Solarenergie, Windkraft, Biomasse: Wo in Deutschland leben die aktivsten Erfinder im Bereich Erneuerbare Energien? Und in welchem Bereich gibt es besonders viele Patente? Der E.ON-Energieatlas hat die Antworten.
Tüfteln, erfinden, smarte Innovationen schaffen: Die Deutschen sind kreativ und fleißig, was Patentanmeldungen angeht. Laut dem Deutschen Patent- und Markenamt wurden alleine im Jahr 2019 insgesamt 46.634 Patente von deutschen Forschern angemeldet, das sind im Durchschnitt mehr als 127 pro Tag.
Doch wie sieht es im Bereich Erneuerbare Energien aus? Wo in Deutschland leben hierzu die innovativsten Erfinder? Um das herauszufinden, hat der E.ON Energieatlas angemeldete Patente zu Erneuerbaren Energien unter die Lupe genommen, deren Erfinder in Deutschland wohnen. Das Ergebnis können Sie sich auch auf der interaktiven Landkarte des E.ON Energieatlas ansehen.
Insgesamt haben deutsche Erfinder in den Jahren 2010 bis 2020 ganze 6.508 Patente im Bereich regenerative Energien, Ökostrom, Solar, Windkraft & Co. angemeldet, hierzulande und im Ausland. Spitzenreiter sind die Bayern mit 1.534 Patenten*. Es folgen die Nordrhein-Westfalen (1.324 Anmeldungen) und die Baden-Württemberger (1.156 Anmeldungen). Dabei darf natürlich eines nicht vergessen werden: In großen Bundesländern mit vielen Einwohnern ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es auch viele Erfinder gibt. Die „Großen“ haben es leichter, eine hohe Zahl Patente zusammenzubekommen. Innovative Erfinder gibt es aber natürlich auch in kleineren Bundesländern. Um das zu zeigen, analysiert der E.ON Energieatlas auch die Zahl der Patente pro Kopf. Zwar führen auch hier die Bayern mit knapp 12 Patentanmeldungen pro 100.000 Einwohner seit 2010, gefolgt von den Baden-Württembergern mit 10,4 Anmeldungen. Auf Platz drei landet nun aber das flächenmäßig kleine Saarland mit 8,5 Anmeldungen pro 100.000 Einwohner.
In bestimmten Regionen gibt es richtige Kreativ-Hochburgen: Auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte liegt Erlangen-Höchstadt (Bayern) mit knapp 58 Patentanmeldungen pro 100.000 Einwohnern auf dem ersten Platz. Ein Erfinder-Hotspot ist auch der Großraum Kassel (Hessen): Sowohl die Stadt als auch der Landkreis Kassel liegen weit vorn – mit 55,56 Anmeldungen pro 100.000 Personen in der Stadt und 47,75 im Landkreis. Die Universitäten und die damit verbundene Start-up-Kultur könnte in beiden Regionen eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen. Auf den Plätzen vier und fünf finden sich der nordbayerische Landkreis Kitzingen und der Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz (47,3 bzw. 44,17 Anmeldungen pro 100.000 Einwohner). Zum Vergleich: Im Bundesdurchschnitt kommen auf 100.000 Einwohner 7,84 Patentanmeldungen im Bereich Erneuerbare Energien.
Landkreis |
Platz |
Patente/100 Tsd. Einw. |
Patente (Summe) |
Einwohner |
Solar |
Wind |
Wasser |
Biomasse |
Erneuerbare Energien (allg.) |
Landkreis Erlangen-Höchstadt |
1 |
57,97 |
79 |
136.271 |
28 |
42 |
6 |
1 |
2 |
Kreisfreie Stadt Kassel |
2 |
55,56 |
112 |
201.585 |
108 |
4 |
0 |
0 |
0 |
Landkreis Kassel |
3 |
47,75 |
113 |
236.633 |
105 |
8 |
0 |
0 |
0 |
Landkreis Kitzingen |
4 |
47,30 |
43 |
90.909 |
33 |
10 |
0 |
0 |
0 |
Landkreis Neumarktinder Oberpfalz |
5 |
44,17 |
59 |
133.561 |
16 |
27 |
0 |
16 |
0 |
Die meisten Patentanmeldungen gibt es im Bereich der Solarenergie, das betrifft die Stromerzeugung mit Photovoltaik ebenso wie die Erzeugung von Wärme für Warmwasser und Heizung. Auf den Bereich Solarenergie entfallen 45 Prozent aller Anmeldungen. Windenergie liegt knapp dahinter mit 40 Prozent, es folgen Biomasse (8 Prozent) und Wasserkraft (5 Prozent). Wer mitgezählt hat, wird zwei Prozent vermissen: Diese entfallen auf das allgemeine Thema „Erneuerbare“. Hier geht es zum Beispiel um Speichersysteme oder die technische Infrastruktur von Regenerativen Energien.
Ein Blick auf die historische Entwicklung zeigt: Die Menge an Strom, die Windkraftanlagen an Land produzieren, hat sich innerhalb der vergangenen 25 Jahre vervielfacht – von nicht einmal 2 TWh erzeugtem Strom im Jahr 1995 auf über 100 TWh in 2019. Photovoltaik war in den 90er-Jahren mit 0,01 TWh (1995) quasi noch kaum existent – im Vergleich zu fast 47 TWh im vergangenen Jahr. Lediglich die Energie-Erzeugung durch Wasserkraft hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten weniger stark verändert. Mit knapp 22 TWh war sie im Jahr 1995 noch die stärkste regenerative Energiequelle, mit rund 19 TWh im Jahr 2019 wird heute allerdings sogar teilweise weniger Strom durch Wasser produziert als früher.
*Quelle für diese und alle folgenden Zahlen: Patentdatenbank des Deutschen Patent- und Markenamtes, bereinigt um Doppelnennungen, Suchwörter im Panel: „erneuerbare Energie“, „regenerative Energie“, „Photovoltaik“, „Solar*“, „Solarmodule“, „Windkraft“, „Windrad“, „Wasserkraft“, „Biomasse UND Strom ODER Energie“, 20. März 2020.
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