Herbst 2017: Alles was Sie über lästige Laubbläser wissen müssen
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Laubbläser: Das Leid mit dem Lärm

Laubbläser: Das Leid mit dem Lärm

Warum der Horror im Herbst einen Namen hat

Die Blätter zeigen sich in den schönsten Gelb- und Orangetönen, die Luft ist frisch, und immer wieder mogelt sich die Sonne durch die Wolken. Eigentlich ist der Herbst eine schöne und vor allem bunte Jahreszeit. Leider gibt es jedes Jahr Störenfriede, die die Idylle zerstören. Übeltäter sind die ohrenbetäubenden und nervigen Laubbläser mit ihrem Benzingestank.

Egal, ob viel zu früh am Morgen oder in den wertvollen freien Stunden am Abend: Die strapaziösen Geräte scheinen nie zu schlafen und wie dafür gemacht, alle um sie herum wach zu halten.

Der E-Laubbläser als Hintertürchen

Zumindest etwas freundlicher für Gehör und Umwelt sind da die elektrisch angetriebenen Varianten. Heute benötigen sie kein Stromkabel mehr, sondern verfügen über leistungsstarke Akkus, was die Handhabung deutlich vereinfacht. Daher haben mittlerweile einige Städte eine beachtliche Anzahl von elektrischen Laubbläsern in ihrem Arsenal. Zumindest was Lärm und Abgase angeht, so scheint der E-Laubbläser erst einmal eine gute Alternative zu sein. Mit reinem Ökostrom aufgeladen schützt er sogar das Klima. Sieht man allerdings ganz genau hin, so hat auch die vermeintlich umweltfreundliche Variante ihre Schattenseite.

Leiser Motor ist nicht alles

Mal abgesehen davon, wie die Geräte angetrieben werden: Sie räumen nicht nur die Blätter zur Seite, sondern wirbeln gleichzeitig auch 15% mehr Feinstaub auf als ein herkömmlicher Straßenbesen. Aber auch Bakterien von Tierfäkalien gelangen durch die Geräte in die Luft. Das kam bei einer Studie der technischen Universität Graz in Österreich heraus. Diese Schadstoffe in der Luft könnten dann vom Menschen eingeatmet werden. Unter anderem aus diesem Grund hat Graz die schädlichen Blasgeräte in der Stadt kurzerhand verboten. Auch in Deutschland werden immer wieder Stimmen laut, die gerne diesem Vorbild folgen würden. Die Umweltbelastungen beschränken sich nicht nur auf Laubbläser, sondern gelten auch für Laubsauger. Die Konsequenzen sind besonders für Kleintiere bedenklich. So können beispielsweise Schnecken, Insekten, Vögel und sogar Igel aufgesaugt werden. Durch die eingesaugten Kleintiere wird zudem eine wichtige Nahrungsquelle für andere Lebewesen zerstört. Außerdem verhindern sie die Bildung von Humus, welcher wiederum wichtig ist für die Ansiedelung von Fröschen, Larven und anderen Kleintieren.

Laubbläser: Das Leid mit dem Lärm

Das Dilemma von Harke und Besen

Die Lösung könnten wieder Rechen und Besen sein. Laub mit dem Rechen zusammen zu harken ist allerdings mühsam und zeitaufwändig. Vor allem Angestellte der Stadt und Hausmeister sehen hier große Probleme in einem Laubbläser-Verbot. Ihre Zeit ist knapp, und sie müssen teilweise große Flächen vom Laub befreien. An manchen Herbsttagen fällt so viel Laub an, dass das Zusammenkehren per Hand viel zu zeitintensiv wäre. Laubfreie Wege sind aber ein Muss, um die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern zu gewähren. Deshalb gibt es für die Stadt auch weniger Beschränkungen bei den Nutzungszeiten der Geräte.

Ein Kompromiss für die Bürger

Um genervten Anwohnern aber etwas entgegen zu kommen, gibt es mittlerweile Regelungen zumindest für den privaten Gebrauch von Laubbläsern. Denn wie beim Schneeräumen liegt die Verantwortung der Entsorgung des Laubes vor dem eigenen Haus und auf angrenzenden Gehwegen immer beim Besitzer der Immobilie. Deshalb wirken die einfach zu bedienenden Geräte immer attraktiver auf Privatleute, denn wer will im Herbst schon jeden Tag stundenlang vor seinem Haus kehren müssen? Damit die Straßen allerdings nicht in tosendem Lärm versinken, wurden inzwischen strikte Nutzungszeiten eingeführt. Wer sich nicht an diese hält, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Um keine Probleme mit Anwohnern oder der Stadt zu bekommen, gibt es gerade im Herbst einige Regelungen, die jeder kennen und beachten sollte.

6 wichtige Fakten über Laubbläser und Reinigungspflichten

6 wichtige Fakten über Laubbläser und Reinigungspflichten

  1. Die Geräte dürfen im privaten Gebrauch nur an Werktagen zwischen 9 und 13 Uhr sowie 15 und 17 Uhr verwendet werden.
  2. Für kommunale Mitarbeiter und Firmen, die das Laub im Auftrag der Gemeinde entfernen, gilt diese Regelung nicht.
  3. Jeder ist selbst für sein Grundstück und die angrenzenden Gehwege verantwortlich, auch wenn das Laub von einem benachbarten Grundstück oder Baum auf das eigene Grundstück geweht wird.
  4. Der Eigentümer einer Wohnung oder eines Hauses kann diese Pflicht im Einzelfall auf den Mieter übertragen.
  5. Es gibt keine Regel, wie häufig das Laub entfernt werden muss.
  6. Kommt es allerdings durch liegengebliebenes Laub zu einem Schadensfall, bei dem sich jemand ernsthaft verletzt, können erhebliche Summen fällig werden (Schmerzensgeld, Invaliditätsrente o.ä.)

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