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Intelligente Stromzähler: Die 8 wichtigsten Fakten

Intelligenter Stromzähler

Intelligenter Stromzähler Definition:
Ein intelligenter Stromzähler – auch Smart Meter oder intelligentes Messsystem (iMsys)  genannt – bezeichnet einen digitalen, internetfähigen Zähler, der mit einer Kommunikationseinheit ausgestattet ist (Smart Meter Gateway). Er spielt eine elementare Rolle in der Energiewende und schafft eine hohe Transparenz, mit deren Hilfe der Energieverbrauch effizient gesenkt werden kann.

Definition Intelligenter Stromzaehler

Fakt#1: Smart Meter sind längst Pflicht

Ja, richtig gelesen: Smart Meter sind eigentlich schon Pflicht. Im November 2015 wurde das Gesetz zur „Digitalisierung der Energiewende“ verabschiedet. Dieses sieht vor, dass ab 10.000 Kilowattstunden (kWh) seit 2017 verpflichtend ein Smart Meter verbaut wird. Gleiches gilt auch für sogenannte „Einspeiser“, also Haushalte, die etwa mithilfe einer Photovoltaikanlage selbst 7 bis 100 kWh Strom pro Jahr produzieren.

Wieso hat dann noch fast niemand einen intelligenten Zähler? Das liegt hauptsächlich am Gateway, das den Zähler erst intelligent macht. Dieses muss hohe Sicherheitsstandards erfüllen, damit niemand die Daten unbefugt auslesen kann. Der Zertifizierungsprozess des Gateways durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) dauert voraussichtlich jedoch noch bis Mitte 2018 – denn erst wenn drei Gateways verschiedener Hersteller zertifiziert sind, kann mit dem Einbau begonnen werden.

Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende
Die Smart Meter Pflicht wurde bereits 2015 beschlossen. Quelle: Pixabay

Fakt#2: Intelligente Stromzähler sind keine Neuheit

Auch wenn Smart Meter in Deutschland noch wenig verbreitet sind, sind die Geräte in anderen EU-Ländern teils schon seit Jahren großflächig in Betrieb. Schweden und Italien haben die Umrüstung zum Smart Meter schon Anfang der 2000er Jahre begonnen und bereits abgeschlossen. Dicht gefolgt von Finnland, Malta, Spanien und elf weiteren EU-Ländern, die den Austausch alter Zähler bis 2020 abgeschlossen haben werden. Zum Vergleich: In Deutschland soll der Smart Meter Rollout bis 2032 beendet sein. Damit gehört Deutschland zu den Schlusslichtern in Europa. Dahinter steckt eine umfassende Strategie der Europäischen Union, Europas Netze intelligent und fit für die Energiewende zu machen: Nur mithilfe sogenannter Smart Grids kann der weitere Ausbau Erneuerbarer Energien bei gleichbleibender Versorgungssicherheit vorangetrieben werden.

Übrigens sind Messstellen mit sehr hohen Verbräuchen ein weiterer Beleg dafür, dass die neuen Stromzähler bei weitem keine Zukunftsmusik mehr sind: Im Unternehmensumfeld sind intelligente Zähler auch hierzulande schon seit Jahrzehnten im Einsatz.

Analoger Stromzähler
In einigen Ländern wurden die alten Ferraris-Zähler bereits vom Smart Meter abgelöst. Quelle: Pixabay

Fakt#3: Nicht jeder Haushalt bekommt einen intelligenten Stromzähler

Laut Gesetz bekommt nicht jeder Haushalt automatisch einen intelligenten Stromzähler – aber jeder der einen Smart Meter haben möchte, kann ihn bestellen. Der Grund dafür: Deutschland hat sich für einen stufenweisen Rollout entschieden und verbaut zwei Gerätetypen:

  • Moderne Stromzähler (auch moderneMesseinrichtung genannt) für Kunden mit einem Verbrauch bis 6.000 kWh.
  • Intelligente Stromzähler (auch intelligentes Messsystem genannt) für Verbraucher ab 6.000 kWh und Erzeuger über 7 kWh Strom pro Jahr.

Aber was unterscheidet die Geräte? Kurz zusammengefasst: Der moderne Stromzähler ist einfach ein Zähler mit digitalem Display, hat aber kein Gateway. Daher bietet er kaum einen Mehrwert gegenüber herkömmlichen Zählen – sie werden nur verbaut, weil sie theoretisch zum intelligenten Messsystem aufrüstbar sind. Die intelligente Variante inklusive Gateway ist dagegen internetfähig und kann mit verschiedenen Parteien kommunizieren. Dadurch ergeben sich eine Reihe von Vorteilen für den Nutzer.

Stromverbrauch kleine Haushalte
Wer in einer kleinen Wohnung mit niedrigem Verbrauch wohnt, bekommt nicht automatisch einen intelligenten Zähler. Quelle: Pixabay

 

Fakt#4: Smart Meter Gateways unterliegen strengen Sicherheitsauflagen

Der intelligente Stromzähler erhebt Daten und kommuniziert diese mithilfe des Smart Meter Gateways an Energieversorger, Netze und Kunden. Diese Daten unterliegen höchsten Datenschutzauflagen und nur Gateways, die die Auflagen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erfüllen, bekommen ein Zertifikat. Diese strengen Sicherheitsauflagen sollen verhindern, dass Unbefugte auf die Daten zugreifen. Zu den Sicherheitsvorkehrungen zählen laut BSI unter anderem:

  • Die Integration von Firewall-Mechanismen
  • Erlaubnis von Kommunikationsverbindungen ausschließlich von innen nach außen
  • Authentifizierung, Verschlüsselung und Integritätssicherung aller Kommunikationsflüsse
  • Nachweis einer sicheren Produktions- und Entwicklungsumgebung beim Gerätehersteller

Damit setzt das BSI die Messlatte für die Anforderungen an die Gerätehersteller sehr hoch an und steigert damit die Sicherheit der Smart Meter.

Sicherheit als Einbahnstraße beim Smart Meter Gateway
Sicherheitstechnisch gleicht das Gateway einer Einbahnstraße – denn Kommunikationsverbindungen werden nur in eine Richtung aufgebaut. Quelle: Pixabay

Fakt#5: Intelligente Stromzähler nutzen Handyempfang

Ein intelligenter Stromzähler besteht aus zwei Teilen: einer digitalen Messeinrichtung und einem Kommunikationssystem, dem sogenannten Smart Meter Gateway. Für die Kommunikation benutzt das Gateway die mobile Datenübertragung im LTE-Standard. Aus diesem Grund wird auch eine SIM-Karte verbaut – wie auch bei jedem Smartphone.

Ist am Standort der Messeinrichtung kein LTE-Empfang verfügbar, bedeutet das aber nicht das Aus für den Smart Meter. Alternativ kann der Messstellenbetreiber auch ein spezielles Netzwerk zur Datenübertragung verlegen.

LTE Mobilfunkmast
Der Empfangsmast ist auch für elektronische Zähler wichtig, denn Smart Meter benötigen Handyempfang für die Kommunikation. Quelle: Pixabay

Fakt#6: Intelligente Stromzähler erkennen vereiste Kühlschränke

Klingt komisch? Ist aber so. Was im ersten Moment für Stirnrunzeln sorgen mag, ist einer der großen Trümpfe, die das intelligente Messsystem in Zukunft mit sich bringt. Das Zauberwort lautet: Disaggregation.

Dahinter verbirgt sich die Möglichkeit, im Gesamtstromverbrauch einzelne Geräte zu identifizieren. Das bedeutet wiederum, dass Verbräuche mit den zugehörigen Geräten verknüpft werden können. Denkt man das Szenario weiter, so könnte künftig eine Push-Nachricht auf dem Handy darauf aufmerksam machen, dass der Kühlschrank in letzter Zeit mehr Strom verbraucht als sonst. Vielleicht ist das Gerät defekt oder vereist? Egal was der Grund für den erhöhten Stromverbrauch sein mag: Smart Meter werden künftig Stromfresser erkennen, ungewöhnliche Verbräuche identifizieren und damit einhergehende Mehrkosten verhindern.

Kühlschrank
Vereiste Kühlschränke benötigen – je nach Gerät – bis zu 15% mehr Strom. Quelle: Pixabay

Fakt#7: Intelligente Stromzähler können Nachzahlungen komplett vermeiden

Nachzahlungen: Ein unangenehmes Thema, das bald schon Geschichte sein könnte. Denn Smart Meter lesen den Zählerstand nicht nur einmal im Jahr ab, sondern alle 15 Minuten. Mit der passenden App ist somit immer transparent und aktuell einsehbar, ob der eigene Stromverbrauch über, unter oder genau im Monatsschnitt liegt. Ist der Verbrauch zu hoch, können Stromfresser eliminiert oder der Abschlag angepasst werden. Ist er niedriger als vermutet, kann der Abschlag entsprechend flexibel reduziert werden. In beiden Szenarien gehören Nachzahlungen aber der Vergangenheit an.

Stromverbräuche mit intelligentem Zähler einfach online einsehen
Mit dem intelligenten Messsystem haben Sie Ihre Verbräuche immer im Blick. Quelle: E.ON
 

Fakt#8: Intelligente Messsysteme bedingen die Energiewende

Die Bundesregierung hat ehrgeizige Pläne, wenn es um die Energiewende geht. So soll beispielsweise im Jahr 2022 das letzte Atomkraftwerk abgeschaltet werden. Funktionieren kann das allerdings nur, wenn gleichzeitig der Anteil der Erneuerbaren Energien im Strommix steigt. Diese sind jedoch zum Teil wetterabhängig und liefern nicht konstant die gleiche Menge Energie. Hier kommen die intelligenten Stromzähler ins Spiel: Damit der verfügbare Strom dort ankommt, wo er gerade gebraucht wird, übermitteln die Zähler Verbrauchs- und Erzeugungsdaten. Diese können in einem Smart Grid dabei helfen, eine Über- oder Unterproduktion an Strom auszugleichen – damit der Strom auch weiterhin so zuverlässig aus der Steckdose kommt wie bisher.

Eine Möglichkeit des Ausgleichs von Überproduktion stellen variable Tarife dar, die in intelligenten Stromnetzen zum Einsatz kommen können. Diese flexiblen Stromtarife bieten dem Verbraucher beispielsweise Strom zu günstigeren Preisen an, wenn gerade viel Energie produziert wird.

Die Energieproduktion von Solarparks ist wetterabhängig
Intelligente Zähler helfen dabei Schwankungen im Netz auszugleichen. Steht die Sonne hoch im Zenit – könnte Energie künftig günstiger werden. Quelle: E.ON

Übrigens: Smart Meter liberalisieren den Messstellenbetrieb

Was weniger spannend klingt, hat es tatsächlich in sich: Mit dem „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“ und dem Smart Meter Rollout kann jeder erstmals selbst entscheiden, wer sich um seinen Stromzähler als Messstellenbetreiber kümmert. Anders gesagt: Jeder kann – genau wie das auch heute schon bei Stromtarifen möglich ist – einen Smart Meter beim Anbieter seiner Wahl erwerben. Bisher hatten Stromkunden diese Entscheidungsfreiheit nicht, da automatisch der sogenannte grundzuständige Messstellenbetreiber, also der Netzbetreiber vor Ort, für den Stromzähler verantwortlich war.

Lassen Sie sich unverbindlich für den Einbau eines intelligenten Zählers vormerken.

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