Heizungsarten im Vergleich: Finden Sie die beste Heizung für Ihr Haus!
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Heizungsarten im Vergleich – welche Heizung passt zu mir?

Quelle: E.ON

Hand aufs Herz: Mit verschiedenen Heizungsarten beschäftigen wir uns eigentlich nur, wenn ein Umzug ansteht und in der Wohnungsanzeige mit einer Etagenheizung geworben wird. Oder wenn für Alt- oder Neubau eine neue Heizung her muss. In unserem Vergleich erfahren Sie welche Energieträger es gibt, zwischen welchen Heizsystemen man unterscheidet und wie die verschiedenen Heizungstechnologien funktionieren. Wir zeigen Ihnen, welche Heizung zu Ihnen passt und bieten Ihnen in einer Übersicht alle Heizungsarten zum Vergleich. Außerdem haben wir Tipps zum Thema Heizungserneuerung für Sie zusammengestellt.

Übersicht: Vergleich aller Heizungsarten

Welche Heizungsart eignet sich für welche Wohnsituation? Wie ist es um die Umweltverträglichkeit der einzelnen Heizungsarten bestellt und wie hoch sind die Heizkosten? Die Antworten auf diese Fragen finden Sie im Überblick in unserem praktischen Heizungsvergleich. Weitere Informationen finden Sie anschließend in den Detailbeschreibungen der jeweiligen Heizungsart.

 

Geeignet für

CO2-Bilanz

Lagerplatz nötig?

Anschaffungskosten

Betriebs-
kosten

Gasheizung

Wohnungen,
Ein- und Mehrfamilienhäuser

Gut

Nein

ab 6.000 €

Ölheizung

Ein- und Mehrfamilienhäuser

Befriedigend

Ja

ab 7.500 €

Fernwärmeheizung

Ein- und Mehrfamilienhäuser

Abhängig vom KWK-Anteil

Geringer Platzbedarf für Übergabestation

ca. 5.000 € (Kosten werden auf Grundpreis umgelegt)

€€

Brennstoffzelle

Ein- und Mehrfamilienhäuser mit hohem Energiebedarf

Sehr gut

Ja (oft Kombi mit Spitzenlastkessel)

ab 30.000 € (staatl. Förderung von bis zu 11.100 €)

 €

BHKW
(motorgetrieben)

Ein- und Mehrfamilienhäuser mit hohem Energiebedarf

Abhängig vom Treibstoff

Ja (oft Kombi mit Spitzenlastkessel)

ab 10.000 €

Wärmepumpe

 

 

Ein-/ Zweifamilienhäuser

Sehr gut
(bei 100% Ökostrom oder Eigenproduktion)
 

Nein

Luftwärmepumpe:
ab 12.000 €

Erdwärmepumpe:
ab 17.000 € (Erdsonde)
ab 15.000 € (Erdkollektor)

Grundwasserwärmepumpe:
ab 16.000 €

Pelletheizung

Ein-/ Zweifamilienhäuser

Sehr gut
(bei lokaler Anlieferung)

Ja

ab 10.000 €

Holzofen
(Einzelheizung)

Ein- oder Mehrfamilienhäuser

Sehr gut
(bei lokaler Anlieferung)

Ja

ab 1.500 €

Nachtspeicherheizung (Einzelheizung)

Ein- oder Mehrfamilienhäuser

Sehr gut
(bei 100% Ökostrom)

Nein

ab 500 €

€€€

Heizungsarten im Detail

Die Gasheizung: Einfach und zuverlässig heizen

Sie ist die beliebteste Heizungsart Deutschlands: Die Gasheizung, oder genauer, die Gasbrennwertheizung. Fast die Hälfte aller deutschen Haushalte heizt mit Gas und ein Großteil davon mit einer Brennwertheizung. Die Gründe dafür sind die kompakte Bauweise, die Zuverlässigkeit und die Effizienz. Darüber hinaus sind die Anschaffungs- und Heizkosten vergleichsweise gering und der Betrieb ist umweltfreundlicher als der von ölbetriebenen Heizungen. Einzige Voraussetzung ist ein Anschluss an das Gasnetz.

Für wen eignet sich die Gasheizung?
Sie haben nicht viel Platz für ihre Heizung oder wollen einfach zuverlässig, günstig und effizient heizen. Sie achten auf Ihre Umwelt, wollen aber für die Installation Ihrer Heizung möglichst wenig investieren. Deshalb setzen Sie auf den günstigen und zuverlässigen Allrounder. 

Vorteile
+ Günstiger Anschaffungspreis
+ Geringer Platzbedarf
+ Hohe Zuverlässigkeit
+ Hohe Effizienz

Nachteile
- Gasanschluss notwendig

Die Ölheizung: Traditionell heizen

Gerade in sehr ländlichen Gegenden, die keinen Anschluss ans Gasnetz bieten können, kommt noch immer die Ölbrennwertheizung zum Einsatz. Sie ist nach der Gasheizung die am zweithäufigsten verwendete Heizungsart und schon für einen im Vergleich niedrigen Anschaffungspreis zu haben. Der größte Nachteil ist der Energieträger selbst: Für die Lagerung des Öls wird ein Tank benötigt, die Ölpreise unterliegen wirtschaftlichen und politischen Schwankungen und der CO2 Ausstoß ist beim Heizöl am höchsten, hinzu kommt die Geruchsemission des Energieträgers. Dies hat zur Folge, dass in den letzten Jahren eine Trendwende weg vom Öl hin zum Gas erkennbar ist.

Für wen eignet sich die Ölheizung?
Sie haben Platz für einen Öltank und ihr Haus ist energetisch saniert. Da Sie entlegen wohnen, ist ein Anschluss ans Gasnetzwerk nicht möglich. Die Installation der Heizung soll jedoch so günstig wie möglich erfolgen. Deshalb entscheiden Sie sich für eine Brennwerttherme mit Heizöl.

Vorteile
+ Niedriger Anschaffungspreis
+ Kein Gasanschluss notwendig

Nachteile
- Hoher CO2-Ausstoß
- Platz für Öltank notwendig
- Geruchsemission

Die Fernwärmeheizung: Ressourcen wiederverwerten

Bei der Fernwärmeheizung ist der Name Programm: Ein entferntes Kraftwerk, das als Nebenprodukt Wärme produziert, speist ungenutzte Energie ins Fernwärmenetz ein. Meist unterirdisch verlegte Rohre bringen die Wärme vom Kraftwerk direkt ins Haus. Das ist besonders ressourcenschonend und darüber hinaus platzsparend, da die Wärme nicht vor Ort erzeugt wird. Kosten für Wartung und den Schornsteinfeger entfallen ebenfalls. Durch die weite Entfernung zwischen Kraftwerk und Haus geht jedoch ein Teil der Energie auf dem Weg verloren, außerdem machen sich Nutzer vom Kraftwerk abhängig. Dies hat zur Folge, dass auch die Heizkosten lokal unterschiedlich hoch ausfallen. Voraussetzung für eine Fernwärmeheizung ist ein Anschluss ans Fernwärmenetz, der hauptsächlich in größeren Städten möglich ist.

Für wen eignet sich die Fernwärmeheizung?
Sie wollen endliche Ressourcen schonen und schätzen die Einfachheit der Fernwärme, die wie ein Besucher zu Ihnen ins Haus kommt. Sie genießen es, sich nicht um die Wartung und Platzierung von Heizungsanlagen kümmern zu müssen und nehmen dafür etwas höhere Preise in Kauf.

Vorteile
+ Keine eigene Heizung nötig
+ Platzsparende Heizungsart
+ Keine Wartungs- und Reparaturkosten

Nachteile
- Anschluss ans Fernwärmenetz nötig
- Abhängigkeit von einzelnen Kraftwerken
- Preis für Energieträger etwas höher und regional schwankend

Die Brennstoffzelle: Moderne Technologie nutzen

Eine der exotischeren Heizungsarten ist die Brennstoffzelle. Sie macht sich das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung zunutze: Bei einer sogenannten kalten Verbrennung reagieren Wasserstoff aus dem Gas und Sauerstoff aus der Luft, zu Wasser, Energie und Abgaswärme. Somit können mit diesem Mini-Kraftwerk sowohl der Strom als auch das Warmwasser und die Heizungswärme direkt im Haus erzeugt werden. Überschüssiger Strom wird an den Netzbetreiber verkauft und überschüssige Wärme im Warmwasserspeicher als Puffer erhalten. Die moderne Heizung ist aufgrund der vergleichsweise hohen technologischen Anforderungen im Anschaffungspreis teurer als andere Heizungsarten, wird aber staatlich gefördert. Ist man erst einmal in Besitz dieses umweltfreundlichen Kraftwerkes, profitiert man langfristig von seiner Investition. Eine Brennstoffzelle kann sich schon für Einfamilienhäuser lohnen.

Für wen eignet sich die Brennstoffzellenheizung?
Sie besitzen ein größeres Einfamilienhaus oder ein Mehrfamilienhaus und haben einen hohen Energieverbrauch. Ihr Zuhause wollen sie zukunftssicher, günstig und unabhängig mit Energie versorgen. Außerdem ist Ihnen der Umweltschutz sehr wichtig. Sie investieren in die Anschaffung einer Brennstoffzelle, denn Sie wissen, dass Sie sich in den nächsten Jahren viel Geld für Energie sparen. Außerdem nehmen Sie staatliche Fördermittel für die neue Heizung in Anspruch.

Vorteile
+ Wärme- und Stromerzeugung
+ Extrem effizient und umweltschonend
+ Staatliche Förderung
+ Unabhängigkeit von Energieversorgern

Nachteile
- Hohe Anschaffungskosten
- Nicht für jedes Haus geeignet

Das BHKW: Motorisiert Energie erzeugen

Auch das motorgetriebene BHKW folgt dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Hier wird jedoch meist ein Motor verwendet, der über einen Generator Energie erzeugt und dessen Abgaswärme für Warmwasser und Heizung genutzt wird. Das motorgetriebene BHKW ist im Anschaffungspreis teurer als herkömmliche Heizungsarten, jedoch billiger als die Brennstoffzelle. Für den Antrieb des Motors werden meist fossile Brennstoffe wie Benzin oder Heizöl eingesetzt.

Für wen eignet sich das motorgetriebene BHKW?
Ihr Ein- oder Mehrfamilienhaus hat einen hohen Strom- und Wärmebedarf, wofür Sie unabhängig und eigenständig Energie erzeugen möchten. Dafür setzen Sie bei der Auswahl Ihrer Heizung auf altbewährte Technik.

Vorteile
+ Wärme- und Stromerzeugung
+ Unabhängigkeit von Energieversorgern
+ Günstiger als Brennstoffzellenheizung

Nachteile
- Fossile Brennstoffe wie etwa Heizöl verschlechtern CO2-Bilanz der Heizungsart
- Nicht für jedes Haus geeignet

Die Wärmepumpe: Emissionen für die Natur reduzieren

Die Wärmepumpe verwertet die Wärme aus der Natur weiter und holt sie ins Haus. Erdwärme, warmes Grundwasser oder warme Luft werden so zum Heizen verwendet. Die Wärmepumpe heizt konstant, unabhängig und umweltfreundlich. Für den Betrieb benötigt sie jedoch Strom – wird die Wärmepumpe aber mit Ökostrom versorgt, ist sie im Heizungsvergleich unschlagbar in ihren Emissionswerten. Ob eine Installation möglich ist, hängt von den natürlichen Gegebenheiten des Wohnortes ab.

Für wen eignet sich die Wärmepumpe?
Sie besitzen vielleicht schon eine Photovoltaikanlage und wollen ihr Heizsystem modernisieren. Außerdem wollen Sie unabhängig sein und der Umwelt etwas Gutes tun. Da sich ihr Grundstück gut für eine Wärmepumpe eignet, entscheiden Sie sich für die emissionsarme Heizung.

Vorteile
+ Bei Betrieb mit Ökostrom emissionsfrei
+ Dank Luft-, Erd- oder Grundwasserwärme besonders umweltfreundlich

Nachteile
- Installation nicht überall möglich

Die Pelletheizung: Umwelt schützen

Die Pelletheizung verwendet zusammengepresste Holzabfälle, sogenannte Pellets, als Energieträger für eine Brennwertheizung. Da ein Baum im Laufe seines Lebens so viel CO2 abbaut wie er bei der Verbrennung erzeugt, gilt Holz als klimaneutral. Jedoch sollte man beim Bezug von Pellets darauf achten, dass der Hersteller aus der Nähe kommt, da lange Transportwege die gute CO2 Bilanz schnell zunichtemachen können. Die Pelletheizung ist im Anschaffungspreis aktuell doppelt so teurer wie Öl- und Gasbrennwertheizung, außerdem machen die vielen mechanischen Elemente diese Heizungsart wartungsintensiv – die Pellets sind als Energieträger dafür momentan ein wenig günstiger.

Für wen eignet sich die Pelletheizung?
Sie verfügen in Ihrem Haus über ausreichend Platz für die Lagerung und Förderung von Pellets. Außerdem haben Sie die Möglichkeit die Pellets von einem Anbieter in der Nähe zu beziehen, wodurch Sie der Umwelt etwas Gutes tun können. Dafür nehmen Sie die etwas höheren Anschaffungskosten für die Heizung in Kauf.

Vorteile
+ Brennstoff gilt als klimaneutral
+ Sehr gute CO2-Bilanz bei lokaler Anlieferung
+ Günstiger Brennstoff

Nachteile
- Viel Platz für Lagerung und Förderung der Pellets notwendig
- Etwas höhere Anschaffungskosten als Gas- und Ölheizung
- Wartungsintensiv aufgrund vieler mechanischer Bauteile

Der Holzofen: Klimaneutral heizen

Viele deutsche Häuser nutzen einen Holz- oder Kachelofen als Zweitheizung. Meist steht der Ofen in den Wohnzimmern und wird mit anderen Heizungsarten kombiniert. Zum Heizen wird Holz aus der Region verwendet. Dafür wird ein trockener Lagerplatz benötigt, das Holz muss aufgeschichtet und nachgeschürt und die Asche regelmäßig entsorgt werden.

Für wen eignet sich ein Holzofen?
Sie besitzen bereits ein Heizsystem, aber wünschen sich wohlige Wärme für die kalten Monate. Mit dem Holzofen wollen Sie zudem Ressourcen sparen, da Sie die Heizkörper in den Räumen ausschalten können, in die der Ofen Wärme abstrahlt. Nachhaltigkeit ist Ihnen sehr wichtig, weshalb Sie auf Holz als nachwachsenden Energieträger setzen.

Vorteile
+ Brennstoff bei lokaler Anlieferung klimaneutral
+ Strahlt in gewünschten Räumen Wärme ab und sorgt für gemütliche Atmosphäre

Nachteile
- Als alleinige Heizungsart nicht geeignet
- Platz für Lagerung des Holzes notwendig

Die Nachtspeicherheizung: Platz sparen

Wie der Name vermuten lässt, speichert die Heizung die Wärme in der Nacht und gibt sie über den Tag wieder ab. Die Nachtspeicherheizung ist elektrisch betrieben und eignet sich vorwiegend für Passivhäuser, energetisch sanierte Gebäude oder gut gedämmte Neubauten, die nicht durchgehend bewohnt sind. Wer dauerhaft heizen möchte, oder in einem Altbau wohnt, sollte bei dieser Heizungsart vorsichtig sein, da schnell hohe Heizkosten entstehen können. Da die Elektroheizung gleichzeitig als Heizkörper dient, also die Wärme dort abgibt, wo sie steht, ist sie dafür platzsparend, einfach zu installieren und muss nur selten gewartet werden. Zudem ist es möglich die Heizung intelligent zu steuern, wodurch etwa der Wetterbericht und die Urlaubsplanung berücksichtigt werden und die Betriebskosten reduziert werden können.

Für wen eignet sich die Nachtspeicherheizung?
Sie verfügen über Räumlichkeiten, die nicht durchgehend beheizt werden sollen, aber gut gedämmt sind. Die Nutzer des Raumes haben keine Stauballergien und bevorzugen eine einfache platzsparende Heizung, die nicht gewartet werden muss und außer einer Steckdose keine besonderen Anschlüsse benötigt. Außerdem haben Sie idealerweise noch keine Heizkörper installiert. 

Vorteile
+ Platzsparend
+ Einfache Installation
+ Wartungsarm

Nachteile
- Nicht für jedes Haus sinnvoll
- Können hohe laufende Stromkosten verursachen
- Nicht für Stauballergiker geeignet

Überblick: Welche Heizungsarten gibt es eigentlich?

Wer sich mit Heizungen auseinandersetzt merkt schnell: Heizung ist nicht gleich Heizung. Das Wort Zentralheizung beschreibt zum Beispiel ein System, die Brennwertheizung eine Technologie und die Gasheizung einen Energieträger. Wenn jetzt noch die Fußbodenheizung dazukommt, ist die Verwirrung komplett. Um den Überblick zu behalten hilft es, erst einmal zwischen Energieträger, Heizungssystem und Technologie zu unterscheiden.

Energieträger im Vergleich

Der Energieträger beschreibt, womit geheizt wird. In Deutschland wird rund die Hälfte aller Heizungen mit Gas betrieben, der Rest heizt überwiegend mit Öl, Fernwärme, Strom und Holz. Jeder Energieträger hat andere Eigenschaften, woraus sich Unterschiede in Lagerung, Verfügbarkeit, Umweltverträglichkeit und Kosten ergeben. Der Energieträger nimmt somit maßgeblich Einfluss auf die Auswahl der richtigen Heizung. Nachfolgend finden Sie alle Brennstoffe im Überblick.

Erdgas Öl Fern­wärme Strom Holz Umwelt­wärme
Gas Öl Fernwärme Strom Holz Umweltwärme
Stecker Gas­anschluss nötig Vers­orgung über lokalen Öltank Anschluss ans Fern­wärme­netz nötig Strom­anschluss nötig Mit Pellets oder Holzscheiten Strom­anschluss für Wärmepumpe nötig
Stern Kein Lager­raum nötig Lager­raum nötig Geringer Platz­bedarf für Übergabe­station Kein Lager­raum nötig Lager­platz nötig; Asche manuell zu leeren Kein Lager­raum nötig
Blatt Geringer CO2-Ausstoß; Ruß- und staubfrei

Hoher Wirkungs­grad
Hoher CO2-Ausstoß

Hoher Wirkungs­grad
CO2-Ausstoß von Kraftwerk abhängig; Hohe Leitungs­verluste durch zentrale Energie­erzeugung

Niedriger Wirkungs­grad
CO2-Ausstoß abhängig von Strom­produktion

Niedriger Wirkungs­grad
CO2-neutral

Mittlerer Wirkungs­grad
CO2-Ausstoß abhängig von Strom­produktion

Wirkungs­grad abhängig von Art der Umwelt­wärme
Euro €€ -

Heizsysteme im Vergleich

Wie wird die Wärme erzeugt und wie gelangt sie in die Räume? Diese Frage beantwortet das Heizsystem. Mit mehr als 70 Prozent ist dabei in deutschen Ein- und Mehrfamilienhäusern die Zentralheizung vorherrschend. In den übrigen Wohnungen wird mit Etagenheizungen, Fernwärmeheizungen und Einzelheizungen geheizt. Nachfolgend alle Heizungssysteme im Überblick:

Zentral­heizung Etagenheizung Fernwärme­heizung Einzelheizung
zentralheizung Etagenheizung Fernwärmeheizung Einzelheizung
Zentralheizungen versorgen ein Gebäude von zentraler Stelle aus mit Wärme (bei Einfamilien­häusern meist aus dem Keller). Wasser wird erwärmt und gelangt über ein Rohrsystem zu den Heizkörpern des Hauses. Etagenheizungen versorgen eine ganze Etage oder eine Wohnung. Die Energie wird also genau da erzeugt, wo sie gebraucht wird. Die Heizungen hängen häufig an der Wand, werden mit Gas betrieben und sind mit der Warmwasser-versorgung kombiniert. Bei der Fernwärme wird die Wärme nicht im Haus selbst, sondern außerhalb in Heizkraftwerken produziert. Ein Rohrsystem bringt die Wärme ins Haus, von wo aus sie an die Heizkörper weiterverteilt wird. Einzelheizungen erzeugen ihre Wärme dezentral und direkt in dem Raum, in dem sie stehen. Das ist zum Beispiel bei Kaminöfen, aber auch bei Nachtspeicher-heizungen der Fall. Einzelheizungen werden oft mit anderen Heizsystemen kombiniert.

Übrigens: Eine Fußbodenheizung ist kein Heizsystem sondern ein Heizkörper, beschreibt also nur, wie die Wärme verteilt wird. Anders als bei regulären freistehenden Heizkörpern wird hier ein Rohrsystem unter dem Fußboden verlegt, das den Raum erwärmt. Aus der Kombination von Energieträger, Technologie und Heizsystem ergeben sich verschiedene Heizungsarten.

Technologien im Vergleich

Wieso wird der Heizkörper eigentlich warm? Wieso brauchen manche Heizungsarten viel Platz und andere nicht? Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer Brennstoffzelle und einem motorgetriebenen BHKW?  Die Technologien im Überblick:

Brennwertheizung

Quelle: E.ON

Bei der Brennwertheizung wird ein Brennstoff, zum Beispiel Öl oder Gas, im Brennwertkessel verbrannt, wodurch Hitze entsteht. Dadurch wird Wasser in einem Rohr erwärmt, das anschließend in das Heizungssystem fließt. Das warme Wasser gibt die Wärme über die Heizkörper an den Raum ab und fließt abgekühlt wieder zurück in den Kessel. Die Brennwertheizung erreicht einen besonders hohen Wirkungsgrad, indem sie zusätzlich zu der Energie, die bei der Verbrennung entsteht, Wärme aus der Kondensation des Wasserdampfes in den Abgasen gewinnt.

Brennstoffzelle

Die Brennstoffzellenheizung macht sich das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) zunutze und wird idealerweise mit Wasserstoff angetrieben. Da es in Deutschland aber keine Wasserstoffleitungen gibt, ist für die Brennstoffzellenheizung ein Gasanschluss nötig. Erdgas besteht zum größten Teil aus Wasserstoff und mithilfe eines Reformers wird dieser Wasserstoff (H2) abgespalten. Dieser wird mit Sauerstoff (O2) angereichert, worauf nach dem chemischen Prinzip der sogenannten kalten Verbrennung Wasserdampf (H2O), Strom und Wärmeenergie entsteht. Der Gleichstrom wird zu Wechselstrom umgewandelt, fließt in das Stromleitungsnetz und kann über die Steckdose direkt genutzt werden. Überschüssige Energie wird an den Netzbetreiber verkauft. Wärmeenergie und Wasserdampf werden sowohl für Warmwasser als auch zum Heizen verwendet – hier bietet sich ein Warmwasserspeicher an, der die überschüssige Energie der Heizung abpuffert.

Quelle: E.ON

BHKW (Blockheizkraftwerk)

Quelle: E.ON

Das motorgetriebene Blockheizkraftwerk (BHKW) basiert, wie die Brennstoffzelle, auf dem Prinzip der KWK. Ein durch Treibstoff, wie zum Beispiel Gas, angetriebener Verbrennungsmotor versorgt einen Generator, der Strom produziert. Dabei wird Abgaswärme produziert, die mithilfe eines Abgaswärmetauschers genutzt wird, um das Wasser im Heizkreislauf zu erhitzen – sowohl zum Heizen als auch für das Warmwasser. Genau wie bei der Brennstoffzelle eignet sich auch bei dieser Heizungsart der Einsatz eines Warmwasserspeichers.

Wärmepumpe

Voraussetzung für die Wärmepumpe ist Strom und eine geeignete Lage. Die Heizung bringt mit Wärme aus Erde, Luft oder Grundwasser ein Flüssiggas, das sogenannte Kältemittel, zum Verdampfen. Anschließend wird das Gas über einen Kompressor weiter verdichtet, wodurch es sich noch weiter erwärmt. Das heiße Gas erhitzt das Wasser im Heizkreislauf des Hauses und kühlt anschließend wieder ab, wodurch es kondensiert. Ein Entspannungsventil sorgt für eine weitere Entspannung des nun flüssigen Gases, bevor es dem Verdampfer erneut zugeführt wird.

Quelle: E.ON

Solarthermie

Quelle: E.ON

Die Solarthermie macht sich, ähnlich wie die Photovoltaikanlage, das Energiepotenzial der Sonne zunutze. Nur wird hier kein Strom erzeugt, sondern Hitze. Die sogenannten Solarkollektoren erhitzen ein spezielles Wasser-Frostschutz-Gemisch, das in den Pufferspeicher fließt und abkühlt. Anschließend wird es zurück in die Kollektoren gepumpt. Der Wärmespeicher ist notwendig, um die Zeit zu überbrücken, in der die Sonne nicht scheint – hier unterstützt zudem der Spitzenlastkessel, falls die Sonnenenergie nicht ausreicht. Über einen Wärmetauscher wird Wasser erwärmt, das in die Heizkörper des Heizkreislaufes fließt und auch das Wasser für Küche, Bad und Co. erwärmt.

Aus der Kombination von Technologie, Energieträger und Heizungssystem können sich unterschiedliche Heizungsarten ergeben. So basieren die klassischen Ausführungen von Öl-, Gas- und Pelletheizung auf dem Prinzip der Brennwertheizung, nutzen aber verschiedene Energieträger als Brennstoff. Die Heizkosten werden dabei maßgeblich von der Kombination aus Energieträger und Technologie bestimmt.

Heizung erneuern – lohnt es sich?

Ob es sinnvoll ist eine Heizung zu erneuern, kommt auf das Alter an. Grundsätzlich gilt: Brennwertkessel die älter als 30 Jahre sind, müssen laut Energieeinsparverordnung zum Teil sogar modernisiert werden. Wenn die Heizung 15-20 Jahre alt ist, empfiehlt sich eine Erneuerung. In manchen Fällen kann es sich aber auch lohnen, die Heizung schon früher zu erneuern um bares Geld zu sparen

Im Zentrum der Überlegungen stehen dabei folgende Fragen:

  • Ist meine Heizungsanlage veraltet?
  • Möchte ich innovative oder besonders ökologische Heiztechnologien nutzen?
  • Leiste ich einen Beitrag zum Umweltschutz und heize ich nachhaltig?
  • Ist der Umstieg auf einen anderen Energieträger mit Kostenvorteilen verbunden?

Laut einer Studie des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie arbeiten nur rund 40 Prozent aller deutschen Heizungen effizient. Wer seine Heizung modernisieren möchte, kann daher viel Geld sparen – so ist zum Beispiel mit einer Optimierung der Nachtspeicherheizung, mithilfe einer intelligenten Steuerung, ein Einsparpotential von bis zu 800 € pro Jahr möglich. Auch eine Öl- oder Gasheizung zu erneuern kann lohnenswert sein. Große Energieunternehmen übernehmen dabei auch die Öltankentsorgung

Tipp: Wer seine Heizung ohne Investition erneuern möchte, kann auch auf moderne Mietmodelle für Wärme zurückgreifen. E.ON bietet das Rundum-Sorglos-Paket schon ab 6,50 Euro pro Tag an.

Unabhängig vom Alter ist die richtige Nutzung der Heizung wichtig. Wer richtig heizt und bei Bedarf seinen Heizkörper entlüftet, kann Wärmeverluste reduzieren und viel Energie sparen.

Mit Förderungen bei der Modernisierung sparen

Wer sich dazu entschließt, seine Heizung zu modernisieren, sollte beim Preisvergleich auch Fördermittel beachten. Diese können die Anschaffungskosten erheblich reduzieren, wodurch sich zusätzlich Geld sparen lässt. Vor allem die KfW und die BAFA bieten hier teils attraktive Angebote in Form von günstigen Krediten oder Zuschüssen.

Mit Förderungen kann jeder rechnen, der dezentral Energie und Wärme erzeugen möchte, etwa mit einem Blockheizkraftwerk oder einer Brennstoffzelle. Zusätzlich werden die Sanierung und Dämmung von Gebäuden und Heizungssystemen belohnt – was bedeutet: Auch wer beispielsweise „nur“ seine Gasheizung modernisiert, kann Fördermittel in Anspruch nehmen. Informieren Sie sich beim Heizungskauf – egal welcher Heizungsart – also unbedingt über Ihre Möglichkeiten.

Achtung: Anträge für eine Förderung müssen vor der Investition gestellt werden.

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