt mir ein Smart Meter? Wir haben die wichtigsten Vorteile für Sie zusammengefasst:

  • Stromverbräuche können nahezu in Echtzeit visualisiert werden
  • Bessere Kostenkontrolle und Übersicht
  • Identifikation von Stromfressern
  • Vermeidung von Stromnachzahlungen
  • Reduzierung des Stromverbrauchs
  • Nutzung zeitvariabler Stromtarife
  • Fernablesung des Zählerstands
  • Bessere Transparenz: Vergleich des eigenen Verbrauchs mit dem Durchschnitt möglich

Tatsächlich verspricht der intelligente Zähler in Zukunft eine Reihe von Vorteilen und Online-Features, die ein moderner Stromzähler ohne Internetverbindung nicht leisten kann. Vor allem für private Haushalte kann es sich also lohnen, aktiv zu werden: Denn wer unter 6.000 kWh pro Jahr verbraucht, bekommt standardmäßig nur einen modernen Zähler (nicht internetfähig) verbaut. 

Wer Interesse am Smart Meter hat, kann sich für einen Einbau kostenlos und unverbindlich vormerken lassen. Dann bekommen Sie Informationen zu den aktuellen Entwicklungen und werden kontaktiert, sobald ein Einbau möglich ist.

Mann vor Laptop freut sich beim Frühstücken
Die Kosten immer im Blick: Mit passenden Apps und einem Smart Meter können Stromverbräuche künftig in Echtzeit überprüft werden. Quelle: E.ON

Verbraucher tragen Kosten für Zähler mit - und sparen trotzdem

Mit der Smart Meter Pflicht können für Verbraucher zusätzliche Kosten entstehen. Diese sind jedoch gesetzlich gedeckelt – dürfen bestimmte Preisobergrenzen nicht übersteigen. Die von der Bundesnetzagentur vorgegebenen Obergrenzen orientieren sich dabei am Verbrauch. Hinzu kommt, dass mit dem Smart Meter Rollout der Markt für Stromzähler liberalisiert wird. Das bedeutet: Jeder Stromkunde kann den Anbieter seines Smart Meters, den sogenannten Messstellenbetreiber, frei wählen. Wo früher alleine der Netzbetreiber für den Einbau des Zählers zuständig war, kann jetzt beispielsweise der Energieversorger einspringen. Dadurch entsteht Wettbewerb, der sich wiederum positiv auf die Preisgestaltung auswirkt.

Aus diesen Gründen gehen Gesetzgeber davon aus, dass die neue Regelung langfristig auch für die Endverbraucher zu erheblichen Einsparungen im jährlichen Stromverbrauch führen kann und somit einen Gewinn für alle Beteiligten darstellt.

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